Galium spurium L.

Falsches Kletten-Labkraut

Art ISFS: 180300 Checklist: 1020660 Rubiaceae Galium Galium spurium L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie G. aparine, aber Stängel nur 10-40(-75) cm, Blätter nur 1-3 mm breit, Blüten grüngelb bis weisslich, Durchmesser nur 0,7-1,5 mm, Reife Früchte nur 1,5- 3 mm hoch, glatt oder hakig-borstig, Hakenborsten nicht auf Papillen sitzend (bei G. aparine Hakenborsten auf Papillen sitzend).

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Hecken, Äcker, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran-südwestasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3w44-344.t.li.2n=20

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Landwirtschaft (das Fehlen von regelmässigem Pflügen, nicht geeignete Unkrautbekämpfung, etc.) Herbizide Eutrophierung ( Düngung) Verwechslung mit Galium aparine

Ökologie

Lebensform Therophyt, Liane

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feucht; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Galium spurium L.

Volksname Deutscher Name: Falsches Kletten-Labkraut, Grünblütiges Labkraut Nom français: Gaillet bâtard Nome italiano: Caglio campestre

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Galium spurium L.Checklist 2017180300
=Galium spurium L.Flora Helvetica 20011950
=Galium spurium L.Flora Helvetica 20121466
=Galium spurium L.Flora Helvetica 20181466
=Galium spurium L.Index synonymique 1996180300
=Galium spurium L.Landolt 19772815
=Galium spurium L.Landolt 19912284
=Galium spurium L.SISF/ISFS 2180300
=Galium spurium L.Welten & Sutter 19821625

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Östliche Zentralalpen (EA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A3c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:L - Leitartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Landwirtschaft (das Fehlen von regelmässigem Pflügen, nicht geeignete Unkrautbekämpfung, etc.) " Biodiversitätsförderflächen " Verträge mit den Bewirtschafteren für die traditionelle Nutzung mit Pflug abschließen (Die Entschädigung der Landwirte kompensiert den erhöhten Arbeitsaufwandes und entschädigt den Minderertrag) Getreidebetonte Fruchtfolge (min. 50% Getreide) Mechanische Unkrautbekämpfung nur vor dem Auflaufen der Kultur Weder mechanische noch chemische Unkrautbekämpfung während den Getreidejahren Wendende Saatbettbereitung Herbizide Kein Herbizideinsatz (punktuelle Ausnahmen bei starker Verunkrautung) Eutrophierung ( Düngung) Reduzierte Düngung, d.h. maximal 1/3 der Normdüngung Vollständiger Verzicht auf Düngung auf mindestens 10% der Fläche Verwechslung mit Galium aparine Bekannte Standorte besuchen und Daten überprüfen Andere Populationen in geeigneten Gebieten suchen Ex situ Material Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351 J. Waymel & C. Zambettakis, 2015: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles. Basse-Normandie 2015-2020. DREAL / REGION. Villers-Bocage: Conservatoire botanique national de Brest, 48 p + annexes J. Waymel, J. Buchet, C. Zambettakis, N. Valy, 2020: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles (2015-2020); Liste des plantes messicoles de Normandie et Bilan des actions 2019.DREAL Normandie, Région Normandie: Con