Cynoglossum officinale L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Boraginaceae, Birkhaeuser Verlag : 55

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/20E33833-DC0F-9E35-5B27-CF3932B914F6

treatment provided by

Donat

scientific name

Cynoglossum officinale L.
status

 

Cynoglossum officinale L.

Echte Hundszunge

2 jährig, mit dicker Pfahlwurzel; 0,2-0,8 m hoch; ganze Pflanze dicht und weich behaart. Stengel dicht beblättert, mit vielen Seitensprossen. Blätter lanzettlich, bis 20 cm lang, 4-6mal so lang wie breit, ganzrandig, auf der Unterseite mit deutlichen Seitennerven, die untersten allmählich in einen geflügelten Stiel verschmälert, die obern sitzend. Kelch bis zum Grunde geteilt, zur Fruchtzeit mit spitzen oder stumpfen, abstehenden, 5-7 mm langen Zipfeln. Stiel zur Fruchtzeit ca. 1 cm lang, schief abstehend. Krone zuerst violett, dann rotbraun, Röhre länger als der Kelch, Durchmesser ca. 6 mm; Schlundschuppen aus der Kronröhre herausragend, die Staubblätter überragend. Teilfrüchte 6 - 8 mm lang, mit Randwulst, auf dem die ca. 0,5 mm langen Stacheln mit Widerhaken an der Spitze viel dichter stehen als auf der Außenfläche. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 24: Zahlreiche übereinstimmende Zählungen in Löve und Löve (1961), Gadella und Kliphuis (1966), Delay (1970b).

Standort. Kollin, montan und subalpin, selten alpin. Meist trockene, stickstoffreiche, sandige bis lehmige Böden in heißen Lagen. Lägerstellen (oft auch unter vorspringenden Felsen), Alnus incana- Wald, Waldschläge, Schuttplätze. Unkrautgesellschaften (z. B. Onopordion acanthii Br.-Bl. 1926, Atropion Br.-Bl. 1930).

Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordwärts bis Schottland, Skandinavien (ca. 61° NB), Nordrußland (in Sibirien bis ca. 62° NB); ostwärts bis Jenissei und Transbaikalien; südwärts bis Mittelspanien, Korsika, Süditalien, Griechenland, Krim, Kaukasus, Zentralasien. - Im Gebiet in den trockenen Tälern der Zentralalpen häufig, sonst verbreitet in den Gegenden mit Weinbauklima (im Nordosten ziemlich selten).

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