Primula glutinosa Jacq.

Klebrige Primel

Art ISFS: 326400 Checklist: 1036250 Primulaceae Primula Primula glutinosa Jacq.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 2-7 cm hoch, kahl, aber drüsig-klebrig . Blätter spatelförmig, in den breit geflügelten, kurzen Stiel verschmälert, vorn fein gezähnt, seltener ganzrandig, mit sitzenden Drüsen . Blüten blau- bis rotviolett, später lila, mit dunklerem Schlundring, in 2-7 blütiger, +/- aufrechter Dolde. Kronröhre 5-8 mm, etwa so lang wie der Kelch. Blütenstiele nur 0,5- 2 mm lang, viel kürzer als die 7-11 mm langen Hüllblätter . Frucht 4-6 mm lang, etwas kürzer als der Kelch.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Rasen, Schneetälchen / (subalpin-)alpin / GR (Unterengadin, Münstertal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ostalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 221-412.h.2n=66

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Strassenbau, Unterhaltsarbeiten) Beweidung, Tritt Sammeln, Ausgraben Kleine isolierte Vorkommen, Datendefizit

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.7 - Krummseggenrasen (Caricion curvulae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Talpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Primula glutinosa Jacq.

Volksname Deutscher Name: Klebrige Primel Nom français: Primevère glutineuse Nome italiano: Primula vischiosa

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Primula glutinosa Jacq.Checklist 2017326400
=Primula glutinosa Jacq.Flora Helvetica 2001819
=Primula glutinosa Jacq.Flora Helvetica 20121359
=Primula glutinosa Jacq.Flora Helvetica 20181359
=Primula glutinosa Jacq.Index synonymique 1996326400
=Primula glutinosa Jacq.Landolt 19772312
=Primula glutinosa Jacq.Landolt 19911881
=Primula glutinosa Jacq.SISF/ISFS 2326400
=Primula glutinosa Jacq.Welten & Sutter 19821238

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)potenziell gefährdet (Near Threatened)D2
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Strassenbau, Unterhaltsarbeiten) Priorität der Fundstellen bei einem Ausbau der Strasse Schonender Unterhalt Information des Strassenbauinspektorates Beweidung, Tritt Keine intensive Beweidung; Erosionsschäden an den Randstellen zur Strasse durch Einzäunen verhindern Sammeln, Ausgraben Pflanzenschutzgebiet einrichten Information der Öffentlichkeit (Informationstafeln) Kleine isolierte Vorkommen, Datendefizit Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen (Monitoring) Gesamt schweizerische Unterschutzstellung Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) um eine Saatgutbank zu erhalten