Euphrasia christii Gremli

Christs Augentrost

Art ISFS: 162200 Checklist: 1018540 Orobanchaceae Euphrasia Euphrasia christii Gremli

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie E. alpina, aber nur 3-10 cm hoch, oberste Blätter meist so breit wie lang, Zähne oft nicht oder nur kurz begrannt, Krone goldgelb, Frucht etwa gleich lang wie der Kelch.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kalkarme, sonnige Rasen und Weiden / (subalpin-)alpin / VS (Simplongebiet, Zermatt?), nördliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Grajisch-penninisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + 22-51 + 4.t.hp.2n=22

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Einige isolierte, z. T. kleine Populationen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Überweidung, Eutrophierung, veränderte Nutzung) Zerstörung des Lebensraums (Touristische Erschliessung, Strassen, Elektrizitätswirtschaft)

Ökologie

Lebensform Therophyt, Halbparasit

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.6 - Buntschwingelhalde (Festucion variae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfrischLichtzahl Lsehr hellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tunter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin ( Arven-Lärchenwälder)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Euphrasia christii Gremli

Volksname Deutscher Name: Christs Augentrost Nom français: Euphraise de Christ Nome italiano: Eufrasia di Christ

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Euphrasia christii GremliChecklist 2017162200
=Euphrasia christii GremliFlora Helvetica 20011831
=Euphrasia christii GremliFlora Helvetica 20121773
=Euphrasia christii GremliFlora Helvetica 20181773
=Euphrasia christii GremliIndex synonymique 1996162200
=Euphrasia christii GremliLandolt 19772716
=Euphrasia christii GremliLandolt 19912204
=Euphrasia christii GremliSISF/ISFS 2162200
=Euphrasia christii GremliWelten & Sutter 19821538

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Ja

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)potenziell gefährdet (Near Threatened)A2c
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)A2c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Einige isolierte, z. T. kleine Populationen Schutz der grossen Fundstellen und der vorgelagerten, pflanzengeographisch bedeutsamen kleinen Vorposten (Mikroreservate) Kartierung der noch unbestätigten Vorkommen Suche an potentiell geeigneten Standorten in der Umgebung Bestandeskontrollen ca. alle 5-10 Jahre Ungeeignete Bewirtschaftung ( Überweidung, Eutrophierung, veränderte Nutzung) Zusammenarbeit mit Landwirten, um die Weidebelastung zu reduzieren Auszäunen, wenn nötig (mit geeigneter Pflege) Keine Dünger aus dem Flachland importieren Zerstörung des Lebensraums (Touristische Erschliessung, Strassen, Elektrizitätswirtschaft) Keine Erschliessungen und Eingriffe in diesen intakten, alpinen Gebieten Berücksichtigung und Priorisierung der Art und ihrer Lebensraumansprüche bei Projekten oder Maßnahmen Ex situ Material Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz