Euphrasia cisalpina Pugsley

Tessiner Augentrost

Art ISFS: 162300 Checklist: 1018550 Orobanchaceae Euphrasia Euphrasia cisalpina Pugsley

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie E. alpina, aber bis 25 cm hoch, Blätter meist kahl, die unteren und mittleren 2-4mal so lang wie breit, jederseits 2-8 Zähne, diese an den oberen Blättern 1-3 mm lang begrannt. Unterste Blüten in den Achseln des 8.-20. Blattpaares (3.-8. Blattpaar bei E. alpina).

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kastanienwälder, Weiden, Zwergstrauchheiden / kollin-montan(-subalpin) / Mittleres und südliches TI, GR (Misox)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Insubrisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 212-342.t.hp.2n=?

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Verlust des Lebensraums (Verbuschung, Verwaldung, dunkle Wälder) Zerstörung des Lebensraums

Ökologie

Lebensform Therophyt, Halbparasit

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.4.1 - Subatlantische Zwergstrauchheide (Ginsterheide) (Calluno-Genistion)
6.3.6 - Saurer Eichenmischwald (Quercion robori-petraeae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rstark sauer (pH 2.5-5.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Euphrasia cisalpina Pugsley

Volksname Deutscher Name: Tessiner Augentrost Nom français: Euphraise du Tessin Nome italiano: Eufrasia cisalpina

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Euphrasia cisalpina PugsleyChecklist 2017162300
=Euphrasia cisalpina PugsleyFlora Helvetica 20011830
=Euphrasia cisalpina PugsleyFlora Helvetica 20121772
=Euphrasia cisalpina PugsleyFlora Helvetica 20181772
=Euphrasia cisalpina PugsleyIndex synonymique 1996162300
=Euphrasia cisalpina PugsleyLandolt 19772714
=Euphrasia cisalpina PugsleyLandolt 19912202
=Euphrasia cisalpina PugsleySISF/ISFS 2162300
=Euphrasia cisalpina PugsleyWelten & Sutter 19821539

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Verlust des Lebensraums (Verbuschung, Verwaldung, dunkle Wälder) Offenhalten der Lebensräume durch das Zurückdrängen von Gehölzen Auflichten Bestehende, kleinere Störungen beibehalten (Kleinststandorte für die Ansiedlung) Zerstörung des Lebensraums Berücksichtigung und Priorisierung der Art und ihrer Lebensraumansprüche bei Projekten oder Maßnahmen Ex situ Material Close