Onosma pseudoarenaria Schur

Walliser Lotwurz

Art ISFS: 277400 Checklist: 1031010 Boraginaceae Onosma Onosma pseudoarenaria Schur

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 20-50(-70) cm hoch, dicht borstenhaarig grau. Blätter lang bandförmig bis spatelig, 4-6 mm breit und bis über 10 cm lang, ganzrandig, sitzend. Höcker der 1-4 mm langen Borstenhaare mit 4-8 sternförmig abstehenden, 0,1-0,3 mm langen Börstchen . Blüten blassgelb, gehäuft am Ende des Stängels und der Zweige in den Hochblattwinkeln, zuletzt +/- hängend . Krone röhrig-glockig, ohne Schlundschuppen, 1,5-2,5 cm lang. Kelch zylindrisch, tief 5teilig, 1,5- 2 cm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockene Rasen, Föhren- und Flaumeichenwälder / kollin(-montan) / VS (Rhonetal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südosteuropäisch-südwestasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 142-455.k.2n=26

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Pflege (Zu frühe Mahd von Wegrändern) Verbuschung, Beschattung Verlust des Lebensraums (z.B. Rebberge statt Felsensteppen oder lichter Flaumeichenwald)

Ökologie

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.1.1 - Inneralpine Felsensteppe (Stipo-Poion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Onosma pseudoarenaria Schur

Volksname Deutscher Name: Walliser Lotwurz, Sand-Lotwurz Nom français: Onosma du Valais Nome italiano: Onosma del Valese

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Onosma pseudoarenaria SchurChecklist 2017277400
=Onosma pseudoarenaria Schur s.l.Flora Helvetica 20011612
=Onosma pseudoarenaria SchurFlora Helvetica 20181477
=Onosma pseudoarenaria Schur s.l.Index synonymique 1996277400
<Onosma pseudoarenaria subsp. helvetica RauschertSISF/ISFS 2277600
<Onosma pseudoarenaria subsp. cinerascens (Braun-Blanq.) RauschertSISF/ISFS 2277500
=Onosma pseudoarenaria Schur s.l.SISF/ISFS 2277400
<Onosma pseudoarenaria subsp. tridentina (Wettst.) Braun-Blanq.SISF/ISFS 2277700

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Wegfall des Ausdrucks s.l.: Die Art wurde bisher als "sensu lato" (s.l.) gekennzeichnet, um sie von der gleichlautenden (autonymen) "sensu stricto-Art" (s.str.) zu unterscheiden. Neu wird das Taxon nicht mehr in Unterarten aufgeteilt. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)C1; C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VSVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen
Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Pflege (Zu frühe Mahd von Wegrändern) Wegränder nur alle zwei Jahre und oder spät ausmähen, falls notwendig (Verbuschung) Verbuschung, Beschattung Bei Bedarf leicht Auslichten Verlust des Lebensraums (z.B. Rebberge statt Felsensteppen oder lichter Flaumeichenwald) Erhaltung des Lebensraums, keine Umwandlung mehr in Rebgebiet