Formica sanguinea,

Förster, A., 1850, Hymenopterologische Studien. 1. Formicariae., Aachen: Unknown Publisher: 20-21

publication ID

8138

persistent identifier

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treatment provided by

Christiana

scientific name

Formica sanguinea
status

 

6. Form. sanguinea  HNS  .

Latr. Fourm. p. 150. [[ worker ]] pl. V, flg. 29.

Operaria: Rufo-sangulnea, levissime cinereo-micans, abdomine castaneo-atro, pilis erectis flavidis consperso; fronte, palpis, antennarum flagello, tibiis tarsiuque aut omniuno rufis, aut subfuscis: occipite latieri concaviusculo; mandibulis longitudiaaliter rugosis, fortiter punctatis clypeo toto ruguloso, margine infero distinete leviter emarginato; area frontali subtilissime rugulosa, opaca; segmento primo abdominis squama subtriangulariter rotundata, margine supero plus minus emarginato. Lg. 3 lin.

Ich würde diese Art unbedenklich für Form. dominula Nyl.  HNS  halten, wenn ich nicht darin ganz bestimmt die F. sanguinea Latr.  HNS  zu erkennen glaubte. Der Einwurf, daß die allerdings auffallende Ausrandung des Clypeus von Latreille nicht berührt wird, kann diese Ansicht nicht entkräften, da dieser Schriftsteller bei keiner Art des Clypeus überhaupt erwähnt. Auch die schwache Ausrandung des Hinterhaupts konnte leicht übersehen werden. Dagegen läßt die etwas hellere und von F. rufa  HNS  etwas abweichende, rothe Farbe wohl mit Sicherheit die F. sanguinea Latr.  HNS  erkennen, wenn nicht überdies noch in allen andern Punkten sich eine Uebereinstimmung mit seiner Beschreibung nachweisen ließe. Was endlich die Lebensweise anbetrifft, so stimmt diese ganz mit Latreille´s Angabe, *) wonach sie unter Steinen lebt, aber keine Nester anlegt. Auch in hiesiger Gegend kommt sie nur unter Steinen vor, wo unser scharßichtiger und unermüdlicher Freund Reinemann sie zuerst in der Gegend von Stolberg und später bei Aachen aufgefunden hat. Nylander scheint.seiner F. dominula  HNS  , eine etwas abweichende Lebensweise **) anzuweisen. Immerhin aber bleibt die Möglichkeit, daß Form. dominula Nyl.  HNS  und Form. sanguinea Latr.  HNS  zwei verschiedene Arten bilden, während unsre Art wohl sicher einer von beiden zugezählt werden muß.

Der Arbeiter hat entweder einen ganz rothen Kopf oder derselbe ist auf der Stirne, nicht aber am Hinterhaupt, schwach bräunlich, die Taster und die Geißel der Fühler heller oder dunkler roth, oder auch bräunlich. Die Mandibeln der Länge nach runzlig, zwischen den Runzeln stark punktirt; der Clypeus runzlig, wach die Seitengruben, der untere oder Mundrand desselben in der Mitte weit aber nicht tief ausgerandet, seitwärts ist derselbe noch einmal leicht gebuchtet. Die Area frontalis scharf abgegrenzt, sehr fein runzlig, mit sehr wenigen zerstreuten Pünktchen. Die Stirnlamellen mit ziemlich scharfem Rande, die Stirnlinie nicht ganz das mittlere Nebenauge erreichend. Die Netzaugen unbehaart, die Nebenauges klein. Das Hinterhaupt breit aber seicht ausgerandet. Der ganze Kopf fein aber dicht runzlig, mit sehr kurzen, angedrückten, Aber zerstreuten Härchen bekleidet, die aus feinen, ebenfalls zerstreuten, nicht besonders deutlichen Pünktchen entspringen. Der Mittelleib ganz roth, der abschüssige Theil des Hinterrückens so lang wie der Basaltheil. Die Beine entweder ganz hell roth oder die Tibien und Tarsen dunkelroth bis bräunlich, niemals aber habe ich, wie Nyl. beider F. dominula  HNS  , die Beine ganz bräunlich gesehen. Am Hinterleib ist das erste Segment ganz roth, die übrigen dunkelbraun, die Schuppe fast dreiseitig, der obere Rand in der Mitte leicht eingedrückt oder bei den kleineren Individuen auch wohl deutlich, obgleich nicht tief ausgerandet. Die übrigen Segmente fein runzlig, durch eine dicht anliegende, gedrängte Behaarung grau, oder schwach seidenartig schimmernd, die äußerst feine Punktirung nur schwer zu erkennen, auf dem Rücken mit zerstreuten, fast goldgelb schimmernden, aufrechten Borstenhaaren, die hier kurz, auf der Bauchseite aber und an der Spitze des Hinterleibs länger sind und aus etwas gröberen und leichter bemerkbaren Punkten entspringen.

Diese Art findet sich bei Stolberg und Aachen, aus der Rheingegend erhielt sie schon Latreille, was noch insbesondere zu der Annahme berechtigt, daß wir hier die ächte Latreille'iche Art vor uns haben.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Formicidae

Genus

Formica