Stenus clavifer, Puthz, 2016

Puthz, Volker, 2016, Übersicht über die neotropischen Arten der Gattung Stenus LATREILLE mit seitlich gerandetem Abdomen und ungelappten Tarsen (Coleoptera, Staphylinidae) 350. Beitrag zur Kenntnis der Steninen, Linzer biologische Beiträge 48 (2), pp. 1551-1634 : 1569-1570

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5355748

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.5452271

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03C78799-FFFE-E034-0FF9-20CEACB0FD0A

treatment provided by

Marcus

scientific name

Stenus clavifer
status

sp. nov.

Stenus clavifer View in CoL nov.sp.

( Abb. 44 View Abb , 86 View Abb , 109 View Abb , 144 View Abb , 180, 188, 189 View Abb )

Material: Holotypus (♂) und 1♂ - Paratypus: KOLUMBIEN: Cundinamarca, Finca Bella Vista near Sasaima , 5.V.1965, P. R. Craig. 1♀ - Paratypus: "de Savanna à Bogota ", 1887, O. Thieme.- HT in der CAS, PTT im MNHNP und in cP.

Beschreibung: Makropter, schwarz mit leichtem Metallschimmer, jede Elytre mit einem ovalen, rötlichgelben Fleck im hinteren Aussenviertel ( Abb. 44 View Abb ), schwach glänzend; Vorderkörper grob bis sehr grob, äusserst dicht, mehrfach zusammenfliessend punktiert/skulptiert, Abdomen grob und äusserst dicht, aber getrennt punktiert, lang, dicht, anliegend beborstet. Kiefertaster hellgelb. Fühler und Beine mittelbraun. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, ziemlich dicht beborstet, Abdomen seitlich breit gerandet, Tarsen ungelappt.

Länge: 3,8-4,5mm (Vorderkörperlänge: 2,0mm).

PM des HT: HW: 34,5; DE: 20; PW: 28; PL: 27; EW: 41; EL: 36; SL: 29.

Männchen: Schenkel stark gekeult, Hinterschienen stark nach innen gebogen, Mittelschienen mit starkem Apikaldorn, Hinterschienen mit starkem Präapikaldorn. Metasternum flach und breit eingedrückt, grob und dicht auf glänzendem Grund punktiert, Mittellinie mit einer Reihe feiner Punkte (aber ohne mittlere "Bürste") ( Abb. 144 View Abb ). 3. Sternit einfach; 4.- 6. Sternit in der Mitte breit abgeflacht und daselbst kaum dichter als an den Sternitseiten punktiert und beborstet; 7. Sternit in der hinteren Mitte fein und sehr dicht punktiert und beborstet, Hinterrand flach ausgerandet. 8. Sternit mit schmalem, spitzwinkligem Ausschnitt etwa im hinteren Drittel des Sternits. 9. Sternit apikolateral mehr oder weniger deutlich gesägt. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus ( Abb. 180 View Abb ), Apikalpartie des Medianlobus vorn stempelförmig verbreitert; Innenkörper mit einem langen, nagelförmigem Sklerit ( Abb. 188 View Abb ) sowie mit einem Komplex aus 6 engstehenden, kürzeren "Nägeln" ( Abb. 189 View Abb ); Parameren viel kürzer als der Medianlobus, an ihren Spitzen mit etwa 24 Borsten.

Weibchen: 8. Sternit (etwa wie in Abb 298 View Abb ). Valvifer apikal gesägt. 10. Tergit wie beim Männchen.

Kopf deutlich schmäler als die Elytren, Stirn breit, mit tiefen, scharfen Längsfurchen, Mittelteil etwas schmäler als jedes der gewölbten Seitenteile, beulenförmig erhoben, aber nicht das Niveau der Augeninnenränder erreichend; Punktierung grob und äusserst dicht, mittlerer Punktdurchmesser gut so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlergliedes, Punktzwischenräume gratartig scharf, am Mittelteil kaum grösser. Fühler kurz, zurückgelegt bis ins hintere Pronotumdrittel reichend, vorletzte Glieder kaum länger als breit. Pronotum etwa so lang wie breit, in der Vorderhälfte am breitesten, seitlich daselbst konvex, in der Hinterhälfte deutlich konkav verengt; längs der Mitte wird eine scharfe Furche erkennbar; Punktierung sehr grob, äusserst dicht, vielfach zusammenfliessend, Punkte gut so grob wie auf der Stirn. Elytren subtrapezoid, breiter als lang, Seiten hinter den eckigen Schultern lang, gerade erweitert, im hinteren Viertel eingezogen, Hinterrand breit ausgerandet; Naht- und Schultereindruck flach; Skulptur mindestens so grob und so dicht wie am Pronotum; die ovale Makel wenig deutlich abgesetzt ( Abb. 44 View Abb ). Abdomen breit, leicht aufgebogen gerandet, Paratergite 4 etwa so breit wie die Hinterschienen in ihrer Mitte (♂), sehr grob, sehr dicht, einreihig punktiert; basale Querfurchen der vorderen Tergite mässig tief, ohne Kielchen, Hinterrand des 7. Tergits mit deutlichem Hautsaum; Punktierung grob und äusserst dicht, vorn wenig gröber als hinten, Punktzwischenräume kleiner als die Punktradien ( Abb. 86 View Abb , 109 View Abb ). An den Beinen sind die Hintertarsen etwa fünf Siebtel schienenlang, ihr 1. Glied ist etwa so lang wie die beiden folgenden Glieder zusammengenommen, so lang wie das Klauenglied. Die Oberseite ist ohne Mikroskulptur.

Differenzial diagnose: Diese neue Art fällt durch ihre ausserordentlich dichte und grobe Punktierung der Tergite auf. Zur Unterscheidung von den Verwandten vergleiche man die Bestimmungstabelle.

Etymologie: Wegen des grossen, nagelähnlichen Sklerit im Medianlobus nenne ich diese neue Art " clavifer " (Lat.= nageltragend).

CAS

USA, California, San Francisco, California Academy of Sciences

MNHNP

MNHNP

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Coleoptera

Family

Staphylinidae

Genus

Stenus

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