Nothrus biciliatus C. L. Koch,

Sellnick, M. & Forsslund, K. - H., 1955, Die Camisiidae Schwedens (Acar. Oribat.), Arkiv för zoologi 8, pp. 473-530: 502-503

publication ID

ORI11096

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/5DA4A15B-1993-13BB-F686-EFA6726DA5C8

treatment provided by

Thomas

scientific name

Nothrus biciliatus C. L. Koch
status

 

Nothrus biciliatus C. L. Koch  (Abb. 33-35)

1841 C. M. A. 38, 2. C. L. Koch.

Wir sind nicht sicher, ob die uns vorliegende Art die ist, welche C. L. Koch mit dem Namen Nothrus biciliatus  bezeichnete. Aber keine der Arten stimmt mit Kochs Darstellung so gut überein wie diese. Berleses Angelia pulchella  (1910, Redia 6, p. 381 und 1913, Redia 9, Taf. VIII, Fig. 90) kommt unserer Art nahe, ist aber einkrallig. Auch sind die Borsten von A. pulchella  behaart, was die unserer Art nicht sind. Völlige Klarheit über Kochs Arten wird man wohl erst erhalten, wenn in der Umgebung von Regensburg an den von Koch bezeichneten Orten Milben gesammelt und so bearbeitet worden sind, wie Grandjean es mit den Milben der Umgebung von Strassburg, dem Sammelplatz Hermanns, gemacht hat.

Länge 774-792 µ, Breite 396 µ. Farbe hellbraun.

Prop gerundet zuspitzend. Die Kerbe des Rost geht bis hinter die Rosth zurück. Diese sind etwas verbreiterte Haare. Die Lamh sind länger und breiter, schmalen Blättern gleich, mit einer Längsrippe. Sie stehen auf sehr niedrigen Apophysen, fast nur Höckern, 44 µ voneinander entfernt, etwas weiter als die Rosth voneinander. Zwischen den Apophysen gibt es einen verbindenden niedrigen Kiel von undeutlichen Formen als Translam. Der Raum vor den Lamh ist unregelmässig gerunzelt. Die ganze Fläche des Prop hinter den Lamh ist mit ziemlich regelmässigen und deutlichen Gruben bedeckt. Eine schmale Längssenke reicht von etwas hinter der Translam fast bis zum Hinterrande des Prop. Die Bothr sind niedrige Chitinhöcker mit einer Öffnung nach aussen. Der aus ihr entspringende Sens ist eine fast glatte Borste, die gelegentlich, besonders am Ende, mit etwas Sekret bedeckt ist. Sie ist so lang oder länger als die Entfernung zwischen den beiden Bothr. Das Inth. ist breiter blattartig als das Lamh, mit einer Mittelrippe, von der Seitenäste ausgehen. Da diese Borste gelegentlich auf die Basis des Sens zu liegen kommt, kann bei geringer Vergrösserung der Eindruck entstehen, als ob der Sens an der Basis verdickt ist. Das kleine Exbh sitzt unter der hinteren Aussenecke der Bothr.

Der Vorderrand des Hyst ist fast gerade. Die Seitenränder sind bisweilen wellig. Hinter der Mitte ist der Körper etwas breiter als am Vorderrande des Hyst, das Hinterende des Körpers wieder ein wenig schmäler, der Hinterrand leicht konvex. Die wenig sich erhöhende MF ist eigentlich recht schmal, mit nicht regelmässigen Grübchen bedeckt. Der aufgebogene Seitenrand der Rückenfläche zeigt nahe der MF niedrige Knötchen, dann kleine Gruben und aussen wieder Knötchen.

Die Borste C 2 ist nur 10 µ lang, C 1 15 µ, C 3 13 µ. C 2 steht C 1 etwas näher als C 3. Die Entfernungen D 1-D 1, D 2-D 2 und E 1-E 1 sind nahezu gleich, D 2-D 2 ein wenig grösser als die anderen. Alle Borsten sind verbreiterte Stäbchen. Die Borste K 1 an der hinteren Aussenecke ist 20 µ lang und ein recht breites Blatt mit Mittelrippe und Nebenästen, wohl eine verzweigte Borste, von Cerotegument bedeckt. Die Borsten PN 1 und PN 2 sind kleiner, 13 µ, lang, aber auch blattartig. PN 3 ist unter den hinteren Seitenrand gesetzt.

Die Ep jeder Seite sind miteinander verschmolzen. Die Ep I und II der einen Seite sind mit denen der anderen Seite verwachsen. Aber zwischen die Ep III und IV beider Seiten schiebt sich eine schmale. Kerbe weicher Haut vom Genitalfeld her hinein. Die Haarformel der Ep ist 6-5-4-4.

Die Borsten in der Mitte der Mx sind 36 µ lang. In Höhe der Plp-Trochanters gibt es 2 Borsten. Die vordere ist 20 µ lang, die hintere 8 µ. Die beiden Borsten des Hypostoms stehen 28 µ voneinander, 18 µ vom Rande entfernt und sind 20 µ lang.

Die mittlere der 3 Krallen ist stärker als die beiden seitlichen.

Die Art ist bisher aus Dänemark, Deutschland, Niederland, Österreich, Ungarn, Tschechoslowakei, Estland, Russland, Italien, Island und Grönland gemeldet. Ob alle Funde der vorliegenden Art entsprechen, ist ungewiss.

Fundorte in Schweden

Sk. Ivöklack X.1951. Trockene Splitter-Förna (D).

Dlr. Ludvika, Storgarden VI. 1944. In Hylocomium (Rhytidiadelphus) squarrosum  und Mull in Wiesenboden (F).