Stenus scabripennis SHARP, 1886 (Abb. 100, 108, 112, 113, 330, 336, 340)

Stenus scabripennis SHARP, 1886: 649; L. BENICK 1938: 280; HROMÁDKA 1982: 178.

Untersuchtes Material: GUATEMALA: Syntypen: 5, 6: Guatemala City, Champion (FMCh, IRSNB, NHML, ZMB); 2, 2: San Geronimo, Vera Paz, Champion (IRSNB, NHML, cP) ; 1, 1: Panima, Champion (NHML); 1: Capetillo, Champion (NHML) ; 1: Cubilguit, Vera Paz, Champion (NHML) . MEXIKO: Veracruz:, 2: Cordoba, A. Fenyes (FMCh, cP); 1: Chiapas: 4 km N of Escuintla, wet rotting cut vegetation & leaves along stream, lowland rainforest, 120m, 4.I.1977, H. Frania #32 (AMNH) ; 1: Chiapas, 9,7 km S Solosuchiapa, Highway 195, 530m, sifting litter along stream, 5.V.1977, J.S.Ashe (FMCh) ; 1: " Mexique tabacs", coll. Fauvel (IRSNB) . EL SALVADOR: 2: Alegria (Usulutan), 22.II.1960, J. Bechyné (IRSNB, cP) ; 1: Cerro Verde ( S. Ana), 15.II.1960, idem (ib) . PANAMA: 1, 1: Chiriqui Prov., Champion (NHML) .

Bemerkungen Im NHML befinden sich 13 Syntypen, wovon 11 zu S. scabripennis gehören, zwei (aus Mexiko), von SHARP als "var." bezeichnet, zu S. emily HROMÁDKA (gut anhand des genetzten Abdomens zu erkennen). Obwohl SHARP in seiner Beschreibung zuerst die mexikanischen Funde anführt, betrachte ich diese doch als "abweichend", weil sie ja selber von ihm auf dem Aufklebeplättchen als "var." gekennzeichnet sind. Die Festlegung eines Lektotypus muss daher nicht erfolgen. PM eines von San Geronimo: HW: 43; DE: 22; PW: 30; PL: 32; EW: 45; EL: 42; SL. 34. – Körperlänge: 4,2-5,5mm (Vorderkörper: 2,3-2,4mm). Paraglossen actiniform. Abdomen ungenetzt.

Männchen: Schenkel stark gekeult. Metatrochanter mit einem kleinen, spitzen Zahn. Mittelschienen mit starkem Apikaldorn, Hinterschienen mit starkem Präapikalzahn, dieser etwa um die Länge des 10. Fühlergliedes von der Schienenspitze entfernt. Metasternum breit abgeflacht, die Mittellinie schmal vertieft, Punktierung in den hinteren zwei Dritteln auf glänzendem Grund grob und sehr dicht, im vorderen Drittel wenig fein und sehr dicht (Abb. 108). Vordersternite einfach, 6. Sternit in der Hinterhälfte median deutlich eingedrückt, im Eindruck ziemlich weitläufig punktiert, 7. Sternit in der vorderen Mitte deutlich eingedrückt, in der hinteren Mitte wieder verflacht, Punktierung und Beborstung daselbst sehr fein und sehr dicht, Hinterrand breit und flach ausgerandet (Abb. 100). 8. Sternit mit spitzwinkligem, seitlich durchscheinend sklerotisiert gesäumtem Ausschnitt im hinteren Viertel. 9. Sternit apikolateral spitz/undeutlich gesägt vorgezogen. Aedoeagus (Abb. 330), Apikalpartie des Medianlobus seitlich flach konkav in eine lange, vorn schmal abgerundete Spitze verengt, dorsal mit feiner Längsleiste (Abb. 336); im Innern ein distales Feld von Ananasschuppen (Abb. 112, 113) und, basal, etwa 10-12 starke, unregelmässig geformte Zähne; Parameren deutlich kürzer als der Medianlobus, im Spitzenviertel mit 25-28 Borsten.

Weibchen: 8. Sternit (Abb. 340), Hinterrandmitte dreieckig vorgezogen. Valvifer apikal gesägt. Cucumis deutlich sklerotisiert.

Diese Art ist, was die Skulptur ihres Vorderkörpers angeht, dem S. scabrosus SHARP und seinen Nahverwandten sehr ähnlich. Ihre geringere Grösse, vor allem aber ihr auf ungenetztem Grund grob und dicht punktiertes Abdomen machen aber eine Unterscheidung leicht: auf dem 7. Tergit sind die Punkte so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände meist kleiner als die Punktradien; bei S. scabrosus dagegen kleiner als der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, die Punktzwischenräume doppelt und mehr so gross wie die Punkte.