Odontites vernus (Bellardi) Dumort.

Früher Roter Zahntrost

Art ISFS: 273150 Checklist: 1030530 Orobanchaceae Odontites Odontites vernus aggr. Odontites vernus (Bellardi) Dumort.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Kaum über 30 cm hoch, Zweige nur wenig abstehend (Winkel kleiner als 30°). Tragblätter etwas länger als die Blüten .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Getreidefelder, Äcker, lehmige Böden / kollin-montan / CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 344-444.t.hp.2n=40

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung) Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) Herbizide und Eutrophierung Unkrautbekämpfung Kleine isolierte Vorkommen Sukzession, Konkurrenz

Ökologie

Lebensform Therophyt, Halbparasit

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.1 - Kalkarme Getreideäcker (Aphanion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feuchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Odontites vernus (Bellardi) Dumort.

Volksname Deutscher Name: Früher Roter Zahntrost Nom français: Odontites du printemps

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Odontites vernus (Bellardi) Dumort.Checklist 2017273150
=Odontites vernus (Bellardi) Dumort.Flora Helvetica 20121784
=Odontites vernus (Bellardi) Dumort.Flora Helvetica 20181784
=Odontites vernus (Bellardi) Dumort.SISF/ISFS 2273150

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B2ab(iii,iv)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A2c
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A2c
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)A2c
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)A2c
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)A2c; B2ab(iii,iv)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Austrocknung) Wechselfeuchte Stellen insbesondere in sumpfigen Weiden und an Riedwegen erhalten und fördern Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit der Erhaltung von Pflügen (Die Entschädigung der Landwirte gilt des erhöhten Arbeitsaufwandes und den Minderertrag ab) Getreidebetonte Fruchtfolge (min. 50% Getreide) Mechanische Unkrautbekämpfung nur vor dem Auflaufen der Kultur Schaffung von Ackerreservaten (insbesondere auf Sand, Schluff, mit ausreichende Feuchtigkeit) Herbizide und Eutrophierung Keine Herbizideinsatz (punktuelle Ausnahmen) Reduktion der Stickstoffdüngung auf einen Drittel der empfohlenen Menge für die entsprechende Kultur über die ganze Fruchtfolge Unkrautbekämpfung Weder mechanische noch chemische Unkrautbekämpfung während den Getreidejahren Wendende Saatbettbereitung Kleine isolierte Vorkommen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Verstärkung bestehender Populationen Sukzession, Konkurrenz Extensive Beweidung fördern Regelmässig mähen Ex situ Material Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351