Stenus tricuspis nov.sp. (Abb. 8, 82, 131, 182, 232)

M a t e r i a l: Holotypus (♂) und 6♂♂, 4♀♀ - Paratypen: CHINA: W Sichuan, Erlang Shan, E Ssutao- Kiao Pass, 29 o 52‘13‘‘N, 102 o 17‘08‘‘E, 19.V.1997, M. Schülke . Paratypen: 2♂♂, 4♀♀: wie HT, E side, 3 km below pass, 19.V.1997, A. Pütz; 4♂♂, 3♀♀: Erlang Shan Pass, 29 o 52’36’’N, 102 o 17’82’’E, 2900m, 22.VI.1999, idem ; 2♂♂, 2♀♀: ibidem, 9 km SE Luding, 20.VI.1999, M. Schülke ; 3♂♂, 4♀♀: ibidem, 22.VI.1999, idem; 1♂: Erlang Shan Pass, road 3018, ca. 3000m, 8 km SE Luding, 21.-29.VI.1999, D. Wrase ; 3♂♂, 5♀♀: Erlong Shan (sic), 2860m, 2.X.1996, S. Nomura & Zhao. - HT und PTT im coll. Schülke (Berlin), PTT in coll. Pütz, coll. Watanabe (TUA), im BLZ, in der SHNU und in cP.

B e s c h r e i b u n g: Brachypter, schwach schimmernd, Kopf schwarz, Abdomen schwarzbraun, Pronotum und Elytren dunkel kastanienbraun; Vorderkörper grob und sehr dicht punktiert (Kopf: Abb. 8), Abdomen vorn mässig grob und dicht, hinten fein und dicht punktiert (Tergit 7: Abb. 131); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster gelblich, Fühlerbasis und Beine hellbraun, Fühlerkeule mittelbraun. Clypeus dunkelbraun, Oberlippe braun, heller gesäumt, dünn beborstet. Alle Abdominalsegmente seitlich ungerandet, 4. Tarsenglied gelappt. Oberseite flach genetzt.

Länge: 2,5-3,3mm (Vorderkörperlänge: 1,3-1,4mm).

PM des HT: HW: 28; DE: 15; PW: 22,5; PL: 21; EW: 25,5; EL: 21; SL: 17.

Männchen: Schenkel stark gekeult, Schienen einfach. Metasternum flach eingedrückt, grob und dicht auf flach genetztem Grund punktiert und beborstet (Abb. 82), 3. Sternit einfach, 4. und 5. Sternit in der hinteren Mitte abgeflacht und daselbst dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, 6. Sternit in der hinteren Mitte mässig eingedrückt und daselbst wenig dichter als an den Sternitseiten punktiert und beborstet, 7. Sternit mit hufeisenförmigem Eindruck in der hinteren Mitte, darin sehr fein und sehr dicht punktiert und beborstet, Hinterrand kaum erkennbar flach ausgerandet. 8. Sternit mit schmalrunder Ausrandung etwa im hinteren Achtel des Sternits, 9. Sternit mit spitzem Apikolateralzahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 182), Apikalpartie des Medianlobus kurz dreispitzig, ventral mit mehreren Sinnesborsten; im Innern werden eine kräftig sklerotisierte Ausstülpspange sowie ein breittubiger, distal gabelförmig gespaltener Innensack deutlich; Parameren so lang wie der Medianlobus, apikal mit etwa 9 Borsten.

Weibchen: 8. Sternit zum Hinterrand sehr flach stumpfwinklig verengt. Valvifer apikolateral spitz. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 232), Infundibulum etwa dreimal so lang wie breit, mittlerer Spermathekengang zweimal gewunden, Endschlauch deutlich länger als der mittlere Spermathekengang.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört zu den vergleichsweise grossen Arten der S. cephalotes- Gruppe. Vom sehr ähnlichen S. gonggamontis TANG & PUTHZ unterscheidet sie sich äusserlich schwer durch weniger auffällig beulenförmig erhobene Stirnmitte und die stark gekeulten Schenkel der Männchen, von S. tricorniger nov.sp. deutlich durch weniger grobe Punktierung des Abdomens und durch genetzte Oberseite, von S. emeimontis nov.sp., der einen ähnlichen Umriss seines Medianlobus zeigt, durch seitlich ungerandetes 3. Abdominalsegment, von allen durch die Sexualcharaktere.

E t y m o l o g i e: Der Name dieser bezieht sich auf den dreispitzigen Umriss der vorderen Medianlobus (Lat. tricuspis = mit drei Spitzen).