Stenus multiclavatus, Puthz, 2016

Puthz, Volker, 2016, Übersicht über die neotropischen Arten der Gattung Stenus LATREILLE mit seitlich gerandetem Abdomen und ungelappten Tarsen (Coleoptera, Staphylinidae) 350. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 48 (2), pp. 1551-1634 : 1572-1574

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5355748

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03C78799-FFF9-E030-0FF9-246CAD43FE57

treatment provided by

Marcus

scientific name

Stenus multiclavatus
status

nov.sp.

Stenus multiclavatus nov.sp. ( Abb. 50 View Abb , 88, 121, 202)

M a t e r i a l: Holotypus (6): ECUADOR: Pichincha, 10 km W Mindo, Mindo road, 1375m, 0 o 4’23’’S, 78 o 45’14’’W, misc. coll., 28.III.1999, R. Brooks. 1♀ - Paratypus: ibidem, fungus covered log, 28.III.1999, idem.- HT und PT im KSEM.

B e s c h r e i b u n g: Makropter, schwarz mit leichtem Metallschimmer, jede Elytre mit der Andeutung einer kleinen, ovalen, rötlichen Makel in der hinteren Aussenhälfte ( Abb. 50 View Abb ), schwach glänzend; Vorderkörper grob und sehr dicht, am Pronotum und auf den Elytren überwiegend rugos punktiert/skulptiert, Abdomen mässig grob, dicht punktiert, lang, anliegend beborstet. Kiefertaster hellgelb. Fühler mittelbraun, die Keule

etwas dunkler. Beine hell- bis mittelbraun. Clypeus schwarz, Obetrlippe dunkelbraun, ziemlich dicht beborstet, Abdomen seitlich breit gerandet, Tarsen ungelappt.

Länge: 3,8-4,3mm (Vorderkörperlänge: 2,0- 2,1mm).

PM des HT: HW: 32,5; DE: 17; PW: 26; PL: 26; EW: 38,5; EL: 37; SL: 30.

Mä n n c h e n: Schenkel gekeult, Hinterschienen in ihrer Spitzenhälfte leicht nach innen gekrümmt, Mittelschienen mit deutlichem Apikaldorn, Hinterschienen mit deutlichem Präapikaldorn. Metasternum breit eingedrückt, grob und dicht auf glänzendem Grund punktiert, längs der Mitte mit einer Reihe feinerer Punkte. 3. Sternit einfach; Sternite 4-6 median breit und flach eingedrückt; 7. Sternit vor dem Hinterrand median fein und dicht punktiert und beborstet, Hinterrand kaum ausgerandet. 8. Sternit mit dreieckigem, im Grunde gerundetem Ausschnitt im hinteren Fünftel des Sternits. 9. Sternit apikolateral gesägt. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 202), Apikalpartie des Medianlobus vorn breit stempelförmig erweitert; im Innern ein langes Band, das kammähnlich mit langen, starken Zähnen besetzt ist, eingebettet in einem mit kleineren und schwächer sklerotisierten Zähnchen besetzten Schlauch; Parameren viel kürzer als der Medianlobus, mit etwa 28 Borsten.

W e i b c h e n: 8. Sternit (ähnlich Abb. 287 View Abb ), die vorgezogene apikomediane Spitze leicht dorsad gebogen. Valvifer apikal gesägt. 10. Tergit wie beim Männchen.

Kopf deutlich schmäler als die Elytren, Stirn mässig breit, insgesamt konkav eingesenkt, Mittelteil schmäler als jedes der Seitenteile, längsbeulig erhoben, nicht die Höhe der Augeninnenränder erreichend, schmal unpunktiert; Punktierung grob und sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes oder auch so gross wie dessen apikaler Querschnitt, Punktzwischenräume kleiner als die Punktradien; neben dem hinteren Augeninnenrand ist beim Holotypus eine kleine, deutliche, weitläufiger punktierte Beule ausgeprägt (beim Paratypus kaum deutlich). Fühler kurz, zurückgelegt bis ins hintere Pronotumviertel reichend, vorletzte Glieder sehr wenig länger als breit. Pronotum so lang wie breit, etwa in der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn konvex, nach hinten konkav verengt; längs der Mitte wird eine schmale Furche mehr oder weniger deutlich; Punktierung/Skulptur sehr grob, dicht, überwiegend kurz-zusammenfliessend, Punkte etwa so gross wie auf der Stirn, die gewölbten Punktzwischenräume so gross wie die Punktradien oder auch grösser. Elytren subquadratisch, breiter als lang, Seiten hinter den eckigen Schultern lang gerade, schwach erweitert, im hinteren Fünftel eingezogen, Hinterrand breit ausgerandet; Naht- und Schultereindruck deutlich; die Skulptur ist etwas gröber als am Pronotum, überwiegend kurz-zusammenfliessend, in der hinteren Aussenhälfte (an den Makeln) länger, längs-zusammenfliessend, Punktzwischenräume etwa so gross wie die Punktradien. Abdomen seitlich breit, aufgebogen gerandet, Paratergite 4 beim Männchen so breit wie die Hinterschienen an ihrer Basis, beim Weibchen fast so breit wie die Hinterschienen an ihrer Spitze, grob und dicht, einreihig punktiert; basale, kiellose Querfurchen der ersten Tergite tief, 7. Tergit mit deutlichem apikalem Hautsaum; Punktierung ziemlich grob, seitlich sehr, median weniger dicht; vorn sind die Punkte so grob wie der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, hinten etwas kleiner (Abb. 88, 121). An den Beinen sind die Hintertarsen gut drei Viertel schienenlang, ihr 1. Glied kaum länger als die zwei folgenden Glieder zusammengenommen, etwas länger als das Klauenglied. Am Abdomen sind die Tergite 7 und 8 deutlich, die vorderen Tergite undeutlich genetzt; eine Netzung wird auch auf den erhobenen Wülsten zwischen den Punkten des Pronotums und der Elytren erkennbar.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art ähnelt im Aedoeagus dem S. cibdelos nov.sp., unterscheidet sich aber auch äusserlich von ihm durch geringere Grösse, viel stärker zusammenfliessende Skulptur von Pronotum und Elytren und vor allem durch ihre viel dichtere Punktierung des Abdomens. Von S. pseudogutta PUTHZ unterscheidet sie sich äusserlich durch weniger grobe Punktierung des Pronotums und noch dichtere Abdominalpunktierung sowie durch das deutlich genetzte 7. Tergit.

E t y m o l o g i e: Wegen der vielen Zähne ("Nägel") im Innern des Medianlobus nenne ich diese neue Art " multiclavatus " (Lat. = viele Nägel tragend).

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus