Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.

Südalpen-Kreuzblume

Art ISFS: 313000 Checklist: 1034870 Polygalaceae Polygala Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie P. vulgaris, aber bis 40 cm hoch, obere Blätter bis 4 cm lang, Deckblätter länger als die Blütenstiele, die Knospen überragend, junger Blütenstand dadurch schopfig, Blüten rosa bis orangerot, Flügel 7-9 mm, Frucht 5,5-6,5 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenwiesen, lichte Wälder / kollin-montan(-subalpin) / TI, GR ( Südtäler), VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2w32-444.h.2n=?

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Zerstörung des Lebensraums Verbuschung Invasive Neophyten

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.3 - Insubrischer Trockenrasen (Diplachnion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trocken; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.

Volksname Deutscher Name: Südalpen-Kreuzblume Nom français: Polygale du Piémont Nome italiano: Poligala piemontese

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Checklist 2017313000
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Flora Helvetica 20011356
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Flora Helvetica 2012682
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Flora Helvetica 2018682
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Index synonymique 1996313000
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Landolt 19771937
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Landolt 19911589
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.SISF/ISFS 2313000
=Polygala pedemontana E. P. Perrier & B. Verl.Welten & Sutter 1982985

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundorte (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen mit Detailkartierung (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums Eutrophierung der mageren Wiesen und Weiden verhindern Extensive Bewirtschaftung sichern und Verträge mit Bewirtschaftern festlegen Verbuschung Magere Wiesen und Weiden offen halten und langfristige, extensive Bewirtschaftung sichern Invasive Neophyten In Gebieten mit Vorkommen die invasiven Neophyten (Erigeron annuus) bekämpfen