Trechus (Trechus) schyberosiae, Szallies & Schüle, 2011

Szallies, Alexander & Schüle, Peter, 2011, Trechus (Trechus) schyberosiae sp. nov., ein Reliktendemit aus den Voralpen der nördlichen Schweiz (Coleoptera: Carabidae, Trechini), Contributions to Natural History 18, pp. 1-12 : 3-6

publication ID

https://doi.org/ 10.5169/seals-787073

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.5729793

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/E125F507-8D12-FFEB-4BFA-FBF5FD857167

treatment provided by

Carolina

scientific name

Trechus (Trechus) schyberosiae
status

sp. nov.

Trechus (Trechus) schyberosiae View in CoL sp. nov. (Habitus Abb. 1 View Abb )

Typusmaterial: Insgesamt 200 Exemplare, 120 ♂ und 80 ♀.

Holotypus: 1 ♂ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst , 2100 m, 14.6.2009, leg. A. Szallies ( NMBE) .

Paratypen: 10 ♂ und 3 ♀ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst , 2050 m, 14.7.2010, leg. A. Szallies. 15 ♂ und 14 ♀ Kanton Luzern, Schrattenfluh, unterhalb Hengst , 2050 m, 26.6.2011, leg. M. Donabauer & A. Szallies. 1 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Kulm NW , Nordseite , 2080 m, 4.9.1982, leg. P. Herger. 1 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Kulm Nordhang, 2080 m, 23.6.1984, leg. W. Marggi. 1 ♂ Pilatus , OW (Obwalden), 20.7.1916, Sammlung A. Mathey, Biel, 1971 (wahrscheinlich der Sammler des Exemplars) . 20 ♂ und 8 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 8.5.2011, leg. A. Szallies, A. Specker & M. Speck. 21 ♂ und 27 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 23.6.2011, leg. M. Donabauer & A. Szallies. 37 ♂ und 18 ♀ Kanton Nidwalden, Pilatus-Oberhaupt, 2050 m, 3.7.2011, leg. J. Lau, P. Schüle & A. Szallies. 15 ♂ und 7 ♀ Kanton Bern, Hohgant, 2150 m, 10.5.2011, leg. A. Szallies. 1 ♀ Kanton Luzern, Brienzer Rothorn, Nordseite , 2100 m, 28.9.2006, leg. A. Szallies.

Paratypen in den Sammlungen NMBE, NMLU, NMBA, ETH, SMNS, cSZ, cJL, cMD, cPS, cWM .

Grösse: 3,6–4,0 mm.

Färbung: Matur schwärzlich. Flügeldecken mit sehr schwach blau irisierendem Glanz. Die zwei Fühlerbasisglieder einfarbig heller braun, wie auch die Basis der restlichen anschliessenden Fühlerglieder mehr oder weniger aufgehellt. Das Endglied distal zumeist ebenfalls aufgehellt. Taster an den Spitzen der Endglieder gelblich aufgehellt. Beine dunkel-gelblich, die Basis der Schenkel schwärzlich.

Kopf: Quadratisch, gross, mit unauffälligen, grossen Augen. Fein chagriniert. Labrum eingebuchtet.

Pronotum: Quer, mit feiner Mittelfurche und deutlich abgesetzem Seitenrand, bis zu den Hinterwinkeln etwa halb so breit wie das zweite Fühlerglied dick. Auf der Scheibe sehr fein und schwach chagriniert. Halsschildhinterrandecken leicht spitzwinklig zulaufend und als kleines Zähnchen vom gebogenen Seitenrand abgesetzt. Basaler Halsschildrand fast gerade, zu den Ecken nur leicht gebuchtet.

Elytren: Flach, subparallel, langgesteckt. Grösste Breite kurz vor oder in der Mitte. Innere drei Elytrenstreifen deutlicher gefurcht, äussere Streifen schwächer. Drei Porenpunkte am dritten Streifen, der vordere im ersten Drittel, der mittlere in der Mitte der Elytren, der letzte am Zusammenlaufpunkt vom zweiten, dritten und vierten Streifen, vom Flügeldecken-Apikalende weit mehr als die Breite eines Hinterschenkels entfernt. Flügeldeckenspitzen ganz hinten klaffend und einzeln schwach abgewinkelt gerundet. Flügeldeckenseitenrand oben auf Höhe des dritten Streifens beginnend und gleichmässig breit bis knapp hinter den Trechusbogen ziehend.

Beine: Gliedmasse mit unauffälligen Proportionen, beim Männchen die ersten zwei Vordertarsenglieder gattungstypisch spitz dreieckig zur Aussenseite hin ausgezogen.

Aedoeagus, Lateralansicht, distales Ende rechts gelegen ( Abb. 2a View Abb ): Schlank, langgestreckt, in der basalen Hälfte vor der Mitte bauchig erweitert. An der untersten Basis, unterhalb der Parameren, ein ovaler, in Aufsicht platter, stark sklerotisierter Anhang. Spitze des Aedoeagus ausgezogen und steil nach oben gebogen. Eine sklerotisierte Innensackstruktur (pièces copulatrices) etwa mittig im Aedoeagus. Die sklerotisierte Innensackstruktur aus zwei Teilen bestehend: ein spitzer gerader Sporn in einer halbkegelförmigen Scheide, die distal einfach und zugespitzt ausläuft. An der Oberkante der Scheide ein gleich bleibend schmaler Rand nach unten geknickt (Detail in Abb. 2a View Abb ). Entlang der Unterseite der halbkegelförmigen Scheide ein durchgehender Kiel bis kurz vor die Spitze (nicht abgebildet).

Phänologie: T. schyberosiae sp. nov. ist von Mai bis Anfang September gefunden worden.

Vorkommen: Südlich unterhalb des Hengst im Gebiet der Schrattenfluh im Kanton Luzern, in den steilen Nordflanken des Hohgant im Kanton Bern, in der nordexponierten Schutthalde des Brienzer Rothorns auf Luzerner Gebiet und auf dem Pilatus auf Nidwaldner und eventuell Obwaldner Gebiet. In der alpinen Region ab 2000 m Höhe.

Etymologie: Nach der sagenhaften Jungfrau "Schybe-Rosi", die in einer Höhle der Schrattenfluh eingesperrt sein soll.

NMBE

Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern

NMLU

Natur-Museum Luzern

NMBA

Naturhistorisches Museum, Basel

ETH

Kultursammlungen der Eidgenosische Technische Hochschule

SMNS

Staatliches Museum fuer Naturkund Stuttgart

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Carabidae

Genus

Trechus

GBIF Dataset (for parent article) Darwin Core Archive (for parent article) View in SIBiLS Plain XML RDF