Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.

Kahler Klappertopf

Art ISFS: 344210 Checklist: 1038240 Orobanchaceae Rhinanthus Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie Rh. alectorolophus, aber Stängel, Blätter und Kelch kahl oder nur sehr spärlich behaart, Zähne der Tragblätter gegen die Spitze allmählich kleiner werdend, die vorderen nur etwa 1/4 so lang wie die hinteren, mit höchstens 1 mm langen Grannen, Zähne der Oberlippe 1-2 mm lang, fast rechtwinklig abstehend (bei den anderen Rh.- Arten etwas schräg). Kronschlund geschlossen.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte, lehmige Wiesen / kollin(-montan) / MZ, ME, J, GE

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + w + 33-43 + 3.t.hp.2n=14,22

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung, Verbrachung von Feuchtwiesen) Verwechslung mit häufigeren Arten Fehlende Kenntnisse zur Biologie der Art Rückgang von spät oder regelmässig gemähten Streuewiesen auf nicht zu nähsrtoffhaltigen Böden

Ökologie

Lebensform Halbparasit

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.3.2 - Nährstoffreiche Feuchtwiesen (Sumpfdotterblumenwiese) (Calthion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.

Volksname Deutscher Name: Kahler Klappertopf Nom français: Rhinanthe glabre Nome italiano: Cresta di gallo tardiva

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.Checklist 2017344210
=Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.Flora Helvetica 20181801
<Rhinanthus ovifugus ChabertSISF/ISFS 2344900
<Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel.SISF/ISFS 2344200
<Rhinanthus songeonii ChabertSISF/ISFS 2345100

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Neues Konzept: Das Taxon wird gegenüber dem SISF-2 weiter gefasst. Die Art fasst die im SISF-2 noch getrennt aufgeführten Arten Rhinanthus songeonii Chabert, Rhinanthus ovifugus Chabert und Rhinanthus angustifolius C. C. Gmel. zusammen. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A2c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung, Verbrachung von Feuchtwiesen) Förderung einer angemessenen Nutzung (eine Mahd pro Jahr oder extensive Beweidung) Verwechslung mit häufigeren Arten Sensibilisierung für diese seltene Art Förderung von Artenkenntnissen, auch für schwierige Sippen Fehlende Kenntnisse zur Biologie der Art Wissenschaftliche Arbeiten zur Art fördern Bessere Untersuchungen zur Variablität in der Morphologie, zu Populationsbiologie und genauen Ansprüchen an das Habitat Rückgang von spät oder regelmässig gemähten Streuewiesen auf nicht zu nähsrtoffhaltigen Böden Streuewiesen auf nicht zu nährstoffhaltigen Böden nach Versamung der Art jährlich mähen, keine Brachen Offene Bodenstellen und genügend Feuchtigkeit im Spätwinter und Frühling fördert die Keimung Ex situ Material Close