Stenus pordenonei nov.sp. (Abb. 22, 54, 121, 178, 212)

M a t e r i a l: Holotypus (♂) und 2♂♂, 1♀ - Paratypen: CHINA: N Sichuan, 70 km N Songpan, road S 301 above Gan Lake, 33 o 15‘26‘‘N, 103 o 46‘03‘‘E, 2700m, spruce forest with birch, 12.VIII.2012, M. Schülke & D. Wrase (CH 12-26) .- HT und PTT in coll. Schülke (Berlin), 1 PT in cP.

B e s c h r e i b u n g: Apter, sehr schwach schimmernd, schwarz; Vorderkörper grob und sehr dicht, aber getrennt, punktiert (Abb. 22, 54), Abdomen vorn grob und sehr dicht, hinten mässig fein und sehr dicht punktiert (7. Tergit: Abb. 121); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. An den Kiefertastern die ersten beiden Glieder gelblich, das 3. Glied braun. Fühler und Beine mittelbraun. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, mässig dicht beborstet. Abdomen mit deutlichen Paratergiten, 4. Tarsenglied schmal, kurz gelappt.

Länge: 2,6-3,2mm (Vorderkörperlänge: 1,3-1,4mm).

PM des HT: HW: 26,5; DE: 14; PW: 22; PL: 20; EW: 26; EL: 21; SL: 15.

Männchen: Beine einfach. Metasternum flach eingedrückt, grob und sehr dicht auf sehr flach genetztem Grund punktiert und beborstet, Vordersternite einfach, 7. Sternit längs der Mitte kaum abgeflacht und daselbst etwas feiner und weitläufiger als an den Seiten punktiert und beborstet. 8. Sternit mit runder Ausrandung etwa im hinteren Zwanzigstel. 9. Sternit apikolateral mit spitzem Zahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 178), Apikalpartie des Medianlobus spitzwinklig in eine mässig breit abgerundete Spitze verengt, ventral mit mehreren Sinnesborsten; im Innern werden starke Ausstülphaken sowie ein tubiger Innensack deutlich; Parameren wenig länger als der Medianlobus, an ihren Spitzen stark verschmälert, mit insgesamt 3 + 3 langen Borsten.

Weibchen: 8. Sternit zum Hinterrand konisch verengt. Valvifer apikolateral spitz. 10. Tergit wie beim Männchen. Spermatheka (Abb. 212), Infundibulum gut dreimal so lang wie breit, mittlerer Spermathekengang mehrfach kurz gewunden, am Ende erweitert, Endschlauch klein, als "Anhängsel" des erweiterten Spermathekengangs.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in auch in die S. cephalotes-Gruppe. Mit ihrer Oberflächenskulptur und ihren Paratergiten erinnert sie auf den ersten Blick an Vertreter der S. humilis -Gruppe. Von S. liupanshanus TANG & LI unterscheidet sie sich äusserlich durch bedeutendere Grösse, schmäleren Kopf und deutliche Paratergite, von S. nubicola nov.sp. sofort durch viel dichtere Punktierung des genetzten Abdomens und ihre geringere Grösse, von S. ruggierii nov.sp. sofort durch ihre deutlichen Paratergite.

E t y m o l o g i e: Mit ihrem Namen erinnere ich an Odorich von Pordenone (1286- 1331), einen Franziskaner, der mit seinem Reisebericht Europa früh mit China bekannt gemacht hat.