Camisia spinifer (C. L. Koch),

Sellnick, M. & Forsslund, K. - H., 1955, Die Camisiidae Schwedens (Acar. Oribat.), Arkiv för zoologi 8, pp. 473-530: 493-495

publication ID

ORI11096

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/791CDDC2-8552-2689-A4D0-6D93D8596907

treatment provided by

Thomas

scientific name

Camisia spinifer (C. L. Koch)
status

 

Camisia spinifer (C. L. Koch)  (Abb. 16)

1836 C. M. A. 2, 18. C. L. Koch ( Nothrus spinifer  ) [13].

Länge 1026 µ, Breite 540 µ. Farbe hell- bis dunkelbraun. Es gibt nur wenige Exemplare, die nicht völlig verschmutzt sind. Die ganze Oberfläche mitsamt den langen Haaren ist mit Sekret und Erdteilchen verklebt. Jedoch lässt sich die Schicht verhältnismässig leicht nach Milchsäurebehandlung ablösen. Bei der Anfangsbildung des Ceroteguments (Sekrets) sieht man die Oberfläche mit winzigen ein- oder zweispitzigen Kegeln bedeckt. Auch die Apophysen der Haare haben solche Gebilde, besonders an ihrem Ende.

Die Oberfläche des Prop hat wenige, flache, kaum wahrnehmbare Grübchen. Es ist an seiner Basis ebensobreit wie das Vorderende des Hyst. Hinter den Bothr ist der Rand sanft eingedrückt, über den Bothr gerundet nach aussen vorspringend, davor eine kleine winklige Einbuchtung, dann nach dem Rost zu gerundet zugespitzt. Rost jederseits mit einem Höcker, auf welchen das Rosth sitzt. Es ist nach aussen und vorne gerichtet und biegt in seiner Mitte nach innen und vorne um. Die distale Hälfte der Haare besonders ist mit feinen, senkrecht zum Haar gestellten und teilweise langen Nebenbörstchen spärlich besetzt. Ein Stück hinter den Rosth befinden sich die Apophysen, auf denen die Lamh sitzen. Die Apophysen sind 100 µ lang, am Grunde etwas breiter als am Ende, voneinander etwas weiter entfernt als die Rosth voneinander, entweder ohne eine Verbindung der Basen oder diese durch eine dürftige Chitinleiste dargestellt. Das Lamh ist ca. 300 µ lang und, wie alle Haare, sehr spärlich mit feinen, aber teilweise, langen Nebenbörstchen besetzt. Die Inth, welche auch auf kleinen Apophysen (25 µ) stehen, sind ungefähr 400 µ lang und von derselben Beschaffenheit wie die Lamh. Die Entfernung ihrer Apophysen voneinander ist etwa doppelt so gross wie die der Rosth voneinander. Die Bothr sind recht hohe Chitinbecher, deren Öffnung nach oben und etwas nach aussen gerichtet ist. Der Sens ist verhältnismässig klein, keulig, auf dünnem Stiel, der Kopf am distalen Ende mit ganz kurzen Stäbchen oder Börstchen in Längsrichtung besetzt. Von der Basis der Inth-Apophysen geht ein etwas gebogener Kiel in Richtung auf die Lamh-Apophyse zu.

Das Hyst, hat eine fast viereckige Rückenfläche. Der Vorderrand ist wenig konvex, die Seiten fast gerade, etwas überragt von den von oben her sichtbaren Seitenflächen des Körpers, der Hinterrand gerade, doch an den Hinterrandecken mit einer grossen Doppelapophyse. Die äussere hat die Form einer Flasche mit nach hinten gerichtetem Hals und ist 200 µ lang. Sie ist etwas nach unten gerichtet, aber der Hals ein wenig nach oben gebogen. Die darauf sitzende Borste K 1 ist mindestens doppelt so lang wie die Apophyse. Auf der basalen Innenseite dieser flaschenförmigen Apophyse sitzt eine andere, nach innen und oben gerichtete von zylindrischer Form. Sie ist ebenso lang wie der Hals der flaschenförmigen Apophyse und ebenso dünn. Sie trägt das Haar PN 2, das annähernd eine Länge von 500 µ hat.

Die Borsten am Rande der Rückenfläche stehen alle auf Apophysen, die z. T. eine beträchtliche Länge haben. Die von E 2 und F 2 messen 90 µ. Die Apophysen für C 1, C 2 und D 1 sind kurz, nur 20-25 µ lang, die Haare darauf nach vorne gerichtet. Sie reichen fast bis zu den Lamh-Apophysen. Die Entfernungen C 2-C 3 und C 1-D 1 sind kleiner als C 1-C 2. Die Strecke E 2-F 2 ist bedeutend grösser als D 3-E 2 und diese wieder etwas grösser als C 3-D 3. Das Haar E 2 ist ungefähr 300 µ lang. D 2 steht in Höhe von D 3, D 1 in Höhe von E 2. Beide Haare sind kurz, ihre Apophysen nur niedrige Knötchen oder gar nur erhöhte Chitinbasisringe, gla in gleicher Höhe mit F 2. Dicht hinter F 2, welches stark auf die Seitenfläche gerückt ist, steht die Borste PN 3 auf einer Apophyse von mehr als 80 µ Länge.

Die Oberfläche des Rückens ist bei gut chitinisierten Exemplaren mit einer flachen Skulptur in Gestalt kleiner Knoten versehen. Sie findet sich auch auf dem Rande. Längsrinnen oder Kiele wurden nicht wahrgenommen.

Die Ep der einen Seite sind von denen der anderen durch weiche Haut getrennt. Die Formel der Ep-borsten ist 3-1-3-3. Die innerste Borste von Ep IV stellt nicht mehr auf ihr, sondern auf der weichen Haut zwischen den Innenkanten der Ep IV und III. Die Borsten stehen auf kleinen Apophysen in etwa 44 µ Entfernung und sind ein wenig länger als die anderen Ep-borsten. Auf jeder Platte G befinden sich 9 mittellange Haare. Die Borsten adg 1 und adg 2 sitzen auf der weichen Haut zwischen G und Ag und sind so lang wie die Borsten von G. Die A hat 3 Haare, alle ohne Apophysen im einfachen Basalring. Dagegen sind die Borsten ad auf kleine Apophysen gestellt. Die hinterste von ihnen, wie immer, grösser als die beiden vorderen. Die Borsten OP 1 und OP 2 findet man dicht neben dem Rande der auf die Bauchseite herumgreifenden Seitenplatte des Körpers auf 28 µ grossen Apophysen im Abstände von 80 µ voneinander. Das Haar OP 1 ist 340 µ lang. Der Abstand beider Borsten OP 1 beträgt 100 µ. Die Haare reichen weit über den Hinterrand hinaus. Dicht hinter ihren Apophysen stehen die der Borsten PN 1 und sie sind von oben her zu sehen. Auch ihre Borsten ragen weit über den Hinterrand hinaus. Der Abstand der Borsten PN 1 voneinander beträgt 128 µ.

Das Hyp trägt ein paar Haare von 52 µ Länge, Abstand 40 µ. Die Mx-borste ist 26 µ lang. Es gibt keine Borste in Höhe des Palptrochanters. Die Unterseite der Aussenkante der Mx ist deutlich und dicht perforiert, stärker chitinisiert als die Mx sonst ist.

Die Tarsen mit 3 Krallen.

Die Art ist bekannt aus Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Tschechoslowakei, Österreich, Schweden, Schweiz, Ungarn, Algier, Spitzbergen, Grönland, N.-Amerika.

Fundorte in Schweden

Sk. Klöva Hallar, Sönnarslöv X. 1947. Förna von Abhang mit grossen Steinen (D). - Sösdala X. 1940. Förna aus Mischwald (D).

Hall. Onsala, Raö IX. 1941. Pappel-Haselbestand (L.) - IX. 1941. Wachholder-Heidekraut-Empetrum (L).

Sm. Hemmesjö, Aryd V. 1941. Dicranum  in Kiefernwald (F).

Upl. Ö. Ryd, Röskär, VIII. 1950. Ufer des Värtan, aus dicht verfilztem Anspülicht (S).

Jmt. Enafors VI. 1949. Aus Moos, Blättern und Gras um einen Birkenstumpf, sowie aus Cladonia-Rasen (S).

Ang. Gidea, Hundsjön IX. 1945. Moos und Förna aus Nadelwald vom Vaccinium-Typ (F).

T. Lpm. Abisko VII. 1951. Unter krüppligem Juniperus  vom Slattatjakko in 850 m Höhe ü. M. (S). - V.-VI. 1938. Moose in der Umgebung eines Tümpels, Moose zwischen Birkenwald (Ti).