Rosa abietina Christ

Tannen-Rose

Art ISFS: 347400 Checklist: 1038600 Rosaceae Rosa Rosa corymbifera aggr. Rosa abietina Christ

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Blätter auf beiden Seiten, nur unterseits oder unterseits nur auf den Nerven flaumig behaart, doppelt gezähnt . Blattstiele stets flaumig, mit Stieldrüsen und sichelförmigen Stacheln. Blütenstiele mit Stieldrüsen . Kelchblätter nach dem Blühen zurückgebogen, vor der Fruchtreife abfallend.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Hecken, Waldränder, Steinhaufen / kollin-montan(-subalpin) / A, JN, höheres M

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Alpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + 33-43 + 4.n.2n=?

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Mangelhafter Jungwuchs Ungeeignete Pflege von Weiden (Rodung) Entfernen von Hecken Ungeeignete Heckenpflege Verwaldung durch die Auflassung von Trockenweiden Verlust gestufter Waldränder (scharfe Nutzungsgrenzen zwischen Wald und Grünland) Waldsukzession, zu starker Kronenschluss, unangepasster Waldbau Konkurrenz ( konkurrenzkräftige Sträucher oder Stauden)

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.3.2 - Trockenwarmes Gebüsch (Berberidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfrischLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rosa abietina Christ

Volksname Deutscher Name: Tannen-Rose Nom français: Rosier des sapins Nome italiano: Rosa degli abeti

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rosa abietina ChristChecklist 2017347400
=Rosa abietina H. ChristFlora Helvetica 20011015
=Rosa abietina H. ChristFlora Helvetica 2012391
=Rosa abietina ChristFlora Helvetica 2018391
=Rosa abietina H. ChristIndex synonymique 1996347400
=Rosa abietina H. ChristLandolt 19771633
=Rosa abietina H. ChristLandolt 19911370
=Rosa abietina H. ChristSISF/ISFS 2347400
=Rosa abietina H. ChristWelten & Sutter 1982690

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Die ungültige oder fehlerhafte Autorangabe (Autorenzitat) wurde korrigiert. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)nicht beurteilt (Not Evaluated)
Mittelland (MP)nicht beurteilt (Not Evaluated)
Alpennordflanke (NA)nicht beurteilt (Not Evaluated)
Alpensüdflanke (SA)nicht beurteilt (Not Evaluated)
Östliche Zentralalpen (EA)nicht beurteilt (Not Evaluated)
Westliche Zentralalpen (WA)nicht beurteilt (Not Evaluated)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
SHVollständig geschützt(06.03.1979)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen
Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Mangelhafter Jungwuchs Durch gezielte Pflege vorhandene Wurzeltriebe vor Konkurrenz schützen Ex-situ Vermehrung von indigenen Rosenstöcke und gezielte Wiederansiedlung von robusten Jungpflanzen an Waldrändern oder in Weiden Ungeeignete Pflege von Weiden (Rodung) Vertrag mit Bewirtschafter mit Verpflichtung die Rosenstöcke stehen zu lassen Nur von Experten vorweg bezeichnete Rosenstöcke dürfen entfernt werden Prämien anbieten, um geeignete Rosen zu pflanzen Entfernen von Hecken Hecken mit Rosenstöcken unter Schutz stellen Vertrag anbieten bzw. Aufwertung zu einer Biodiversitätsförderfläche ( Qualitätsstufe 2) aufwerten Prämien anbieten, um geeignete Rosen zu pflanzen. Ungeeignete Heckenpflege Hecken selektiv pflegen Rosenstöcke von der Pflege ausnehmen oder nur wenig zurückschneiden Verwaldung durch die Auflassung von Trockenweiden Vertrag anbieten, um Weidenutzung wieder aufzunehmen Verlust gestufter Waldränder (scharfe Nutzungsgrenzen zwischen Wald und Grünland) Entlang des Waldrandes 3 m breiter Gebüschstreifen zulassen Verhandlung mit Waldbesitzer, evtl. Prämien anbieten Waldsukzession, zu starker Kronenschluss, unangepasster Waldbau Bei den im Wald vorkommenden Populationen ist auf anhaltende sehr lichte Verhältnisse zu achten Forstleute sollten über Vorkommen informiert sein und die Stöcke bei Waldarbeiten schonen Konkurrenz ( konkurrenzkräftige Sträucher oder Stauden) Hecken- oder Waldrandpflege zur Förderung der Zielart Zurückschneiden oder Entfernen anderer Sträucher oder Stauden Fördern von offenen Bodenstellen zur Samenkeimung