Liacarus xylariae (Schrank, 1803)

Beck, L. & Woas, S., 1991, Die Oribatiden-Arten (Acari) eines suedwestdeutschen Buchenwaldes I., carolinea 49, pp. 37-82: 50

publication ID

ORI5378

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/EB71BAA0-C235-3C3E-0F6F-5F98CFABEE34

treatment provided by

Thomas

scientific name

Liacarus xylariae (Schrank, 1803)
status

 

Liacarus xylariae (Schrank, 1803) 

Bestimmung nach WILLMANN (1954:256), SCHUSTER (1956: 98), SELLNICK (1960:101),

Länge 740-955 µm, Länge:Breite 1,45-1,75 (11 Ex.)

Belegmaterial: Stadtwald Ettlingen, Moderbuchenwald, Bodenstreu, F-Schicht, III/1982, 11 Ex., LNK A 0329GoogleMaps  .

Diskussion

Die Art ist auf den ersten Blick aufgrund der Körperform und - größe mit L. coracinus  zu verwechseln, zumal folgende Merkmale weitgehend übereinstimmen: -11 Notogasterhaare, noch etwas feiner, ps1 allerdings kräftiger als bei L. coracinus  ,

- lange Interlamellarhaare,

- dorsosejugale Linie median gerade bis leicht konkav. Die übrigen Merkmale sind allerdings deutlich verschieden:

- Keinerlei Riefung auf dem Notogaster,

- Lamellen vorne verschmolzen (wenn auch nicht "nahtlos " wie bei Sellnick (1960:101) beschrieben), Ver-

schmelzungslamelle zwischen den Cuspides endet manchmal vorne gerade, manchmal in einem kleinen Zahn,

- Cuspides enden in der Basis der Lamellarhaare, ragen frontal etwas über die verschmolzenen Lamellen hinaus, bilden aber keinerlei Spitze, Ecke oder Rundung neben den Lamellarhaare (Willmann 1954, Abb. 21). Die von Schuster (1964) angegebenen "ziemlich deutlichen Faltenstrukturen" der Lamellen sind auch bei unseren Tieren klar zu sehen. Allerdings fehlt unseren Tieren der kleine Zahnfortsatz an der Innenseite der Cupis; da sich aber schon bei L. coracinus  solche Zahnbildungen an den Cuspides als sehr variabel herausgestellt haben, möchten wir diesem Merkmal keine große Bedeutung beimessen. Wie bei L. coracinus  sind auch bei L. xylariae  die steirischen Tiere mit 844-1080 µm erheblich größer als die unsrigen. Damit würde der Schwankungsbereich der Körpergröße den Faktor 1,8 erreichen. Derzeit muß man dies wohl so akzeptieren. Die Artabgrenzungen innerhalb der gesamten Gattung Liacarus  werden sich definitiv nur im Rahmen einer umfassenden Revision festlegen lassen.