Epilobium lanceolatum Sebast. & Mauri

Lanzettblättriges Weidenröschen

Art ISFS: 148500 Checklist: 1016610 Onagraceae Epilobium Epilobium lanceolatum Sebast. & Mauri

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel rund, 30-60 cm hoch, oben mit abstehenden Drüsenhaaren . Mittlere Blätter lanzettlich, entfernt gezähnelt, am Grund keilförmig verschmälert, 3-6 cm lang und 4-10 mm lang gestielt. Kronblätter 6-8(-10) mm lang, ausgerandet, beim Aufblühen fast weiss. Kelchblätter stumpf. Narben zuletzt sternförmig ausgebreitet. Frucht zwischen den gebogenen anliegenden Haaren auch mit abstehenden Drüsenhaaren .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Lichte Wälder, Steinbrüche, auf Silikatgestein / kollin-montan / VS (unteres Rhonetal), ZH, südliches TI, GR (Unterengadin)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2w23-34 + 2.h.2n=36

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige Vorkommen Zerstörung des Lebensraums ( Abbautätigkeit) Nährstoffeintrag ( Düngung) oder Pestizide aus angrenzenden landwirtschaftlichen Gebieten

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.2.3 - Trockenwarme Silikatschuttflur (Galeopsion segetum)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trocken; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Epilobium lanceolatum Sebast. & Mauri

Volksname Deutscher Name: Lanzettblättriges Weidenröschen Nom français: Epilobe lancéolé Nome italiano: Garofanino lanceolato

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriChecklist 2017148500
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriFlora Helvetica 20011272
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriFlora Helvetica 20121049
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriFlora Helvetica 20181049
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriIndex synonymique 1996148500
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriLandolt 19772113
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriLandolt 19911727
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriSISF/ISFS 2148500
=Epilobium lanceolatum Sebast. & MauriWelten & Sutter 19821101

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iii)c(iv)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige Vorkommen Schutz der Fundstellen (z. B. Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums ( Abbautätigkeit) Schutz der Art bei der Einrichtung neuer Projekte priorisieren Nährstoffeintrag ( Düngung) oder Pestizide aus angrenzenden landwirtschaftlichen Gebieten Düngung und Pestizide in der Region vermeiden Grosse Pufferzonen einrichten