Stenus unctivestis, Puthz, 2016

Puthz, Volker, 2016, Übersicht über die neotropischen Arten der Gattung Stenus LATREILLE mit seitlich gerandetem Abdomen und ungelappten Tarsen (Coleoptera, Staphylinidae) 350. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 48 (2), pp. 1551-1634 : 1590-1592

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5355748

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03C78799-FFCB-E00E-0FF9-252EAFDBFD10

treatment provided by

Marcus

scientific name

Stenus unctivestis
status

nov.sp.

Stenus unctivestis nov.sp. ( Abb. 33 View Abb , 134 View Abb , 162 View Abb , 245, 255 View Abb , 320 View Abb )

M a t e r i a l: Holotypus (6): ECUADOR: Pichincha, 16 km E Tandapi, 6600 feet, Berlese bamboo moss in forest, 20.VI.1975, S. & J. Peck . Paratypen: 1♀: 15 km E Tandapi , 2300m, moss forest litter, 7.VI.1976, S. Peck ; 366, 4 ♀♀: Pichincha, Quito- Santo Domingo Road W Chiriboza, 6700 feet, rotting leaves canopy fallen tree, 13.VI.1982, idem ; 1♀: ibidem, 7100- 7500 feet, thick leaf litter, old treefall, 11.VI.1982, idem ; 266, 1 ♀: ibidem, canopy fallen tree, 11.VI.1982, H. Frania; 1♀: Pichincha, Bellavista cloud forest, 0.00.37S, 78.49.47W, 2300m, stream margin, 31.VII.2009, U. Irmler (cP) ; 16: W Quito E of Chiribouga, old Quito- Santo Domingo Road , 7900 feet, foliage, 15.X.1988, L. Herman ; 2♀♀: 38 km W Quito, old Quito- Santo Domingo Road , 7800 feet, litter, 25.X.1988, idem ; 266: 23 km Aloag , 8600 feet, litter, 7.XI.1988, idem ; 16, 4♀♀: San José de Minas, Cerro Blanco , 3150m, 0.12.624’S, 78.21.50’W, Bello o, Osella & o Pugliano ; 2♀♀: Lloa- Rio Blanco , 2450m, 1.VIII.2006, L. Bello ; 16: ibidem, 0 12’956’’S, 78 39’123’’W, 23.VII.2008, G. Osella; 1♀ (cf. det): Volcan Pululahua , 3000m, 17.2.199 3, L. Bartolozzi ; 16, 15♀♀: Rio Blanco Preparamos , 2750m, 1.VIII.2008, G. Osella ; 16, 3♀♀: ibidem, 2470m, 1.VIII.2006, P.M. Giachino; 1♀: Nono- Tandayapa road, 1900m, 27.XI.1988, L. Huggert. - HT und PTT in der CNC, PTT auch im AMNH, ZML, MCSNF, in coll. Osella und in cP .

B e s c h r e i b u n g: Makropter, schwarz mit bräunlichem Anflug, jede Elytre mit einer orangenen Makel im hinteren Aussenviertel ( Abb. 33 View Abb ), fettig glänzend; Stirn ziemlich grob und dicht, Pronotum und Elytren sehr grob, sehr dicht, auf den Elytren zusammenfliessend punktiert/skulptiert, Abdomen fein und weitläufig punktiert, ziemlich lang, anliegend beborstet. Kiefertaster gelb. Fühler mittelbraun. Beine rötlichbraun, Tarsen etwas dunkler. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, ziemlich dicht beborstet. Abdomen seitlich breit gerandet, Tarsen ungelappt.

Länge: 4,0- 4,7mm (Vorderkörperlänge: 2,3-2,4mm).

PM des HT: HW: 39; DE: 20; PW: 33; PL: 33; EW: 44; EL: 40; SL: 32.

M ä n n c h e n: Schenkel stark gekeult, Hinterschienen im Spitzendrittel leicht nach innen gekrümmt, Mittelschienen mit kräftigem Apikaldorn, Hinterschienen mit kräftigem Präapikaldorn. Metasternum breit eingedrückt, Seitenbereiche der Scheibe grob und ziemlich dicht auf glattem Grund punktiert, Mittelbereich schmal fein und äusserst dicht punktiert und beborstet, in der Vorderhälfte vertieft ( Abb. 162 View Abb ). 3.-6. Sternit median abgeflacht bzw. flach eingedrückt, dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, Hinterrand sehr flach ausgerandet; 7. Sternit längs der Mitte flach eingedrückt und daselbst fein und wenig dicht punktiert und beborstet, Hinterrand sehr flach ausgerandet. 8. Sternit mit spitzwinkligem Ausschnitt im hinteren Viertel des Sternits. 9. Sternit apikolateral gesägt. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus ( Abb. 245, 255 View Abb ), Apikalpartie des Medianlobus breit, vorn breit stempelförmig erweitert; im Innern ein basal breiterer, apikal verschmälerter, dicht mit kleinen Zähnchen besetzter Innensack und darin ein schmales Band dicht stehender längerer Zähne, aber ohne einzelne grössere Zähne; Parameren viel kürzer als der Medianlobus, an ihren Spitzen mit etwa 17 langen Borsten besetzt.

W e i b c h e n: 8. Sternit ( Abb. 320 View Abb ). Valvifer apikal gesägt. 10. Tergit wie beim Männchen.

Kopf schmäler als die Elytren, Stirn wenig breit, insgesamt konkav eingesenkt, Längsfurchen tief, Mittelteil breitbeulig erhoben, unpunktiert, deutlich etwas schmäler als jedes der Seitenteile, unterhalb des Niveaus der Augeninnenränder liegend; Punktierung ziemlich grob und dicht, mittlerer Punktdurchmesser so gross wie der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume kleiner als die Punktradien. Fühler kurz, zurückgelegt bis ins hintere Pronotumdrittel reichend, vorletzte Glieder wenig länger als breit. Pronotum so lang wie breit, seitlich stark gewölbt, hinten deutlich, aber nur wenig konkav eingezogen; längs der Mitte wird eine deutliche Furche sichtbar; Punktierung/Skulptur sehr grob und dicht, hinten rugos, mittlerer Punktdurchmesser so gross wie der grösste Querschnitt des 2. Fühlergliedes, die wulstigen Punktzwischenräume auf der Scheibe selten so gross wie die Punktradien, seitlich deutlich kleiner als diese. Elytren subquadratisch, breiter als lang, Seiten hinter den eckigen Schultern lang, gerade, schwach erweitert, im hinteren Viertel eingezogen, Hinterrand breit ausgerandet; Naht- und Schultereindruck flach; die im Vergleich zum Pronotum deutlich flachere Skulptur besteht in der Nahthälfte aus mehr oder weniger kurzen, unordentlichen Furchen, im der Aussenhälfte, vor allem im Bereich der Makeln aus länger zusammenfliessenden Punkten, die Punkte sind etwas weniger grob als am Pronotum als am Pronotum, die Wülste zwischen ihnen sind im Nahtdrittel oft grösser als die Punkte, aussen kleiner als die Punktradien, vgl. a. u.. Das kiellose Abdomen ist seitlich breit, leicht aufgebogen, gerandet, Paratergite 4 so breit wie die Hinterschienen an ihrer Basis (6), beim ♀ so breit wie die Hinterschienen an ihrer Spitze, grob, einreihig punktiert; basale Querfurchen der vorderen Tergite tief, Hinterrand des 7. Tergits mit deutlichem Hautsaum; die Punktierung ist fein (vorn) bis sehr fein (hinten), weitläufig, die Punkt- zwischenräume sind mehrfach so gross wie die Punkte ( Abb. 134 View Abb ). An den Beinen sind die Hintertarsen drei Viertel schienenlang, ihr 1. Glied ist so lang wie die beiden folgenden Glieder zusammengenommen, deutlich länger als das Klauenglied. Die gesamte Oberseite ist dicht genetzt.

Variabilität: Die Skulptur im Bereich der Elytrenmakel variiert zwischen stark bis wenig furchig, es entsteht aber keine Rosette.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art unterscheidet sich von S. unctus nov.sp.. u. a. durch bedeutendere Grösse, gröbere Punktierung von Pronotum und Elytren sowie feinere und weitläufigere Punktierung des Abdomens. Vom sehr ähnlichen S. unctivestitus nov.sp. trennt man sie durch fehlende Rosette im Bereich der Elytrenmakel und abweichenden Innenbau des Aedoeagus. Zur Unterscheidung von den übrigen ähnlichen Arten vergleiche man die Bestimmungstabelle.

Etymologie: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf ihren fettigen Glanz (Lat. unctivestis = fettig bekleidet).

CNC

Canadian National Collection of Insects, Arachnids, and Nematodes

AMNH

American Museum of Natural History

ZML

St Petersburg State University

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus