Orchidaceae

Elias Landolt, 2001, Orchidaceae, Flora des Sihltals von der Stadt Zürich bis zum Höhronen, Basel: Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich, pp. 232-258: 232-233

publication ID

http://doi.org/ 10.5281/zenodo.248047

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03E787D7-FFE1-2223-999A-FB52FE36F801

treatment provided by

Plazi

scientific name

Orchidaceae
status

 

Orchidaceae  Orchideen

1. Lippe einem Schuh oder Pantoffel ähnlich Cypripedium  (S. 234)

1*. Lippe nicht schuh- oder pantoffelförmig

2. Pflanze ohne grüne Blätter; Stengelblätter schuppenförmig, scheidenartig umfassend

3. Lippe mit Sporn

4. Sporn und Lippe aufwärts gerichtet; Sporn länger und dicker als der Fruchtknoten Epipogium  (S. 234)

4* Sporn etwa ¼ so lang wie der Fruchtknoten, diesem anliegend Corallorhiza  (S. 234)

3*. Lippe ohne Sporn, am Grunde mit sackartiger Vertiefung Neottia  (S. 235)

2*. Pflanze mit grünen Blättern

5. Lippe ohne Sporn, am Grunde gelegentlich bauchig vertieft

6. Lippe auf der Vorderseite samtig, dunkelbraun, meist gezeichnet, deutlich anders gefärbt als die 3 äusseren Perigonblätter Ophrys  (S. 235)

6*. Lippe nicht samtig, wenn dunkelbraun, dann nicht deutlich anders gefärbt als die 3 äusseren Perigonblätter

7. Alle Perigonblätter glockenförmig zusammenneigend, 10-25 mm lang, die Lippe meist verdeckend Cephalanthera  (S. 237)

7*. Perigonblätter die Lippe nicht verdeckend

8. Lippe ungeteilt (keine Zähne oder Abschnitte), am Rande glatt oder wellig und kraus

9. Blüten klein, dicht stehend, auf 1-2 schraubenförmigen Umdrehungen um die Hauptachse angeordnet Spiranthes  (S. 238)

9*. Blüten nicht schraubenförmig angeordnet

10. Lippe durch einen tiefen Einschnitt in einen unteren und einen oberen Teil gegliedert; Blüten hängend Epipactis  (S. 240)

10*. Lippe nicht in einen oberen und einen unteren Teil gegliedert

11. Stengel und Blüten dicht drüsenhaarig Goodyera  (S. 243)

11*. Stengel und Blüten kahl Liparis  (S. 243)

8*. Lippe 2-, 3- oder 4teilig oder mit Zähnen

12 Innere Perigonblätter länger als die äusseren Herminium  (S. 244)

12*. Innere Perigonblätter nicht länger als die äusseren

13. Lippe bis auf 1/2 oder 1/3 2teilig Listera  (S. 244)

13*. Lippe bis auf 1/4 3teilig Aceras  (S. 245)

5. Lippe mit Sporn (bei einigen Arten sehr klein)

14. Lippe ungeteilt, ganzrandig

15. Sporn 11/2-21/2mal so lang wie der Fruchtknoten; Lippe abwärts gerichtet Platanthera  (S. 245)

15*. Sporn bis 1/4 so lang wie der Fruchtknoten; Lippe aufwärts gerichtet Nigritella  (S. 247)

14*.Lippe geteilt (meist 3teilig)

16. Perigon grünlich, oft braunrot überlaufen Coeloglossum  (S. 246)

16*. Perigon weiss, gelb, rot oder violett

17. Sporn dünn, fadenförmig, kaum 1 mm dick

18. Lippe am Grunde mit 2 vorspringenden Platten Anacamptis  (S. 247)

18*. Lippe am Grunde ohne Platten Gymnadenia  (S. 247)

17*. Sporn zylindrisch oder kegelförmig, dicker als 1 mm weiss

19. Die äusseren Perigonblätter bis 4 mm lang, oder grünlichweiss; helmförmig zusammenneigend Pseudorchis  (S. 246)

19*. Die äusseren Perigonblätter länger als 6 mm oder schwarzrot

20. Die äusseren Perigonblätter in eine keulenförmige Spitze ausgezogen Traunsteinera  (S. 253)

20*. Die äusseren Perigonblätter ohne keulenförmige Spitze

21. Tragblätter krautig, blattartig; meist deutlich länger als der Fruchtknoten; Sporn abwärts gerichtet; Knollen fingerförmig geteilt Dactylorhiza  (S. 254)

21*. Tragblätter häutig, selten krautig, dann aber Sporn abwärts gerichtet oder waagrecht; Knollen ungeteilt Orchis  (S. 250)

Bemerkungen. Zwischen verschiedenen Gattungen sind Bastarde möglich. Die Orchideen wurden anfangs dieses Jahrhunderts von O. Naegeli für die Flora des Kantons Zürich bearbeitet. Leider konnte das Manu- skript nicht aufgefunden werden.

Die Orchideen besitzen sehr leichte Samen, die durch den Wind über viele Kilometer weit transportiert werden. Einzelpflanzen können deshalb immer wieder weit ab vom nächsten Fundort, auch mitten in der Stadt gefunden werden.