Rubia tinctorum L.

Färber-Röte

Art ISFS: 351400 Checklist: 1039090 Rubiaceae Rubia Rubia tinctorum L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 50-120 cm hoch, aufsteigend. Stängel und Blattränder durch rückwärts gerichteten Stachelchen sehr rau. Mittlere Blätter lanzettlich, etwas lederig, kurz gestielt, spitz, zu 4-6 im Quirl, 4-8 cm lang. Blütenstand locker-rispig, am Ende der Zweige. Krone grünlich-gelb, mit 5, seltener 4 grannenartig zugespitzten, ausgebreiteten Zipfeln, Durchmesser 3-4 mm. Frucht beerig, erbsengross, +/- schwarz, kahl.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Hecken, Schuttplätze, Weinberge, z.T. eingebürgert / kollin-montan / VS, sonst vereinzelt

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ursprünglich ostmediterran-südwestasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 243-454.h.li.2n=22

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung (entlang von Wege oder auf Brachland) Herbiziden

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt, Liane

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

7.1.5 - Trockenwarme Ruderalflur (Onopordion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tsehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rubia tinctorum L.

Volksname Deutscher Name: Färber-Röte, Krapp Nom français: Garance des teinturiers Nome italiano: Robbia domestica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rubia tinctorum L.Checklist 2017351400
=Rubia tinctorum L.Flora Helvetica 20011932
=Rubia tinctorum L.Flora Helvetica 20121472
=Rubia tinctorum L.Flora Helvetica 20181472
=Rubia tinctorum L.Index synonymique 1996351400
=Rubia tinctorum L.Landolt 19772819
=Rubia tinctorum L.Landolt 19912287
=Rubia tinctorum L.SISF/ISFS 2351400
=Rubia tinctorum L.Welten & Sutter 19821632

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)nicht anwendbar (Not Applicable)
Mittelland (MP)nicht anwendbar (Not Applicable)
Alpennordflanke (NA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine Vorkommen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ungeeignete Bewirtschaftung (entlang von Wege oder auf Brachland) Förderung eines angemessenen Mähregimes (nicht jedes Jahr) Markierung der Fundstellen vor dem Mähen, falls nötig, um die Art nicht zu entfernen Bewirtschafter (Gemeinde) informieren und sensibilisieren Herbiziden Einsatz von Herbiziden auf Brachland und in der Nähe von bestehenden Fundstellen vermeiden Ex situ Material Close