Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & Kuenkele

Hohe Hummel-Ragwurz

Unterart ISFS: 279000 Checklist: 1031150 Orchidaceae Ophrys Ophrys holosericea (Burm. f.) Greuter Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & Kuenkele

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Bis 90 cm hoch, 8-18 blütig . Blätter zur Blütezeit verdorrt. Lippe nur 7-13 mm breit. Blüht wesentlich später als O. holosericea s.str.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockene, kalkhaltige Magerwiesen / kollin / GE

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + w52-44 + 2.g.2n=72

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Tritt, sammeln, ausgraben Verbuschung, Beschattung Ungeeignete Bewirtschaftung ( Düngung, Intensivierung, Bewässerung) Ungeeignete Pflege (Massnahmen, die die Rosettenblätter und anschliessend der Blütenstände beeinträchtigen) Mangel an Lebensräumen, die sehr extensiv bewirtschaftet werden können

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

KEINE ANGABE

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Ftrocken; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & Kuenkele

Volksname Deutscher Name: Hohe Hummel-Ragwurz Nom français: Ophrys élevé

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleChecklist 2017279000
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleFlora Helvetica 20012970
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleFlora Helvetica 20122554
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleFlora Helvetica 20182554
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleIndex synonymique 1996279000
=Ophrys holosericea subsp. elatior (R. Engel & P. Quentin) H. Baumann & KuenkeleSISF/ISFS 2279000

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
NEVollständig geschützt(01.08.2013)
SchweizVollständig geschützt
ZHVollständig geschützt(03.12.1964)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Tritt, sammeln, ausgraben Infotafeln einrichten oder Betretverbote entsprechender Wiesen Geeignete Besucherlenkung In Weiden evtl. Einzelpflanzenschutz mit geeignetem Material (wird z.B. auf Juraweiden gemacht) Verbuschung, Beschattung Offenhaltung von Weidestandorten Entbuschung mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung ( Düngung, Intensivierung, Bewässerung) Düngung verhindern Überweidung durch angepasste Wahl der Weidetiere und Bestossung vermeiden Bewässerung verhindern Bewirtschaftungsverträge abschliessen Ungeeignete Pflege (Massnahmen, die die Rosettenblätter und anschliessend der Blütenstände beeinträchtigen) Die Art besitzt " wintergrüne " Rosettenblätter und blüt relativ spät . Deshalb muss eine spezifische Pflege stattfinden. Mangel an Lebensräumen, die sehr extensiv bewirtschaftet werden können Neuschaffung von Lebensräumen durch Bodenabtrag in wintermilden Lagen, zur Förderung sehr nährstoffarmer Bedingungen, damit möglichst wenig Bewirtschaftungsmassnahmen ausgeführt werden müssen In-situ Massnahmen Close