Stenus doryphorus nov.sp. (Abb. 18, 39, 60, 96, 97, 108, 134)

M a t e r i a l: Holotypus (3): CHINA: Yunnan, Dali Bai Auton. Pref., Zhemo Shan, 7 km SW Xiaguan, 2870-2970m, 25 o 32’33’’N, 100 o 10’11’’E, scrub with bamboo, oaks and Rhododendron, litter, 18.IX.2009, M. Schülke (CH 09-60): in cSchülke (Berlin).

B e s c h r e i b u n g: Brachypter,schwarz,schwachschimmernd;Vorderkörpergrob und sehr dicht, leicht rugos, Abdomen vorn ziemlich grob und ziemlich dicht, hinten wenig fein und dicht punktiert; Beborstung anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster, Fühlerbasis und Schenkelbasis gelblich, Fühlerkeule und Beine im Übrigen gelblichbraun, Schenkelspitzen kaum dunkler. Clypeus schwarz, Oberlippe dunkelbraun, schmal heller gesäumt, ziemlich dicht beborstet. Abdomen seitlich vollständig, liniendünn gerandet (Abb. 97), 4. Tarsenglied gelappt.

Länge: 3,3-3,8mm (Vorderkörperlänge: 1,7mm).

PM des HT: HW: 33,5; DE: 17; PW: 26; PL: 27; EW: 30; EL: 27; SL: 19.

Män n ch en: 8. Sternit in der Hinterrandmitte mit flacher Ausrandung (21: 15). 9. Sternit apikolateral mit langen Zähnen (Abb. 108). 10. Tergit am Hinterrand breit abgerundet. Aedoeagus (Abb. 134), Medianlobus breit, Apikalpartie kurz, seitlich nach leicht geschwungenem Bogen in eine scharfe Spitze verengt; im Innern werden ein starker Ausstülpmechanismus und ein kräftiger Innensack deutlich; die Parameren sind viel länger als der Medianlobus, im Spitzendrittel verbreitert, ganz vorn dann wieder stark verschmälert, mit etwa 15 kräftigen Borsten.

W e i b c h e n: Unbekannt.

Kopf breiter als die Elytren, Stirn mässig breit, Längsfurchen mässig tief, Mittelteil fast so breit wie jedes der Seitenteile, nur wenig erhoben, deutlich unterhalb des Niveaus der Augeninnenränder liegend; Punktierung grob und sehr dicht, mittlerer Punktdurchmesser gut so gross wie der grösste Querschnitt des 3. Fühlergliedes, Punktzwischenräume gratartig scharf, auch auf dem First des Mittelteils kaum grösser als die Punktradien (Abb. 18). Fühler ziemlich lang, zurückgelegt leicht den Hinterrand des Pronotums überragend, vorletzte Glieder etwa um ein Drittel länger als breit. Pronotum etwas länger als breit, hinter der Mitte am breitesten, von der Seite nach vorn konvex, nach hinten mässig konkav verengt; mittlerer Längseindruck und seitliche Schrägeindrücke deutlich, ziemlich tief; Punktierung wenig gröber als auf der Stirn, sehr dicht, wenig rugos, mittlerer Punktdurchmesser etwa so gross wie der apikale Querschnitt des 2. Fühlergliedes, Punktzwischenräume deutlich kleiner als die Punktradien, nur die Mitte des Längseindrucks kurz gut punktbreit unpunktiert (Abb. 39). Elytren trapezoid, breiter als lang, Schultern schräg, Seiten lang-gerade erweitert, im hinteren Viertel schwach eingezogen, Hinterrand breit ausgerandet; Naht- und Schultereindruck tief, Längseindruck im hinteren Aussenviertel weniger tief; Punktierung mindestens so grob wie am Pronotum, flacher, ebenfalls sehr dicht, kaum rugos, Punktzwischenräume deutlich kleiner als die Punktradien (Abb. 60). Abdomen zylindrisch, basale Querfurchen der vorderen Segmente sehr tief, 7. Tergit mit sehr schmalem apikalem Hautsaum; Punktierung vorn ziemlich grob und dicht, auf dem 3. Tergit sind die Punkte etwa so gross wie der mittlere Querschnitt des 3. Fühlergliedes, die Punktzwischenräume wiederholt mindestens so gross wie die Punktradien; nach hinten wird die Punktierung weniger grob, bleibt aber dicht, auf dem 7. Tergit sind die Punkte kaum kleiner als der basale Querschnitt des 3. Fühlergliedes, ihre Abstände etwa punktgross (Abb. 96). An den Beinen sind die Hintertarsen gut zwei Drittel schienenlang, ihr 1. Glied ist wenig kürzer als die drei folgenden Glieder zusammengenommen, viel länger als das Klauenglied. Die Oberseite ist überwiegend netzungsfrei, nur die Abdomenspitze ab Tergit 7 zeigt schwache Netzungsspuren.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e Diese neue Art der S. indubius- Gruppe gehört zu denen mit flach erhobener Stirnmitte. Sie unterscheidet sich von ihren Nahverwandten wie in der Bestimmungstabelle angegeben.

E t y m o l o g i e: Wegen der eigentümlichen Gestalt des Ausstülpsklerits ihres Medianlobus nenne ich diese neue Art " doryphorus " (Lat.= Lanzen/Hellebardenträger).