Plagiolepis custodiens

Mayr, G., 1895, Afrikanische Formiciden., Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien 10, pp. 124-154: 148

publication ID

4387

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/445B57E7-04B1-47F6-854E-62B83CF488DB

treatment provided by

Christiana

scientific name

Plagiolepis custodiens
status

 

P. custodiens Smith  HNS  .

Maennchen. Laenge 8.5 Mm. Schimmernd, braun, die Mandibeln, die Fuehler, besonders deren Schaft und die Beine heller, der Kopf schwarzbraun. Die gelbe abstehende Behaarung ist aeusserst spaerlich, die letzten Abdominalsegmente und die Unterseite des Abdomen reichlicher abstehend behaart, die Fuehler und Beine ohne abstehende Haare; die anliegende Pubescenz ist so wie beim Arbeiter und Weibchen schimmernd und dicht. Das Maennchen hat das allgemeine Aussehen eines Maennchens von Formica cinerea Mayr  HNS  , ist aber besonders durch die nur zwoelfgliedrigen Fuehler leicht zu unterscheiden, und der Thorax und der Hinterleib sind breiter. Der Koerper ist fein punktirt-gerunzelt, am Kopfe mehr gerunzelt-punktirt, doch ist die Sculptur wegen der dichten Pubescenz meist nicht gut zu sehen. Die Mandibeln sind dicht und scharf laengsgestreift, mit ziemlich schief gestelltem Kaurande, welcher sechs bis sieben Zaehne traegt, von denen der vordere gross ist. Der Kopf hat die Form wie bei Formica  HNS  . Der Clypeus ist in der Querrichtung staerker, in der Laengsrichtung wenig gewoelbt, sein Vorderrand ist massig bogig oder richtiger in der Mitte gerundet stumpfwinkelig, ein Mittelkiel ist nicht vorhanden. Die Stirnleisten gerade und parallel. Der Fuehlerschaft ist 2.5 Mm. lang, duenn, zwischen dem zweiten und dritten Drittel schwach gekruemmt (vielleicht nur eine individuelle Abweichung), das Enddrittel etwas dicker; die Geissei hat das zweite und dritte Glied lang, fast dreimal so lang als dick, das erste ist sehr wenig laenger, das vierte etwas kuerzer als das dritte, die folgenden nehmen bis zum vorletzten, welches 1 1 / 2 mal so lang als dick ist, an Laenge ab. Das Stirnfeld ist undeutlich abgegrenzt, breiter als lang, hinten stark abgerundet. Die Stirnrinne reicht vom Stirnfelde bis zum vorderen Punktauge. Der Kopf ist hinten sehr schwach bogig ausgerandet. Die Netzaugen sind convexer als bei Formica  HNS  , merklich kuerzer und etwas hinter der Mitte des Kopfes gelegen. Die Schuppe des Stielchens ist aufrecht, ziemlich quadratisch mit abgerundeten Ecken und sehr schwach ausgerandetem oberen Rande. Die aeusseren Genitalklappen sind laenger als an der Basis breit, am Ende sehr stark abgerundet. Die Fluegel sind wie beim Weibchen schwach gebraeunt.

Alle drei Geschlechter sind im Berliner Museum vom Cap der guten Hoffnung, Dar-es Salaam in Suedostafrika (Dr. Brauns); Sansibar, suedafrikanische Republik (Transvaal), Oranje-Freistaat, Port Natal (Coll. Mayr).

Der Arbeiter von P. fallax  HNS  Mayr, den ich vom Oranje-Freistaate und vom Cap der guten Hoffnung besitze, stimmt so ziemlich mit P. custodiens var. hirsuta Em.  HNS  ueberein, die langen Haare am Beugerande der Schenkel sind ebenso wie bei hirsuta  HNS  , die kurzen Haerchen an den Tibien wohl reichlicher als bei custodiens  HNS  , aber spaerlicher wie bei hirsuta  HNS  und nicht schief abstehend; die borstigen Haare am Beugerande der Tibien finde ich auch bei der Stammform, wenigstens an den Vorderschenkeln.