Meringopus optabilis, Schwarz, 2020

Schwarz, Martin, 2020, Zur Kenntnis der paläarktischen Meringopus-Arten (Hymenoptera, Ichneumonidae, Cryptinae), Linzer biologische Beiträge 52 (1), pp. 583-682 : 644-646

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5273884

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.10670986

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/4B386553-FFD2-FF92-FF48-65ADFE6F023C

treatment provided by

Marcus

scientific name

Meringopus optabilis
status

sp. nov.

24. Meringopus optabilis nov.sp.

Typen material: Holotypus (♀): " Iran Mazandarn prov. 15 km S Almadeh 36°26’N 51°54’E, 530 m J. Halada, 7.6.2014 ", "Holotypus", "Holotypus Meringopus optabilis SCHWARZ des. Mart. Schwarz ‘18" ( OLML) GoogleMaps . Paratypen (8♀♀; 7♂♂): Türkei: Süd-Türkei, 30 km E Osmaniye, Hasanbeyli , 10.6.1998, leg. Ma. Halada (1♀; OLML) ; Türkei or., Gevas / VanGölü , 29.6.1993, leg. K. Deneš (1♀; OLML) ; Türkei or., Tatvan env., 30.6.1993, leg. K. Deneš (2♀♀; OLML) ; Kuyucak , Adiyaman, 8.6.1998, leg. Ma. Halada (1♀, 4♂♂; OLML) ; gleiche Daten, nur leg. M. Snižek (1♂; OLML) ; Horasan 18 km E(,) Delibaba , 25.6.1993, leg. Mi. Halada (1♂; OLML) ; Tokat, 25.4.1989, leg. I. Büyükaru (1♂; ZSM) ; 50 km E Ercinzan, 15.7.1987, leg. J. Wimmer (1♀; MS). Armenien: Süd-Armenien, Vedi – Chozrov, 4.6.2003, leg. Múčka (1♀; OLML). Iran: gleiche Daten wie Holotypus (1♀; OLML) .

Diese Art ähnelt sehr stark M. pseudonymus (TSCHEK) und unterscheidet sich vorwiegend durch die deutlich gestreiften Mesopleuren, die etwas schlankeren basalen Geisselglieder sowie die grössere Anzahl an Fühlergliedern. Die Weibchen beider Arten stimmen in der Form der Bohrerspitze überein. Das Männchen ist reich weiss gezeichnet, wobei die Tegulae ganz weiss sind. Bei M. pseudonymus (TSCHEK) sind beim Männchen die Tegulae schwarz oder frontal weiss und nur sehr selten ganz weiss. In letzterem Fall ist der weisse Fleck in der Gesichtsmitte gross und lateral nach dorsal verlängert. Bei M. pseudonymus (TSCHEK) sind die Trochanteren II vorne meist schwarz, können aber auch ausgedehnt weiss sein, während diese bei M. optabilis nov.sp. stets ausgedehnt weiss sind. M. optabilis nov.sp. ist zwischen den Querleisten am Propodeum grob gerunzelt bzw. gestreift und M. pseudonymus (TSCHEK) weist hier meist eine feinere Runzelung auf, kann aber selten auch grob gerunzelt sein.

Beschreibung (♀) ( Abb. 55 View Abb , 114 View Abb ): Fühler 53-58gliedrig, 3. Glied (ohne Anellus) 4,9-5,4-mal so lang wie breit; Kopf und Thorax weisslich behaart, Haare kurz; Gesicht dicht und stellenweise mässig dicht punktiert, gekörnelt und matt; Clypeus glänzend und ausser ventral deutlich punktiert, wobei die Punkte sehr unterschiedlich gross sind; Wangen 1,1-mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis; Schläfen glänzend, stellenweise (vor allem ventral) schwach gekörnelt, mässig dicht und mässig fein bis mässig grob punktiert; Stirn tief eingedrückt, deutlich gestreift bis stellenweise gerunzelt, wobei Querstreifen meist überwiegen, glänzend sowie lateral punktiert und gekörnelt, Tentorialgruben stark entwickelt, oberhalb der Fühler kein Wulst; Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,8-1,0-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander; Kopf hinter den Augen (in Dorsalansicht) schwach verschmälert und schwach konvex.

Pronotum lateral gestreift sowie manchmal stellenweise netzförmig gerunzelt, dorsal mit deutlicher Punktierung; Mesoscutum dicht und stellenweise mässig dicht punktiert sowie glänzend, Punkte überwiegend mässig fein, einzelne aber mässig grob; Notauli lang und deutlich; Schildchen mässig dicht bis dicht punktiert; Mesopleuren fast ganz bis nur stellenweise deutlich gestreift, zusätzlich unterschiedlich ausgedehnt netzförmig gerunzelt, im Randbereich stellenweise mit Punktierung; Speculum meist mit grosser glatter Stelle, sonst deutlich punktiert; Metapleuren vollständig netzförmig gerunzelt bis stellenweise gestreift.

Propodeum mässig lang, beide Querleisten vorhanden, wobei die vordere Querleiste schwach entwickelt bis deutlich ist, die hintere Querleiste vollständig und deutlich sowie sublateral ohne Apophysen; Propodeum netzförmig gerunzelt, zwischen den Querleisten Runzelung kräftig.

Femora I ventral und auf der Hinterseite in der Ventralhälfte etwas zerstreut punktiert und glänzend; Femora III 5,1-5,6-mal so lang wie hoch; 3. Glied der Tarsen II kaum verbreitert.

Areola im Vorderflügel nach vorne stark konvergierend, Vorderrand mässig breit bis breit; Nervulus antefurkal; Axillarader im Hinterflügel vom Flügelrand divergierend und apikal schwach zum Flügelrand gebogen.

Petiolus lateral deutlich quergestreift; Dorsalleisten reichen bis etwa zu den Stigmen oder etwas darüber hinaus; Postpetiolus gekörnelt und matt sowie mit zerstreuter flacher Punktierung; 2. Gastertergit gekörnelt und matt sowie mit zerstreuter sehr feiner und kaum erkennbarer Punktierung; Bohrerklappen 1,5-1,6-mal so lang wie die Tibien III; Legebohrer schwach aufwärts gekrümmt und kräftig; Bohrerspitze 4,9-5,2-mal so lang wie hoch, ventral mit deutlichen und regelmässig angeordneten Zähnchen, Dorsalrand der Bohrerspitze in Lateralansicht gerade, Nodus schwach und ohne Furche.

Färbung: schwarz; weisslich sind meist innere Orbitae unterschiedlich ausgedehnt, Fleck der Scheitelorbitae und meist äussere Orbitae teilweise; Mandibeln vor den Zähnen schmal rötlich; orange sind manchmal schmaler Hinterrand des Postpetiolus, Gaster ab dem 2. Tergit (manchmal Gaster apikal etwas verdunkelt), Femora, Tibien I und II, häufig Tarsen I und II; Femora III meist schmal apikal verdunkelt; Tibien III und Tarsen III schwärzlich bis bräunlich, Tarsen III manchmal teilweise orangebraun; Tarsen I und II oft bräunlich; Flügel schwach verdunkelt.

Körperlänge: 12,0- 15,8 mm.

♂ (Abb. 56-57): Skulptur sehr ähnlich wie beim Weibchen, durchschnittlich aber etwas feiner; Fühler 49-53gliedrig, Tyloide an den Gliedern 20/21-26/27/28, 3. Glied (ohne Anellus) 3,1-3,4-mal so lang wie breit, Fühler im Bereich der Tyloide kaum verbreitert und apikal zugespitzt, 4-5 Fühlerglieder mit Tyloide lateral auf der Aussenseite mit deutlicher grubenförmiger Vertiefung an der Basis der Fühlerglieder, die Vertiefung beträgt maximal 0,3 der Länge des Fühlergliedes; Wangen 0,8-0,9-mal so lang wie die Breite der Mandibelbasis; Kopf und Thorax mässig kurz weisslich behaart; Abstand eines lateralen Ocellus zum Auge 0,9-1,0-mal so lang wie der Abstand der lateralen Ocellen zueinander.

Femora I ventral und auf der Hinterseite in der Ventralhälfte mässig dicht bis dicht punktiert und glänzend; Femora III 6,1-6,7-mal so lang wie hoch.

Postpetiolus und 2. Gastertergit glänzend und nur sehr schwach gekörnelt, mit sehr feiner Punktierung; Clasper dorsal ohne Erweiterung und caudal gerundet.

Färbung: schwarz; weisslich sind Scapus ventral, innere Orbitae (Facialorbitae sehr breit), Fleck der Scheitelorbitae, äussere Orbitae teilweise, Fleck in der Gesichtsmitte (ungefähr rechteckig), Clypeus median, Mandibeln ausser den Zähnen, Palpen teilweise, manchmal Collare teilweise, Subtegularwulst, Tegulae, Coxen I und II jeweils vorne teilweise, Trochanteren I und II jeweils vorne teilweise und Ring der Tarsen III; orange sind Palpen teilweise, Gastertergite 2-7, Clasper basal, manchmal Trochantellen I, Femora I und II, Femora III ganz bis nur dorsal teilweise, Tibien I und II, manchmal Tibien III teilweise, Tarsen I und II; Tibien III ganz oder teilweise bräunlich bis schwärzlich.

Körperlänge: 12,5-16,3 mm.

OLML

Oberösterreichisches Landesmuseum

ZSM

Bavarian State Collection of Zoology

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Ichneumonidae

Genus

Meringopus

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