Eremaeus silvestris , K. - H. Forsslund, 1956

K. - H. Forsslund, 1956, Schwedische Oribatei (Acari). III., Entomologisk Tidskrift 77, pp. 210-218: 213-214

publication ID

ORI10040

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/F900F57B-0837-EE31-BC68-5876003AA3EA

treatment provided by

Thomas

scientific name

Eremaeus silvestris
status

n. sp.

3. Eremaeus silvestris  n. sp.

Das beschriebene Tier ist 610 µ lang.

Farbe rötlich braun. Oberseite. Propodosoma vor den Acetabula I konisch mit abgerundeter Rostrumspitze. Zwischen den Rostralhaaren, die 40 µ voneinander entfernt sind, befindet sich eine flache, nach vorn etwas verschmälerte Einsenkung. Lamellarhaare nahe am Rande des Propodosomas befestigt; der Abstand zwischen ihren Festpunkten ist 80 µ. Gleich hinter diesen eine schmale, nach vorn schwach konvexe Linie (nicht immer sichtbar). Lamellen auf der Mitte des Propodosomas, nahe beieinander (Abstand 40 µ), am Vorderende zugespitzt; ihre Länge ist etwa 60 µ. Interlamellarhaare aufgerichtet, ihre Festpunkte 60 µ, von einander entfernt. Abstand zwischen den Bothridien 88 µ. Sensilli 120 µ lang und über die äussere Hälfte sehr schwach spindelförmig verdickt und dort mit feinen Härchen dicht besetzt. Nahe am Hinterrande des Propodosomas einige unregelmässige, nach hinten gerichtete Lappen. Hysterosoma oval, vorne gerade. Borsten ziemlich lang und kräftig, besonders die 4 vordersten. Alle Borsten - auch die des Propodosomas - sind etwas rauh. Rückenschild des Hysterosomas und teilweise die Seiten des Propodosomas sind von kleinen, hellen, schwach hervortretenden Punkten übersät.

Unterseite. Camerostom breit konisch, hinten konvex. Apodemata und Sternum als flache, unregelmässige, etwas dunkle Leisten ausgebildet; eine kurze, dunkle Leiste geht von Acetabulum IV nach hinten. Mediale Teile der Epimeren mit kleinen, unregelmässigen Feldern versehen. Epimerenformel 3-2-2-2. Umgebung der Genitalplatten und der Zwischenraum zwischen diesen und den Analplatten etwas dunkler. 6 Genitalhaare, 5 Analhaare. Analplatten beinahe doppelt so lang wie die Genitalplatten, nach vorne schmaler werden. An den Seiten der Analplatten und hinter ihnen 5-6 Haare. Ventralschild ebenso wie das Dorsalschild mit Punkten versehen. Am Hinterende zwischen diesen Schildern befindet sich eine länglich ovale Chitinplatte.

Beine I und II. Femur proximal schmal, sein Hauptteil stark verbreitert mit ovalem Umriss; dieser Teil um ein Drittel länger als breit. Genu kurz, in der Mitte nach vorn umgebogen, distalwärts etwas verbreitert. Tibia ungefähr halb so lang wie Femur, distalwärts allmählich verbreitert. Tarsus birnenförmig. Tibia und Genu dorsal in der Spitze mit je einem sehr langen Tasthaar, das bei Tibia besonders lang ist. Beine III und IV. Trochanter abgerundet dreieckig, dorsal in der Spitze mit einem spitzen und kräftigen, schräg nach aussen gerichteten Dorn. Übrige Glieder, mit Ausnahme von Genu, das sehr klein ist, verhältnismässig länger und schmaler als die der zwei ersten Beinpaare. Femur III misst 88 x ca 53 µ, Tibia III ist 78 µ lang, diese ist also etwas kürzer als jenes. Entsprechende Masse für Bein IV sind: 97 x 55 und ca 105 µ, Tibia ist also hier etwas länger als Femur. Ventralseite der Femora, besonders die des III., schmal lamellenartig und dünn. Dorsale Endborste der Tibia ziemlich lang, die des Genu kurz.

Grösse. Länge 570-665 µ, Breite 290-375 µ, im Mittel 620 x 325 µ (10 Ex.)

Verbreitung. Holotypus männl. und Allotypus weibl.: Schweden: Uppland, Oe . Ryd, Roeskaer 5/8 1950, im Anspülicht am Ufer von St. Värtan (M. Sellnick).GoogleMaps  - Smaland. Hemmesjoe , Aryd 17/5 1941 (Verf.).GoogleMaps  Uppland. Stockholm, Experimentalfaeltet 2/5 1941 (Verf.)GoogleMaps  ; Ekeroe , Loennviken 6/7 1952 (M. Sellnick)GoogleMaps  ; Danderyd 1/6 1933 (Verf.)GoogleMaps  ; Uppsala, Norby 10/5 1942 (A. Holm)GoogleMaps  ; Vaenge , Fibywald 11/9 1944 (Verf.)GoogleMaps  . Dalarna. Ludvika, Brunnsvik 30/5 1942 (Verf.)GoogleMaps  ; Mora, Siljansfors 15/7 1947 (Verf.)GoogleMaps  . Hälsingland. Delsbo, Oeveraelve 30/5 1945 (Verf.).GoogleMaps  Angermanland. Gidea, Hundsjoen 8/9 1945 (Verf.).GoogleMaps  Västerbotten. Degerfors, Kulbaecksliden GoogleMaps  und Svartberget 1932-1951, häufig (Verf.)GoogleMaps  .

Ökologie. Die Art kommt hauptsächlich in Moos und Förna in Wäldern verschiedener Typen vor, bisweilen findet man sie auch in den oberen Teilen der Humusschicht. Sie ist auch unter der Rinde eines toten Kiefernstammes am Boden, in Mulm in einer alten Eiche und in einem verlassenen Haufen von Formica rufa  gefunden worden.

E. silvestris  dürfte eine viel grössere Verbreitung haben, als bisher bekannt, ist. Zweifelsohne ist er oft mit E. oblongus C. L. Koch  vermischt worden. Es gibt z. B. in Berleses Sammlung Exemplare aus Italien: Vallombrosa und Florenz, Boboli, die zu silvestris  gehören müssen. Nur eines der als oblongus  bezeichneten Exemplare ist diese Art (von Genova). Nach Beschriftung auf dem Etikett ist dieses auf der Rinde einer Olive gefunden, während die anderen Exemplare im Boden gesammelt sind. In Schweden ist E. oblongus  vorwiegend eine arboricole Art.