Odontites vulgaris Moench

Später Roter Zahntrost

Art ISFS: 273500 Checklist: 1030570 Orobanchaceae Odontites Odontites vernus aggr. Odontites vulgaris Moench

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Zweige stark abstehend, Winkel grösser als 30°. Tragblätter die Blüten nicht überragend .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 8-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker, Gräben, lehmige Böden in warmen Lagen / kollin-montan(-subalpin) / CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + w + 44+343.t.hp.2n=20

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung) Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) Herbizide und Eutrophierung Unkrautbekämpfung Sukzession, Konkurrenz

Ökologie

Lebensform Therophyt, Halbparasit

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.5.3 - Talfettweide (Kammgrasweide) (Cynosurion)
7.1.1 - Feuchte Trittflur (Agropyro-Rumicion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ffeucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Odontites vulgaris Moench

Volksname Deutscher Name: Später Roter Zahntrost Nom français: Odontites tardif

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Odontites vulgaris MoenchChecklist 2017273500
=Odontites vulgaris MoenchFlora Helvetica 20121783
=Odontites vulgaris MoenchFlora Helvetica 20181783
=Odontites vulgaris MoenchIndex synonymique 1996273500
=Odontites vulgaris MoenchSISF/ISFS 2273500
=Odontites vulgaris MoenchWelten & Sutter 19821545

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iv)c(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A2c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)A2c
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)A2c
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A2c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung) Wechselfeuchte Stellen insbesondere in sumpfigen Weiden und an Riedwegen erhalten und fördern Förderung leicht ruderaler Riedwiesen (offene Bodenstellen, geringe Störungen) Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit der Erhaltung von Pflügen und Brachen (Die Entschädigung der Landwirte gilt des erhöhten Arbeitsaufwandes und den Minderertrag ab) Getreidebetonte Fruchtfolge (min. 50% Getreide) Mechanische Unkrautbekämpfung nur vor dem Auflaufen der Kultur Herbizide und Eutrophierung Keine Herbizideinsatz (punktuelle Ausnahmen) Reduktion der Stickstoffdüngung auf einen Drittel der empfohlenen Menge für die entsprechende Kultur über die ganze Fruchtfolge Unkrautbekämpfung Weder mechanische noch chemische Unkrautbekämpfung während den Getreidejahren Wendende Saatbettbereitung Sukzession, Konkurrenz Extensive Beweidung fördern Regelmässig mähen Ex situ Material Close