Macromischa africana, (Roger, 1863)

Mayr, G., 1895, Afrikanische Formiciden., Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien 10, pp. 124-154: 131-132

publication ID

4387

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/5CC92714-967C-7C64-B158-41369E3E8C7E

treatment provided by

Christiana

scientific name

Macromischa africana
status

 

M. africana Mayr  HNS  .

Obgleich mir von Herrn Dr. Brauns aus Old Calabar nur ein Weibchen vorliegt, so ist mir die Zusammengehoerigkeit desselben mit dem von mir beschriebenen Arbeiter der M. africana  HNS  nicht zweifelhaft, weshalb ich dessen Beschreibung gebe: Laenge: 5 - 2 Mm. In Faerbung und Behaarung mit dem Arbeiter uebereinstimmend. Die Mandibeln glaenzend, mit zerstreuten, ziemlich groben, haartragenden Punkten (beim Arbeiter in der Naehe des Aussenrandes mehr oder weniger deutlich laengsgerunzelt). Der Clypeus ist wenig convex, mit einigen erhoehten Laengsrunzeln, in der Mitte mit einem Laengskiele, am Vorderrande in der Mitte kaum ausgerandet. Die Stirnleisten wie beim Arbeiter. Die dreigliederige Fuehlerkeule ist nicht so deutlich abgesetzt wie beim Arbeiter, indem das achte Geisseiglied sich in Groesse und Form dem neunten mehr naehert. Stirnfeld glatt. Die Runzelung der Stirn, des Scheitels und der Wangen groeber und dichter wie beim Arbeiter, die Kopfseiten hinter den Netzaugen grob genetzt-gerunzelt. Die Pronotumseiten nahe dem Mesonotum grob genetzt-gerunzelt, das Mesonotum grob genetzt-laengsgerunzelt, die uebrigen Thoraxtheile grob genetzt, die Basal- und abschuessige Flaeche des Metanotum mit groben Querrunzeln. Die massig langen, schief nach hinten und oben gerichteten und massig divergirenden Metanotumdornen sind sehr deutlich kuerzer als beim Arbeiter. Die Stielchenglieder sind ebenso geformt wie beim Arbeiter, der Knoten des ersten Gliedes ist ziemlich grob genetzt-gerunzelt, der zweite fein unregelmaessig runzelig, theilweise fein lederartig gerunzelt. Abdomen glatt und glaenzend. Die Fluegel braeunlichgelb gefaerbt.

Herr Ernst Andre hat das Weibchen dieser Gattung zuerst beschrieben (im Jahre 1889), er stellte dasselbe als zweifelhaft zu M. aculeata Mayr  HNS  . In Folge Zusendung eines Exemplares bin ich durch Vergleichung mit typischen Arbeitern meiner Sammlung im Stande, die Zusammengehoerigkeit zu constatiren. Das Weibchen von M. aculeata  HNS  hat sowie der Arbeiter dunklere Faerbung, grobe Sculptur und einen ziemlich halbkugeligen Knoten des ersten Stielchengliedes, waehrend das Weibchen von M. africana  HNS  heller gefaerbt ist, eine feinere Sculptur und einen deutlich queren Knoten des ersten Stielchengliedes hat.

Der generischen Charakteristik der Fluegel moechte ich beifuegen, dass die Radialzelle ganz geschlossen ist.