Ponera contracta,

Förster, A., 1850, Hymenopterologische Studien. 1. Formicariae., Aachen: Unknown Publisher: 45-48

publication ID

8138

persistent identifier

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Christiana

scientific name

Ponera contracta
status

 

21. Pon. contracta  HNS  .

Latr. Gen. Crust. et Jns. tom. IV. p. 127 u. 128, II. - Form. contr. Latr. Hist. d. Fourm. p. 195.

Operaria: Elongata, subcylindrica, fusco-brunnea, subnitida, pubescentia cinerascenti subdepressa, pilisque sparsis erectis; capite sat magno, confertim punctulato, subopaco; antennis clavatis, basi valde approximans; oculis minulissimis obsoletis, ocellis nullis; protborace magno; squama altissima, crassa, antice convexa, postice levissime concaviuscula; abdomine segmentis secundo tertioque parum infuscatis. Long, 1 1/2 lin.

Femina: Elonata, subcylindica, fusca, mandibulis, clypeo, antennis peibusque rufis, oculis magnis subovalis, hirtulis, ocullis distinctis [[...]] magno, [[...]] punctulatae, subopaco, alis hyalinis, nervis subflavescentibus, subradio cum stigmate fuscis (Reliqua un in operaria.) Long. 1V3 lin.

Mas: Niger, nitidissimus, pubescentia -sericea, subdepressa parcius obsitus, pedibus fuscis, tibiis tarsisque rufescentibus; antennis elongatis, scapo minimo, pedicello subgloboso, reliquis articulis cylindricus; [[...]] magnis; abdominis segmento primo squama crassa, antice posticeque subconvexa; segmento ultimo processu spiniformi deorsum flexo; alis ut in femina. Long. 1 1/2 lin.

Der Arbeiter zeichnet sich durch einen verlängerten fast walzenförmigen Körperbau und einen sehr grofsen Kopf aus, der zwar nur wenig breiter als der Mittelleib, aber von der Spitze der Mandibeln bis zum Hinterhaupt völlig so lang wie jener ist. Die Grundfarbe, welche rothbraun ist, wird nur auf dem 2ten und 3tcn Segment bräunlich. Die Mandibeln groß, äufserst fein gekerbt und blofs mit wenigen feinen Zährrchen an 4er Spitze, nicht runzlig aber mit sehr zerstreuten Pünktchen, stark glänzend. Der vClypeus. schmal, in der Mitte der ganzen Länge nach hoch und fast scharf gewölbt, sehr fein und zerstreut punktirt. glänzend, -die Seitengruben mit den Fühlergruben zusammenfliefsend. Die Fühler an der Wurzel einander sehr genähert, 12- gliedrig, die Geifsel keulförmig, das Stielchen verlängert, umgekehrt kegelförmig, das 1-6te Glied der Geifsel stark verkürzt, viel breiter als lang,, das 7-l0te stark verdickt, in ihrer Aufeinanderfolge an Gröfse und Dicke zunehmend, das letzte Glied eiförmig, so lang wie die 3 vorhergehenden zusammengenommen. Eine area frontalis fehlt gänzlich; der Raum zwischen der Fühlerwurzel ist sehr eng, und zeigt 2 halbrunde, etwas hervorstehende Stirnlappen, welche blofs durch eine tiefe Stirnrinne von einander getrennt-sind. Letztere erlöscht sehr bald, nicht weit über diesen Stirnlappen. Netzaugen sind bestimmt vorhanden,, aber sie sind äufserst klein. Latreille*) deutet ihre Anwesenheit nur an, ohne sie deutlich erkannt zuhaben. Die Mandibeln, der Clypeus und die Fühler haben eine hellere, röthlich gelbe Farbe, der übrige Theil des Kopfes ist dunkler roth gefärbt und dicht punktirt, die Punkte gröber als auf dem Mittelleib; auch ist dieser dicht punktirte Theil des Kopfes matt, nicht glänzend. Der Mittelleib viel feiner und zerstreuter punktirt und deshalb glänzender als der Kopf, die Pubescenz deutlicher, und besonders nach dem Hinterbrustrücken hin mit feinen, halb aufrecht stehenden, grauen Borstenhaaren. Der Vorderbrustrücken viel länger als der Mittelbrustrücken, nach vorne in einen schmalen Hals verlängert, hinter demselben bedeutend erbreitert and m den Seiten stark ausge randet war noch schmaler als der Kopf aber deutlich breiter als die hinter ihm liegenden Theild. Der Mittetbrustrücken noch etwas kurzer als der Hinterbrustrücken, dieser letztre mit einer fast völlig senkrechten, abschüssigen Stelle, welche ein wenig kurzer 'ist als der BasaitheiL Die Schuppe vollkommen so hoch wie das lste Segment, sehr dick, an der vorderen Seite sanft gewoelbt, an der hinteren schwach koncav, mit ziemlich deutlichen Haarborsten an der Spitze. Das 2te Segment ist in der Mitte querüber bräunlich, so daß die Basis und Spitze röthlich bleibtt, das 3te noch etwas dunkler gefärbt mit röthlichem Hinterrande, die folgenden bis zur Spitze aU- mählig immer heller röthlichgelb. Die Sculptur des Hinterleibs äußerst fein lederartig runzlig, nicht deutlich punktirt, mit anliegenden, weißgrauen Härchen nicht besonders dicht bekleidet und mit halb aufgerichteten, zertreuten, etwas kurzen Borstenhaaren versehen. Ein kurzer etwas aufwaerts gekrümter Stachel tritt aus der Spitze des Hinterleibs deutlich hervor.

Das Weibchen, welches nur wenig größer ist als der Arbeiter, stimmt mit diesem in den Sculpturverhältnissen und in der Behaarung ganz und gar überein, unterscheidet sich aber von demselben gleich durch eine viel dunklere Färbung, welche am Kopf und auf dem Mittelleib fast in Schwarz übergeht. Die Mandibeln, der Clypeus, die Fühler, die Stirnläppen, die Beine und die Spitze des Hinterleibs röthlichgelb, alle übrigen Theile dagegen schwarzbraun oder braun. Die Netzaugen sind groß, obgleich wenig vorspringend, -die Nebenaugen deutlich. Am Mittelleib ist der Hals und der Vorderrand des Vorderbrustrückens roth, der Mittelbrustrücken nicht kürzer als dieser, das Schildchen deutlich abgesetzt, flach; der Hinterbrustrücken an der Spitze fast senkrecht abschüssig, der Basaltheil fast etwas kürzer als der abschüssige. Der letztere flach und schwach eingedrückt, glatt,- stark glänzend. Die Flügel wasserhell, mit bräunlichem Randmal, auch die Unterrandader ein wenig dunkler als die übrigen. Die 2te Cubitalzelle lang gestrekt, ander Basis zugespitzt, nicht rechtwinklig abgestutzt wie an der Spitze*). Die Schuppe und der Hinterleib genau von derselben Bildung wie bei dem Arbeiter, aber das lste Segment ist noch an der Basis bräunlich.

Das Männchen, welches ich hieher zu ziehen keinen Anstand nehme, weil es in der Flügel- bildung und in der Einschnürung des Hinterleibs durchaus dieser Gattung angehört und in der Größe sich ebenfalls dieser Art anschließt, weicht in einzelnen Punkten allerdings sehr bedeutend von dem Arbeiter und dem Weibchen ab. Die Färbung ist tießchwarz mit starkem Glanz; der Kopf hat eine eigenthüinliche und sehr abweichende Form. er ist nämlich sehr hoch, aber dabei sehr verkürzt, die Netzaugen springen stark vor, die Nebenaugen sind groß. Die Mandibeln gelblich, verkürzt, schmal und an der Spitze völlig zugerundet, ohne Spur von Zähnen. Der Clypeus in der Mitte höckerartig gewölbt; ein Stirnfeld nicht abgesetzt. Die Fühler fadenförmig, 13-gliedrig, an der Wurzel sehr einander genähert, der Schaft nur halb so lang als das lste Glied der Geißel, walzenförmig, das Stielchen noch etwas kürzer,fest kugelig- Das 1ste Glied der Geißel ist deutlich etwas länger als das 2te, von dem 2ten Gliede ab werden alle übrigen Geißelglieder nach der Spitze hin allmählig etwas länger und fast unmerklich dicker, das letzte Glied fast so lang wie die beiden vorhergehenden zusammeafehommen. Die Sculptur des Kopfes ist schwach, uoch schwächer erscheint dieselbe am Mittel- and Hinterleib, so daß Letzterer beinahe völlig glatt genannt werden kann. Die Behaarung zeigt sich ebenfalls weniger dicht, obgleich die Borstenhaare fast überall noch etwas deutlicher in die Augen fallen. Das Schildchen ist ein wenig gewölbt. Die Flügel stimmen genau mit deneri des Weibchens überein, nur die 2te Cubitalzelle muß an der Basis mehr abgestutzt als zugespitzt genannt werden. An den Beinen sind die Hüften und Schenkel mehr oder weniger bräunlich. Die Schuppe ist etwas kürzer und schmäler als die des Arbeiters und Weibchens, dabei dick, auf beiden Seiten sanft gewölbt und an der Spitze borstig. Der Hinterleib mit deutlicher Einschnuerung zwischen dem 2ten und 3ten Segment, dieses letztre nach der Spitze hin allmählig erweitert; das 4te und die folgenden nach der Spitze des Hinterleibs hin wieder aUmählig sich verschmälernd. Das letzte Segment hat an der Spitze einen dornförmigen, stark zugespitzten und sanft abwärts gekrümmten Fortsatz.

So viel mir bekannt, gibt es in dieser merkwürdigen Gattung nur eine einzige europäische Art. Von dieser habe ich das Weibchen in hiesiger Gegend gefangen, den Arbeiter nie. Ob das hier gefangene Männchen dazu gehört muß die Zeit lehren. Den Arbeiter habe ich aus der Neesischen Sammlung vor Augen und er liegt der vorstehenden Beschreibung zu Grunde.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Formicidae

Genus

Ponera