Oppia laniseta (Moritz, 1966)

Beck, L. & Woas, S., 1991, Die Oribatiden-Arten (Acari) eines suedwestdeutschen Buchenwaldes I., carolinea 49, pp. 37-82: 57-58

publication ID

ORI5378

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/BAA6D59C-DAE0-10A9-8DB5-B4564D5A8B82

treatment provided by

Thomas

scientific name

Oppia laniseta (Moritz, 1966)
status

 

Oppia laniseta (Moritz, 1966) 

Oppia clavipectinata  , - WOAS (1986)

Bestimmung nach MORITZ (1966:128), WOAS (1986:150)

Länge 310-380 µm, Länge:Breite 1,75-2,00 (10 Ex.)

Belegmaterial: Stadtwald Ettlingen, Moderbuchenwald, auf Rinde an einem Eichenstamm, IX/ 1989 I. WUNDERLE leg., 9 Ex., LNK A 0333GoogleMaps  .

Diskussion

Neben den wenigen Exemplaren, die der Revision von Woas (1986) zugrundelagen, wurden inzwischen einige weitere Tiere gefunden. Sie stimmen mit der genannten Beschreibung überein.

Weigmann (in litt.) bekräftigt bei seiner kritischen Durchsicht der vorliegenden Arbeit seinen schon früher geäußerten Einwand gegen die Identifizierung der unter Oppia clavipectinata  aufgeführten Tiere mit dieser Art durch Woas (1986): "Ich habe das Typusexemplar von Michael (Lectotypus durch Forsslund 1930) gesehen und skizziert. Danach bestätigt sich meine Sicherheit, daß Michaels Zeichnung zuverlässig die Notogasterbeborstung abbildet. Es ist mit Sicherheit keine Art mit vielen Borsten, wie in der (zu Recht umstrittenen) "Gattung" Multioppia  , sondern mit 9. Ich kenne und habe Multioppia excisa  . Sie ist deutlich verschieden. Woas' O. clavipectinata  gehört eindeutig zum Multioppia-Komplex  und ist von Michaels verschieden (wohl laniseta  ?)" Die Skizze Weigmanns des MICHAELSchen Typus und eine Zeichnung Weigmanns einer Oppia clavipectinata  (Michael, 1885) aus seiner Sammlung sind in Abbildung 6 mit freundlicher Genehmigung des Autors wiedergegeben. In der Tat läßt sich nach diesen Feststellungen von Weigmann die Identifizierung unserer Tiere mit O. clavipectinata  nicht mehr aufrechterhalten, ging Woas (1986) doch davon aus, daß Michael die Notogasterhaare nicht vollständig gezeichnet hat. Nach wie vor besteht jedoch - soweit sich dies der Literatur entnehmen läßt - in beträchtliches Maß an Übereinstimmung in den meisten Merkmalen wie Ausprägung des Prodorsµm, der Prodorsalhaare, des Sensillus, der Notogasterhaare, der Körpergröße, so daß derzeit als einziges Merkmal zur Unterscheidung zwischen O. laniseta  und O. clavipectinata  die Anzahl der Notogasterhaare ist. Wir unterstellen im vorliegenden Fall die Konstanz dieses Merkmals und ordnen die Tiere aus unserem Untersuchungsgebiet, einschließlich der der Beschreibung von Woas (1986) zugrundeliegenden Exemplare der Art O. laniseta Moritz  , 1966 zu.

Zur Unterscheidung von der "echten" O. clavipectinata  (Michael, 1885) non sensu Woas, 1986 fügen wir zwei Skizzen bei, die Prof. Weigmann dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat (Abb. 6). Danach wird die Diskussion um O. clavipectinata  neu aufzunehmen sein und u. a. auch die Frage zu beantworten haben, ob nicht O. (Insculptoppia) insculpta  (Paoli, 1908) mit O. clavipectinata  identisch ist, was bereits Bernini (1968-69) anläßlich seiner Wiederbeschreibung von O. insculpta  für wahrscheinlich hält.

In die Diskussion einer Zugehörigkeit zum Artkomplex von O. laniseta  oder zu dieser Art selbst ist über die bei Woas (1986) erwähnten Arten hinaus auch Damaeosoma fasciatum  PAOLI, 1908 einzubeziehen. Hierfür spricht der Sensillus, die Ausprägung des Hinterrandes des Prodorsum wie auch des Vorderrandes des Notogaster und das spitz vorragende Discidium. Damaeosoma clavipectinatum sensu Paoli  , 1908 dagegen dürfte eher eine Oppiella  in der Nachbarschaft von O. subpectinata  und O. obsoleta  sein.

Im untersuchten Buchenwald beschränken sich die wenigen Funde von O. laniseta  auf Moosaufwuchs an Buchenstämmen und auf die Rinde einer der wenigen eingestreuten Stieleichen. In der Bodenstreu wurde die Art ein einziges Mal gefunden.

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Arachnida

Order

Sarcoptiformes

Family

Oppiidae

Genus

Oppia