Primula daonensis (Leyb.) Leyb.

Inntaler Primel

Art ISFS: 325900 Checklist: 1036190 Primulaceae Primula Primula daonensis (Leyb.) Leyb.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 3-10 cm hoch, Stängel die Blätter überragend . Diese rundlich-oval, meist grob gezähnt, mit geflügeltem Stiel, drüsig behaart, Köpfe der Drüsenhaare hell- bis dunkelrot. Blüten in 2-5 blütigen Dolden, rosa bis purpurn, mit ausgerandeten Zipfeln und weissem Schlund. Blütenstiele 2-6 mm lang. Kelchzähne anliegend, 0,8-1,5 mm lang, breit gerundet, meist breiter als lang. Frucht so lang wie der Kelch oder länger . Vgl. P. hirsuta, Nr. 1354 .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Rasen, Felsschutt / alpin / GR ( Münstertal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Bergamaskisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 322-41 + 3.h.2n=62,63,64

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Strassenbau, Unterhaltsarbeiten) Beweidung, Tritt Sammeln, Ausgraben Kleine isolierte Vorkommen, Datendefizit

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.7 - Krummseggenrasen (Caricion curvulae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feuchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tunter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin ( Arven-Lärchenwälder)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Primula daonensis (Leyb.) Leyb.

Volksname Deutscher Name: Inntaler Primel Nom français: Primevère du val Daone Nome italiano: Primula di Val Daone

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Checklist 2017325900
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Flora Helvetica 2001820
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Flora Helvetica 20121360
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Flora Helvetica 20181360
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Index synonymique 1996325900
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Landolt 19772308
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Landolt 19911879
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.SISF/ISFS 2325900
=Primula daonensis (Leyb.) Leyb.Welten & Sutter 19821243

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Ja

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)potenziell gefährdet (Near Threatened)D2
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Strassenbau, Unterhaltsarbeiten) Priorität der Fundstellen bei einem Ausbau der Strasse Schonender Unterhalt Information des Strassenbauinspektorates Beweidung, Tritt Keine intensive Beweidung; Erosionsschäden an den Randstellen zur Strasse durch Einzäunen verhindern Sammeln, Ausgraben Pflanzenschutzgebiet einrichten Information der Öffentlichkeit (Informationstafeln) Kleine isolierte Vorkommen, Datendefizit Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen (Monitoring) Gesamt schweizerische Unterschutzstellung Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) um eine Saatgutbank zu erhalten Ex situ Material Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz