Oppiella

Weigmann, G. & Miko, L., 2006, Hornmilben (Oribatida) [pages 261 to 322], Hornmilben (Oribatida) [Dahl, Tierwelt Deutschlands, Teil 76], Keltern: Goecke & Evers, pp. 261-322: 272-281

publication ID

Weigmann2006pp261to322

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/5A6A5DF7-F17E-291B-CD02-3CFA07D38945

treatment provided by

Thomas

scientific name

Oppiella
status

 

Oppiella  Jacot, 1937

Typ: Eremaeus novus  Oudemans, 1902.

Die Taxonomie der Gattung ist nicht allgemein Konsens, es gibt bisher zwei unterschiedliche Konzeptionen. Die eine folgt dem pragmatischen Ansatz von Balogh (1983), Subias & Balogh (1989) und Balogh & Balogh (1992), die zu einer Aufspaltung der klassischen Taxa in etliche kleine Gattungen führt, die jedoch teils nur auf verschiedenen Kombinationen typologischer Merkmale beruhen (vgl. Subias & Arillo 2001). Bei der offensichtlichen morphologischen Variabilität mehrerer Merkmale bei Arten innerhalb der Gattung " Oppiella  sensu lato" führt dieses Verfahren zur Errichtung jeweils einer neuen Gattung für jede neue Merkmalskombination. Eine andere Konzeption ist vergleichsweise sehr konservativ und betrachtet fast alle europäischen Gattungen dieses Komplexes als Angehörige einer einzigen Gattung Oppiella  (Seniczak 1975; Woas 1986). Der hier vorgelegte Ansatz liegt zwischen diesen beiden anderen Konzeptionen und läßt sich aus einem sorgfältigen Studium der Variabilitäten spezieller Arten innerhalb einzelner Populationen und zwischen unterschiedlichen Populationen herleiten. Es scheint so zu sein, dass die Artengruppe noch relativ jung ist, teils noch in der Arten-Entwicklung begriffen. Manche Merkmale sind deshalb noch nicht stabil ausgeprägt, und Trends der Merkmalsausprägung ("Typ des Merkmals") erscheinen als bedeutsamer als jeweils die spezielle Ausprägung. Weiterhin haben etliche beschriebene Arten intermediäre Positionen im Verhältnis zu vorhandenen Gattungen und wurden vorläufig in eine der eng definierten neueren Gattungen gestellt, wo sie jedoch als Sonderfälle angesehen werden müssen wenn nicht gar als "Ubergangsformen"; manche Gattungsdefinitionen überlappen sich partiell. Innerhalb von Oppiella  sensu lato finden wir hingegen deutliche Gruppen ähnlicher Arten, die nun vielfach in getrennten Gattungen geführt werden. Jedoch erscheint uns die Verwandschaftsbeziehung zwischen einigen Klein-Gattungen als recht eng, und es gibt immer wieder Arten mit intermediären Merkmalskombinationen. Deshalb wird hier das Konzept mit einer einzigen Gattung Oppiella  vertreten, in der sich drei unterschiedliche Untergattungen umschreiben lassen, die möglichst streng begrenzte Artengruppen darstellen sollten, in denen möglichst keine Ausnahmen von der Definition vorkommen. Andere Artengruppen mit hinreichend guten Alternativmerkmalen (oder alternativen Merkmalsausprägungen), die als gesicherte Apomorphien angesehen werden können, werden als distinkte Gattungen aufgefaßt (wie Berniniella  , Dissorhina  , Neotrichoppid); die restlichen Arten werden nur auf dem Niveau von Untergattungen oder Artengruppen zusammengestellt. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Konzept am besten geeignet ist, phylogenetische Beziehungen innerhalb der Gruppe von Oppiella  sensu lato darzustellen.

Diagnose: Oppioide Hornmilben kleiner bis mittlerer Größe, hellbraun, gelb oder rötlich gefärbt. RO kann durch zwei Kerben in drei Zähne geteilt sein; der mittlere Zahn ist meist etwas größer, die seitlichen sind dann oftmals schwach entwickelt oder reduziert; PD mit Chitinstrukturen, die in unterschiedlichem Grad reduziert sein können; Cos sind vorhanden, die proximal den Bot genähert sind, mit einem distalen Teil, der von vor den in bis zu den le reicht; beide Teile können partiell oder vollkommen reduziert sein; Interbothtidial-Sclerite (als Wülste oder Tuberkel) auf dem PD zwischen den Bot sind typisch für die Gattung; diese Sclerite sind variabel in Form und Größe und sind nur selten reduziert; Postbothtidial-Tuberkel können auch vorkommen, teils mit den Bot verwachsen als "Postbothridial-Tappen"; ss sind variabel in Größe und Form, sehr oft spindel-, keulen- oder lanzettförmig, häufig mit kurzen Dornen, Borsteln oder langen kammartigen Rami besetzt. Der NG-Vorderrand des "Oppiella-Typs" ist gerade oder bogenförmig, immer mit einem NG-Kiel, der jedoch sehr klein sein kann und dann nur in Seitenansicht erkennbar ist; NG meist rundlich bis oval; 10 ng vorhanden (auch c), meist borstenförmig, kurz bis mittellang, selten länger. Zahl der g variiert von 4 bis 6 Paar, ist jedoch innerhalb der Untergattungen konstant; 1 ag, 2 an, 3 ad.

Die Arten im Untersuchungsgebiet lassen sich drei Untergattungen zuordnen:

Oppiella (Oppiella)  Jacot, 1937

Typ: Eremaeus novus  Oudemans, 1902.

Diagnose: 5 Paar g. Cos meist gut entwickelt, Distalteil immer vorhanden, manchmal mit Costula-Blättchen; Prodorsalgruben meist vorhanden. NG-Vorderrand meist mit Humeralapophysen, NG-Kiele meist deutlich ausgebildet, gerade oder mit S-förmigem Seitenast, der vorn auf dem NG eine typische Bogenstruktur bildet; ss unterschiedlich geformt, oft spindelförmig und ein- oder zweiseitig beborstelt.

Oppiella (Moritzoppia)  Subias & Rodriguez, 1988

Typ: Oppia keilbachi  Moritz, 1969. - Syn. Moritziella  Balogh, 1983; Tetroppia  Gordeeva, 1999.

Diagnose: Mit 4 Paar g (Ausnahme: O. translamellata  mit 5 Borstenpunkten auf G). Epilc auf Ventralseite des PtcI. Borsten auf TrI und II glatt oder schwach beborstelt. NG-Vorderrand meist abgeflacht gebogen, Humeralapophysen manchmal vorhanden; ss kugelig bis schlank spindelförmig, mit kurzen Borsten in einer oder mehreren Reihen.

Oppiella (Rhinoppia)  Balogh, 1983

Typ: Oppia nasuta  Moritz, 1965. - Syn.: Medioppia  Subias & Minguez, 1985(a); Kunoppia  Mahunka, 1987; Lauroppia  Subias & Minguez, 1986; Ctenoppiella  Gordeeva & Karppinen, 1988: alle syn. nov.

Diagnose: 6 Paar g. Cos distal mehr oder weniger reduziert: kurz oder mit Interbothridialwülsten verbunden, oder ganz fehlend; Interlamellarwülste ausgebildet als längliche Kiele, mit Verbreiterung oder Apophyse im hinteren Bereich, oder nur als Tuberkel, selten ganz fehlend; Prodorsalgrube schwach oder fehlend; ss meist kammförmig. NG-Vorderrand gewöhnlich ohne Humeralapophysen; NG-Kiele meist schwach ausgebildet.

Schlüssel für alle Oppiella-Arten:

1. Sensillus kammförmig: mit borsten- lanzett- oder keulenförmigem Kopf und 3-11 Rami, die deutlich länger sind, als der Kopf breit ist.................................................2

- Sensillus nicht kammförmig, mit lanzett-, keulen- oder kugelförmigem Kopf; darauf mit Borsteln ( höchstens so lang wie Kopf breit oder kürzer), oder mit kleinen Dornen oder kahl .................................................................3

2. (1) Rostrum deutlich eingekerbt, mit spitzem Mittelzahn und kleineren Lateral - Zähnen. (+) Interbothridial-Sklerite ohrförmig gebogen; Notogaster-Vorderrand gerade; Notogasterborsten recht kurz, meist kürzer als ihr Abstand zueinander .................................................................. 15

- Rostrum ganzrandig ohne Kerben, breit gerundet oder mit stumpfer Spitze (+) 6 Paar Genitalborsten (Untergattung Rhinoppia  , z.T.) .................................................... 21

3. (1) Lamellarcostulae fehlend oder auf den proximalen Teil bei den Bothridien reduziert und nur bis vor Interlamellarborsten reichend, nie mit distalem Teil zu den Lamellarborsten. 6 Paar Genitalborsten (Untergattung Rhinoppia  , z.T.) ...................................................................... 20

- Lamellarcostulae vorhanden, distal bis an oder nahe Lamellarborsten reichend (wenn reduziert, dann wenigstens im hinteren Bereich des distalen Teils vor Interlamellarborsten erkennbar, und der proximale Teil bei den Bothridien kann undeutlich sein oder fehlen). 4 oder 5 Paar Genitalborsten ..........................................................................4

4. (3) Sensillus distal beidseitig beborstelt, mit 4-5 Borsteln jederseits am Kopf. (+) Lamellarcostulae reduziert, proximaler Teil bei den Bothridien fehlt, distaler Teil als kurzer Wulst zwischen Interlamellarborsten und Lamellarborsten entwickelt; Rostrum eingekerbt, mit unregelmäßig geformtem, dornartigem Mittelzahn und kleineren, stumpfen Seitenzähnen. 5 Paar Genitalborsten (selten eine 6. nur als Borstenpunkt); Körperlänge 250-270 µm. [147e-g] ................................................................... Oppiella (Oppiella) beskidyensis  (Niemi & Skubala, 1993)

- Sensillus einseitig beborstelt oder mit Dornen, oder kahl und nahezu kugelförmig...................................................................... 5

5. (4) Notogasterborsten lm wenigstens etwas weiter vorn als la [wie 148i]. Notogaster länglich eiförmig, Vorderrand in der Mitte bogenförmig, Notogasterkiel in dorsaler Ansicht kaum erkennbar, Humeraltuberkel fehlen. (+) Sensillus meist keulenförmig, mit Borsteln oder Dornen oder nahezu kahl und kurz. Rostrum meist ganzrandig, selten eingekerbt. 4 oder 5 Paar Genitalborsten ....................................................... 16

- Notogasterborsten lm deutlich weiter hinten als la [wie 146a,f]. Notogaster breit oval, Vorderrand in der Mitte mehr oder weniger gerade, Notogasterkiel meist kräftig und gut erkennbar, Humeraltuberkel oft vorhanden. (+) Sensillus meist länglich mit spindel- oder keulenförmigem Kopf. Rostrum oft eigekerbt. 5 Paar Genitalborsten ......................................................................6

6. (5) Humeraltuberkel vorhanden; Postbothridialtuberkel fehlen ..............................7

- Humeraltuberkel fehlen; Postbothridialtuberkel meist vorhanden ........................ 12

7. (6) Notogaster-Kiele lang nach hinten reichend (oder 2 Paar Kiele), bis weit hinter Ansatz der Notogasterborsten c2, und auf dem vorderen Notogaster-Teil eine typische hufeisenförmige Struktur bildend. Epimeralborsten 1c nicht auf ventralem Teil des Pedotectums I inseriert............................................................8

- Notogaster-Kiele wenig nach hinten reichend, kaum bis hinter Ansatz der Notogasterborsten c2. Epimeralborsten 1c auf ventralem Teil des Pedotectums I inseriert. (+) Sensillus sehr lang, schwach spindelförmig, distal mit wenigen Borsteln oder Dornen (Untergattung Moritzoppia  , z.T.) ............................................................ 11

8. (7) Rostrum eingekerbt, mit 3 kleinen Zähnen; Interlamellarborsten sehr lang, deutlich beborstelt. (+) Sensillus sehr lang, distal mit spindelförmigem, einseitig beborsteltem Kopf; Körperlänge 250-295 µm. [146a-e] .......................................................................... Oppiella (Oppiella) besucheti  Mahunka & Mahunka-Papp, 2000

- Rostrum nicht eingekerbt, nasenartig geformt; Interlamellarborsten glatt oder schwach beborstelt.........................................................9

9. (8) Sensillus spindelförmig verdickt, distal einseitig mit 5-6 kurzen Borsteln. (+) Humeral-Tuberkel gut entwickelt, etwa so weit nach vorn ragend wie Notogaster-Vorderrand; Körperlänge 275-320 µm. [145e-g] ................................................................ Oppiella (Oppiella) uliginosa  (Willmann, 1919)

- Sensillus lang, sehr schlank spindelförmig, einseitig beborstelt ............................................................ 10

10. (9) Auf distalem Teil der Lamellarcostulae mit deutlichen Knötchen, solche gelegentlich auch auf den Interbothridialskleriten; Humeral-Tuberkel kräftig entwickelt, weiter nach vorn ragend als Notogaster-Vorderrand. (+) Körperlänge 265-315 µm. [145h-k] ................................................................ Oppiella (Oppiella) propinqua  Mahunka & Mahunka-Papp, 2000

- Auf distalem Teil der Lamellarcostulae ohne Knötchen; Humeral-Tuberkel schwach entwickelt, weniger nach vorn ragend als Notogaster-Vorderrand. (+) Körperlänge 220- 320 µm. [145a-d] ................................................................ Oppiella (Oppiella) nova  (Oudemans, 1902)

11. (7) Mit 5 Paar Genitalborsten (wenigstens als Borstenpunkte). (+) Körperlänge 280- 310 µm. [146f-i] ................................................................... Oppiella (Moritzoppia) translamellata  (Willmann, 1923)

- Mit 4 Paar Genitalborsten. (+) Körperlänge 260-350 µm. [146k-o] ................................................................... Oppiella (Moritzoppia) neerlandica  (Oudemans, 1900)

12. (6) Notogaster-Kiele lang nach hinten reichend (oder 2 Paar Kiele), bis weit hinter Ansatz der Notogasterborsten c2; Rostrum nicht eingekerbt, nasenartig geformt; Sensillus lang, schwach spindelförmig, einseitig beborstelt; Postbothridial-Tuberkel fehlend (vgl. O. nova  )................................................................ 10

- Notogaster-Kiele kurz, nicht deutlich sklerotisiert; Rostrum eingekerbt, manchmal ist nur der Mittelzahn gut ausgebildet; Sensillus keulen- oder spindelförmig, einseitig beborstelt; Postbothridial-Tuberkel vorhanden ................................................................. 13

13. (12) Seitenzähne vorn am Rostrum deutlich, spitz .............................................. 14

- Seitenzähne vorn am Rostrum reduziert, meist fehlend, Mittelzahn spitz vorragend; (+) Körperlänge 225-245 µm. [147o-q] .............................................................. Oppiella (Oppiella) acuminata  (Strenzke, 1951)

14. (13) Sensillus lang, spindelförmig, sehr kurz beborstelt; Lamellarcostulae erreichen vorn nicht die Lamellarborsten. (+) Körperlänge 280-305 µm ................................................................ Oppiella (Oppiella) obscura  (Mahunka & Mahunka-Papp, 2000)

- Sensillus keulenförmig, mit längeren Borsteln (etwa so lang wie Kopf breit); Lamellarcostulae erreichen vorn meist die Lamellarborsten. (+) Körperlänge 245-270 µm. [147h-k] ............................................................... Oppiella (Oppiella) maritima  (Willmann, 1929)

15. (2) Notogaster mit Humeral-Tuberkel. Seitenzähne vorn am Rostrum klein und stumpf, Mittelzahn vorragend. (+) Körperlänge 210-240 µm. [147l-n] ................................................................ Oppiella (Oppiella) marginedentata  (Strenzke, 1951)

- Notogaster ohne Humeral-Tuberkel. Seitenzähne vorn am Rostrum spitz, etwa so lang wie Mittelzahn. (+) Körperlänge 230-250 µm. [147a-d] ................................................................. Oppiella (Oppiella) falcata  (Paoli, 1908)

16. (5) Körperlänge etwa 200 µm oder kleiner. Interbothridial-Sklerite sind kleine Tuberkel zwischen den Bothridien und hinter den Interlamellarborsten, nicht verbunden mit den Lamellarcostulae. (+) Rostrum mit zwei deutlichen Kerben und 3 dreieckigen Zähnen; Sensillus keulenförmig bis fast kugelig, kahl, ohne Borsteln oder Dornen. [143k] .................................................................. Oppiella (Oppiella) tridentata  (Forsslund, 1942)

- Körperlänge über 200 µm. Interbothridial-Sklerite längliche, gerade, gebogene oder ohrförmige Wülste, die mit den Lamellarcostulae verbunden sind. (+) Rostrum ganzrandig oder (aus Dorsalansicht) undeutlichen Kerben; Sensillus meist keulenförmig, mit Borsteln oder wenigstens einigen Dornen...................................................... 17

17. (16) Im Interbothridial-Bereich mit mehreren längsgerichteten Skleriten beiderseits der Interlamellarborsten; weitere solcher Sklerite hinter den Bothridien; Prodorsal-Gruben nahe Pedotectum I und vor den Bothridien mit zwei kleinen, undeutlichen, sich gegenueber liegenden Tuberkeln (prodorsale Enantiophyse). Epimeralborsten 1c nicht auf ventraler Seite des Pedotectum I inseriert. (+) Sensillus ± keulenförmig, distal stumpf oder mit Spitze, mit wenigen kleinen Dornen; 5 Paar Genitalborsten; Körperlänge um 320 µm. [148m-n] ............................................................... Oppiella (Oppiella) splendens  (C.L. Koch, 1841)

- Interbothridial-Sklerite ohrförmig oder geschlängelt, Interlamellarborsten an ihrer Außenseite eingelenkt; hinter Bothridien meist nur ein Postbothridial-Tuberkel); Prodorsale Enantiophyse fehlt: Die Tuberkel in den Prodorsal-Gruben ± verbunden und manchmal eine blattförmige Struktur bildend ( ähnlich Lamellen). Epimeralborsten 1c auf ventraler Seite des Pedotectum I inseriert. (+) Exobothridialborsten zwei- oder dreiteilig(manchmal schlecht zu sehen, wenn die Äste verklebt sind). 4 Paar Genitalborsten. (Untergattung Moritzoppia  , z.T.) ......................................................................... 18

18. (17) Rostrum nach vorn ausgezogen (Lateralansicht!), mit 2 schmalen Einschnitten, Mittelzahn kürzer als seitliche. (+) Sensillus keulen- bis spindelförmig, stumpf oder zugespitzt, meist ohne Dornen; Körperlänge 290-310 µm. [148i-l] ................................................................. Oppiella (Moritzoppia) escotata  (Subias & Rodriguez, 1986)

Rostrum ohne Einschnitte ................................................................................... 19

19 (18) Sensillus mit zwei Reihen längerer Borsteln; Notogaster-Vorderrand kann in der Mitte undeutlich sein. Femur I und Tarsus II mit je einem Solenidion. (+) Körperlänge 225-255 µm. [148g,h] ............................................................... Oppiella (Moritzoppia) keilbachi  (Moritz, 1969)

- Sensillus mit einer Reihe kurzer Dornen (manchmal unregelmäßig angeordnet); Notogaster-Vorderrand deutlich, oft mit einigen unregelmäßigen hellen Längslinien. Femur I and Tarsus II mit je 2 Solenidien. (+) Körperlänge 270-320 µm. [148a-f] .... .................................................. Oppiella (Moritzoppia) unicarinata  (Paoli, 1908)

20 (3) Sensillus spindelförmig, distal mit einigen mittellangen Rami; Lamellarcostulae völlig reduziert; Rostrum eingekerbt, eckiger Mittelzahn nasenförmig vorragend. (+) Notogaster nahezu rund, mit geradem Vorderrand und deutlichen Notogaster-Kielen; Körperlänge 285-300 µm. [149a-f] ................................................................. Oppiella (Rhinoppia) nasuta  (Moritz, 1965)

- Sensillus spindel- oder schwach keulenförmig, distal mit einigen kurzen Borsteln; Lamellarcostulae reduziert, aber proximaler Teil bei den Bothridien wenigstens teilweise erhalten. (+) Notogaster-Kiele kaum erkennbar (in Dorsalansicht!); Körperlänge 315-355 µm. [149g-o] ................................................................. Oppiella (Rhinoppia) hygrophila  (Mahunka, 1987)

21 (2) Lamellarborsten in normaler Position, Abstand Rostral- zu Lamellarborsten etwa doppelt so lang wie Abstand Lamellar- zu Interlamellarborsten ( Verhältnis 1:1,7 bis 1: 2,3) ................................................................. 22

- Lamellarborsten nach hinten verschoben, manchmal sehr nahe an Interlamellarborsten: Abstand Rostral- zu Lamellarborsten wenigstens etwa dreimal so lang wie Abstand Lamellar-zu Interlamellarborsten ( Verhältnis 1:2,7 bis 1:5,3) ................................................................... 25

22 (21) Lamellarcostulae fast völlig reduziert; nur eine ganz kurze Linie kann proximal an den Bothridien vorhanden sein. Interbothridial-Sklerite vorhanden, als deutliche Tuberkel zwischen und hinter den Interlamellarborsten entwickelt .................................................................. 23

- Lamellarcostulae wenigstens teilweise distal zwischen Lamellarborsten und Interlamellarborsten ausgebildet. Interbothridial-Sklerite unterschiedlich geformt ( längliche Kiele, Knoten, wurmförmig usw.) ....................................................................24

23 (22) Interlamellarborsten winzig bis vestigiell; Pedotectum I reduziert; Postbothridial-Tuberkel vorhanden, nicht mit Bothridien verbunden; Rostrum vor den Rostralborsten schwach eingebuchtet. (+) Notogaster oval, mit kurzen, auch in Dorsalansicht gut sichtbaren Notogaster-Kielen, Vorderrand gerade; Körperlänge um 300 µm. [150g-l] ............................................................... Oppiella (Rhinoppia) epilata  Miko, nov. spec.

- Interlamellarborsten recht lang, länger als Lamellarborsten; Pedotectum I vorhanden, dreieckig; Postbothridial-Tuberkel fehlen; Rostrum nicht eingebuchtet, gerundet. (+) Notogaster nahezu rund oder breit oval, vorn leicht gebogen, Notogaster-Kiele in Dorsalansicht nicht gut sichtbar; Körperlänge 315-350 µm. [149p-t] .................................................................. Oppiella (Rhinoppia) subpectinata  (Oudemans, 1900)

24 (22) Rostrum eingekerbt, mit breit-gerundetem Mittelzahn und kleineren, spitzen Seitenzähnen; Notogaster mit Humeral-Tuberkeln gegenüber den Bothridien und mit deutlichem Notogaster-Kiel, Vorderrand vorn dachartig und teilweise die DorsosejugalFurche überdeckend; Rami am Sensillus recht lang. (+) Körperlänge 230-265 µm. [151f,g] .................................................................... Oppiella (Rhinoppia) similifallax  (Subias & Minguez, 1986)

- Rostrum nicht eingekerbt; Notogaster ohne Humeral-Tuberkel, vorn schmal, Notogaster-Kiel weniger kräftig; Rami am Sensillus kürzer. (+) Körperlänge 290-320 µm. [151a-e] ............................................................... Oppiella (Rhinoppia) fallax  (Paoli, 1908)

25 (21) Lamellarborsten vergleichsweise lang, deutlich länger als halbe Länge der Interlamellarborsten, oft wenig oder nicht kürzer als Interlamellarborsten (in Lateralansicht prüfen!); Interlamellarborsten vorn innerhalb des kurzen Wulstes, der von den InterbothridialTuberkeln nach vorn zieht und der nicht bis zum Niveau der Lamellarborsten reicht. (+) Körperlänge 325-350 µm. [150e,f] .................................................................... Oppiella (Rhinoppia) obsoleta  (Paoli, 1908)

- Lamellarborsten recht kurz, höchstens halb so lang wie Interlamellarborsten; Interlamellarborsten auf dem Wulst stehend, der von den Interbothridial-Tuberkeln nach vorn zieht und der annähernd bis zum Niveau der Lamellarborsten reicht (entspricht möglicherweise dem distalen Teil der Lamellar-Costulae); proximaler Teil der Lamellar-Costulae bei den Bothridien oft teilweise erkennbar......................................................... 26

26 (25) Der Komplex der Interlamellar-Tuberkel mit distalem Teil der Lamellar-Costulae bildet einfache, meist linear-parallele Strukturen, darauf stehen die Interlamellarborsten. (+) Körperlänge 315-385 µm. [150a-d] .................................................................. Oppiella (Rhinoppia) loksai  (Schalk, 1966)

- Der Interlamellar-Komplex bildet komplizierte Strukturen, Interlamellarborsten inserieren oft zwischen den kleinen Wülsten; ein Translamellar-Wulst ist teils auch ausgebildet; der proximale Teil der Lamellar-Costulae ist oft wenigstens teilweise vorhanden. (+) Körperlänge 370-445 µm. [151 h-n]......................................................... Oppiella (Rhinoppia) hauseri  (Mahunka & Mahunka-Papp, 2000)