Myosotis cespitosa Schultz

Rasiges Vergissmeinnicht

Art ISFS: 266000 Checklist: 1029720 Boraginaceae Myosotis Myosotis scorpioides aggr. Myosotis cespitosa Schultz

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie M. scorpioides, aber Stängel rund, am Grund kahl oder mit vorwärts gerichteten, anliegenden Haaren, Blütenstand im untersten Teil beblättert, Kelch zur Fruchtzeit bis zur Mitte geteilt, Fruchtstiel mehr als 2mal so lang wie der Kelch, Durchmesser der Krone nur 3-5(-6) mm.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Ufer, Gräben, besonders in Verlandungszonen / kollin-montan / Zerstreut CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 23+44 + 3.t.2n=88

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Sukzession, Konkurrenz Verlust des Lebensraums ( Veränderung der hydrologischen Verhältnisse)

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.4 - Bachröhricht (Glycero-Sparganion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Myosotis cespitosa Schultz

Volksname Deutscher Name: Rasiges Vergissmeinnicht Nom français: Myosotis gazonnant Nome italiano: Nontiscordardimé dei canneti

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Myosotis cespitosa SchultzChecklist 2017266000
=Myosotis cespitosa SchultzFlora Helvetica 20011586
=Myosotis cespitosa SchultzFlora Helvetica 20121506
=Myosotis cespitosa SchultzFlora Helvetica 20181506
=Myosotis cespitosa SchultzIndex synonymique 1996266000
=Myosotis cespitosa SchultzLandolt 19772444
=Myosotis cespitosa SchultzLandolt 19911986
=Myosotis cespitosa SchultzSISF/ISFS 2266000
=Welten & Sutter 19821351

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)c(iii,iv)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii,iv)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii,iv)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)B2b(iii)c(iii,iv)
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)B2b(iii)c(iii,iv)
Östliche Zentralalpen (EA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)D
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Sukzession, Konkurrenz Förderung und Erhaltung von den Lücken in Grossseggenbeständen im Übergang zu Riedwiesen Regelmässiges Überprüfen der Populationen (Monitoring) Verlust des Lebensraums ( Veränderung der hydrologischen Verhältnisse) Reduzierung oder Extensivierung der Gewässerunterhaltung (nur ganz notwendig Unterhaltungsarbeiten durchführen) Förderung und Erhaltung der Fließgewässerdynamik (z.B. Rückbau von Uferbefestigungen, Verrohrungen) Förderung und Renaturierung auentypischer Vegetation und Nutzungen ( Röhricht, Gehölzsaum, Grünland) und Fliessgewässer Ex situ Material Close