Stenus hidalgo, Puthz, 2015

Puthz, Volker, 2015, Neotropische Stenus-Arten mit seitlich gerandetem Abdomen und gelappten Tarsen (Coleoptera, Staphylinidae) 344. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 47 (2), pp. 1601-1727 : 1657-1658

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5284596

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/122C275F-B232-FFA4-29D3-BB97FE515113

treatment provided by

Marcus

scientific name

Stenus hidalgo
status

nov.sp.

Stenus hidalgo nov.sp. ( Abb. 52 View Abb , 54, 67, 120, 244, 254, 262)

T y p u s m a t e r i a l Holotypus () und 6, 3 - Paratypen: COSTA RICA: Puntarenas Prov., Altamira Biological Station , 1510-1600m, 9 o 01.76‘N, 83 o 00.49’W, treefall litter, 7.VI.2004, Ashe, Falin & Hinojosa GoogleMaps ; 1 - Paratypus: Puntarenas Prov., Reserva de Monteverde , 23.-24.V.1979, J.M. & B.A. Campbell. - HT und PTT im KSEM, PTT auch im CNC und in cP .

B e s c h r e i b u n g Makropter, schwarz, Vorderkörper fast matt, Abdomen glänzend, Pronotum und Elytren grob und äusserst eng, langfurchig skulptiert, Abdomen überwiegend grob und mässig dicht punktiert; Beborstung unauffällig. Fühlerbasis mittelbraun, Keule wenig dunkler. Kiefertaster rötlichgelb. Paraglossen actiniform. Beine hell rötlichbraun, Schenkel- und Tarsengliedspitzen kurz verdunkelt. Clypeus und Oberlippe schwarz, ziemlich dicht beborstet. Abdomen seitlich ziemlich breit gerandet, 4. Tarsenglied tief gelappt.

L ä n g e: 6,8-8,0mm (Vorderkörperlänge: 3,6-4,0mm).

PM des HT: HW: 58; DE: 32; PW: 42,5; PL: 47; EW: 67; EL: 62; SL: 49.

M ä n n c h e n: Schenkel wenig gekeult. Metatrochanter mit winzigem Zahn. Mittel- und Hinterschienen ohne apikale Dornen (!). Metasternum in der Hinterhälfte jederseits schwach gewölbt, median schmal eingedrückt, Punktierung in der Hinterhälfte auf flach genetztem Grund grob und dicht, in der Vorderhälfte sehr fein und sehr dicht. Vordersternite einfach, 7. Sternit median abgeflacht, und daselbst viel dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, Hinterrand flach ausgerandet. 8. Sternit mit dreieckigem Ausschnitt etwa im hinteren Viertel (8: 37). 9. Sternit apikolateral gesägt, mit Borstenpinsel. Aedoeagus ( Abb. 254 View Abb ), Apikalpartie des Medianlobus seitlich flachkonvex in eine wenig breit abgerundete Spitze verengt (Abb. 262), im Innern mit vorderem Feld von Ananasschuppen, hinten mit 13-15 starken, unregelmässig geformten Zähnen; Parameren etwas kürzer als der Medianlobus, an ihren Enden mit etwa 11 langen Borsten.

W e i b c h e n: 8. Sternit in der Mitte des Hinterrandes rundlich vorgezogen ( Abb. 244 View Abb ). Valvifer apikal gesägt. Cucumis ( Abb. 120 View Abb ).

Kopf viel schmäler als die Elytren, Stirn sehr breit, mit tiefen Längsfurchen ( Abb. 52 View Abb ), Mittelteil fast einhalb so schmal wie jedes der Seitenteile, kräftig beulig erhoben, aber nicht das Niveau der Augeninnenränder erreichend; Punktierung, abgesehen vom erhobenen Mittelteil, überall grob und äusserst dicht, mittlerer Durchmesser der überwiegend längs-ausgezogenen Punkte fast so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlerglieds, Punktzwischenräume viel kleiner als die Punktradien ( Abb. 52 View Abb ). Fühler schlank, zurückgelegt überragen sie mit mindestens ihrem letzten Glied den Pronotumhinterrand, die vorletzten Glieder sind um ein Drittel länger als breit. Pronotum etwas länger als breit, knapp hinter der Mitte am breitesten, von dort seitlich nach vorn flachkonvex, nach hinten kräftig konkav verengt; in der Mitte befindet sich ein deutlicher, kurzer Längsein- druck, jederseits davon ein tiefer Quereindruck; die Skulptur besteht aus langen, zusammenfliessenden, grob punktierten, tiefen Querfurchen, die so dicht aufeinander folgen, dass der Eindruck einer holzkohlenartigen Mattigkeit entsteht (Abb. 55). Die grossen Elytren sind etwas breiter als lang, Schultern eckig, Seiten lang gerade, im hinteren Viertel schwach eingezogen, der Hinterrand ist vergleichsweise wenig tief ausgerandet; Naht- und Schultereindruck sind tief; die Skulptur ist ähnlich grob, dicht und tief wie am Pronotum, die kielartig erhobenen Punktzwischenräume aber unterschiedlich ausgerichtet, in der Hinterhälfte überwiegend schräg nach innen-hinten, in der Vorderhälfte überwiegend quer ( Abb. 67 View Abb ), im hinteren Aussenviertel etwas gedreht, ohne dass dort eine deutliche Rosette entstünde. Das Abdomen ist ziemlich breit gerandet, die Paratergite 5 sind wenig breiter als das 1. Glied der Hintertarsen, weiläufig punktiert, die basalen Querfurchen der ersten Tergite sind sehr tief, das 7. Tergit trägt am Hinterrand einen breiten Hautsaum; die Punktierung ist überwiegend grob und mässig dicht, auf dem 3. Tergit sind die Punkte so gross wie der apikale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände seitlich kleiner, in der Mitte erheblich grösser als die Punkte; nach hinten wird die Punktierung feiner, auf dem 7. Tergit sind die Punkte feiner als eine Facette am Augeninnenrand, ihre Abstände gut dreimal so gross wie die Punkte. An den schlanken Beinen sind die gelappten Hintertarsen mehr als drei Viertel schienenlang, ihr 1. Glied ist deutlich kürzer als die drei folgenden Glieder zusammengenommen, deutlich länger als das Klauenglied. Die gesamte Oberseite ist deutlich genetzt, die Netzung des Vorderkörpers aber weniger auffällig als diejenige des Abdomens.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e Diese neue Art lässt sich auf den ersten Blick durch ihre matte, engfurchige Skulptur des Vorderkörpers und ihre bedeutende Grösse erkennen. Sie weicht von allen übrigen einfarbigen Arten mit gerandetem Abdomen und gelappten Tarsen überdies durch das Fehlen von apikalen Dornen an den Mittel- und Hinterschienen der Männchen ab.

E t y m o l o g i e: Ich wähle für diese ungewöhnlich, auffällige Art den Namen Hidalgo (= Adliger).

CNC

Canadian National Collection of Insects, Arachnids, and Nematodes

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus