Anchusa L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Boraginaceae, Birkhaeuser Verlag : 87-85

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/2DA4DB9C-1519-C8AB-1A8A-30F211729FF9

treatment provided by

Donat

scientific name

Anchusa L.
status

 

Anchusa L.

Ochsenzunge

1 jährige oder mehrjährige Kräuter. Blätter lanzettlich, meist sitzend und den Stengel teilweise umfassend. Blüten in meist vielblütigen Blütenständen mit Tragblättern. Kelch mindestens bis auf ⅓ der Länge, oft bis fast zum Grunde 5teilig. Krone blau, violett, gelb oder weiß; Kronröhre kürzer bis viel länger als der Kelch, gerade oder gebogen; Zipfel breit abgerundet und von ± gleicher Form. Schlundschuppen behaart, die Staubblätter überragend, aus der Kronröhre herausragend. Staubblätter in der Kronröhre eingeschlossen oder teilweise herausragend. Teilfrüchte mit wulstigen und kantigen Rippen und dazwischen mit kleinen Warzen.

Die Gattung Anchusa umfaßt etwa 40 Arten, die im Mediterrangebiet, in Westasien und Südafrika verbreitet sind. Manche Arten sind als verwilderte Gartenpflanzen oder Unkräuter weit verbreitet.

Die Form der Kronröhre wurde bisher benützt, um die Gattungen Anchusa und Lycopsis zu trennen. Nach den Angaben in der Literatur soll Anchusa eine gerade Kronröhre besitzen, während sie bei Lycopsis gebogen ist. Diese Angaben sind irreführend: Bei A. officinalis z. B. ist der verwachsene Teil der Krone im obersten Drittel nach außen gebogen (z. B. Pflanzen bei Brig) oder gerade (z. B. Pflanzen bei Münster [ Münstertal]); bei Lycopsis besitzt die Krone eine ± deutliche, doppelte Biegung (einziges Gattungsmerkmal). Wir vereinigen deshalb die Gattung Lycopsis (einzige Art unserer Flora ist L. arvensis ) mit der Gattung Anchusa .

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