Hemipterochilus tricolor, Gusenleitner, 2007

Gusenleitner, J., 2007, Hemipterochilus tricolor, eine neue Eumeninae aus Marokko (Hymenoptera: Vespidae: Eumeninae), Linzer biologische Beiträge 39 (1), pp. 117-118 : 117-118

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5406277

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.5476509

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03F88D0D-7925-FFF9-AAEA-6FA3FE142A8F

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Hemipterochilus tricolor
status

nov.sp.

Hemipterochilus tricolor nov.sp..

H o l o t y p u s: Marokko, Sous-Massa N.P. bei Sidi Rbat, 30°04’40,0’’N 09°40’06,2’’W, 2.4.2006 ,,leg.P.Hartmann,coll.OLM.P a r a t y p u s: Funddaten wie Holotypus ,, coll. m.

Die Art ist ähnlich Hemipterochilus moricei (VON SCHULTHESS 1923) , eine ebenfalls in Nordwestafrika beheimatete Art, da sie auf dem Abdomen neben weissen, auch rote Farbelemente besitzt. Das unterscheidet sich aber sofort durch den tief ausgeschnittenen Clypeus (bei H. moricei ist er flach ausgeschnitten) und den abgerundeten Schultern (bei H. moricei deutlich vorstehend). Ausserdem haben die Mandibeln nach dem Basiszahn eine "Zahnlücke". Diese fehlt bei der Vergleichsart. Während bei H. moricei die Mesopleuren, das Schildchen und das Hinterschildchen vollständig schwarz gefärbt sind, besitzt die hier beschriebene Art an diesen Abschnitten weisse Zeichnungselemente.

Bei schwarzer Grundfarbe sind weiss gefärbt: die Mandibeln fast vollständig, der Clypeus, Binden von den Augenausschnitten entlang der Augen bis zum Clypeus, ein Fleck auf der Stirn, schmale Streifen auf den Schläfen, grosse Flecken beiderseits auf dem Pronotum (bei H. moricei eine durchgehende Binde), Flecken an den oberen Abschnitten der Mesopleuren, Flecken auf den Tegulae, die Parategulae, je zwei Flecken auf dem Schildchen und dem Hinterschildchen, die Spangen seitlich von Schildchen und Hinterschildchen, schmale Endbinden auf den Tergiten 2 bis 6, ein Fleck auf dem 7. Tergit (fehlt beim Paratypus) und nur beim Paratypus kleine Seitenflecken auf den Sterniten 3 bis 5. Flecken auf den Coxae II und III (beim Paratypus auch auf Coxae I), Flecken von unterschiedlicher Grösse bei Holo- und Paratypus auf den Schenkeln I und II. Rot gefärbt sind: das 1. Geisselglied und die Unterseiten der anderen Geisselglieder, Flecken auf den Mesopleuren (fehlen beim Paratypus), grosse Seitenflecken auf den Tergiten 1 und 2 (nur in der Mitte schmal schwarz), Seitenflecken auf den Tergiten 3 und 4 (fehlen beim Paratypus), das 2. Sternit vollständig, Flecken von unterschiedlicher Grösse auf den Sterniten 3 und 4 (fehlen beim Paratypus) und die Beine soweit nicht hell gezeichnet. Die Trochanter sind schwarz. Die Flügel sind, wie bei der Vergleichsart, schwach bräunlich getrübt.

Die Mandibeln haben nach dem Basiszahn eine "Zahnlücke". Der Clypeus ist etwas breiter als lang (4,5: 4,3) (bei H. moricei 4,2: 4,2), der Ausschnitt ist halbkreisförmig (Breite: Tiefe = 4,0: 2,2) (bei H. moricei 4,5: 0,8) und breiter als der Abstand der Fühlergruben (4,0: 2,5) (bei H. moricei 4,5: 3,0). Der Clypeus ist dicht und fein punktuliert und besitzt eine sehr kurze, silbrige Pubeszenz. Ebenfalls fein punktuliert sind die Fühlerschäfte. Die Stirn und der Scheitel sind grob und dicht punktiert, die Schläfen etwas weitläufiger. Das Pronotum ist auf der Horizontalfläche und den Seitenflächen etwas gröber, aber weitläufiger als die Stirn, punktiert, die Vorderwand ist punktlos und glänzt. Eine scharfe, durchgehende Kante befindet sich am Übergang zur Vorderwand. Diese fehlt bei der Vergleichsart in der Mitte. Die Schultern sind, von hinten betrachtet, abgerundet. Das Mesonotum, die Mesopleuren, das Schildchen und die Horizontalfläche des Hinterschildchens sind ähnlich wie die Stirn punktiert. Die Parapsidenfurchen sind auf dem Mesonotum deutlich zu erkennen. Die Vertikalfläche des Hinterschildchens ist fast vollständig punktlos und glänzt stark. Das Propodeum ist am Übergang zu den Seitenwänden abgerundet, nur oben schwach ausgebuchtet. Die Konkavität ist weitläufig flach punktiert und glänzt stark. Die Seitenwände sind oben punktiert, unten mikroskopisch gestreift und wie die Metapleuren matt. Die Tergite sind chagriniert und matt. Auf den Tergiten I und II ist, besonders deutlich an den Seiten des 2. Tergites und auf dem gesamten 1. Tergit, eine gröbere Überpunktierung vorhanden. Das 2. Sternit ist im Seitenprofil flach konvex gebogen, fällt aber steiler zur Basalfurche ein. Die Sternite besitzen eine flache, weitläufige Überpunktierung, welche gegen das 6. Sternit an Grösse abnimmt. Die Beine glänzen seidig und besitzen keine Punkte.

Die helle Behaarung auf der Stirn ist etwa 1½ mal so lang wie der Durchmesser einer Ocelle. Sehr kurz und dunkel sind der Scheitel und die Schläfen behaart. Sehr kurz ist auch die Behaarung auf der Thorax-Oberseite. Die Mesopleuren sind etwas länger und heller behaart und das Propodeum hat teilweise eine Behaarung von einer Länge wie jene auf der Stirn. Das Abdomen besitzt nur eine staubartige, helle Pubeszenz.

Länge: 13 mm.

Das ist nicht bekannt.