Montia fontana L. subsp. fontana
Gewöhnliches Bach-Quellkraut
Unterart ISFS: 264099 Checklist: 1029520 Montiaceae Montia Montia fontana L. Montia fontana L. subsp. fontana
Zusammenfassung
Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 10-30 cm, schlaff, meist flutend. Blätter dunkelgrün, 0,5-3 cm lang. Reife Samen stark glänzend, rotbraun, glatt, am Kiel höchstens schwach gekerbt, mit netziger Struktur (Mikroskop!), Durchmesser 1-1,6 mm.
Standort und Verbreitung in der Schweiz (kollin-)montan-subalpin / TI, GR, früher M, BA, VS (Gletsch)
Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch-nordamerikanisch und antarktisch
Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5fw + 22-42 + 2.k-t.2n=20
Status
Status IUCN: Verletzlich
Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität
Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine isolierte Vorkommen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung) Eutrophierung
Ökologie
Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015
| 1.3.3 - Kalkarme Quellflur (Cardamino-Montion) |
fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art
Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)
| Bodenfaktoren | Klimafaktoren | Salztoleranz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Feuchtezahl F | -- | Lichtzahl L | -- | Salzzeichen | -- |
| Reaktionszahl R | -- | Temperaturzahl T | -- | ||
| Nährstoffzahl N | -- | Kontinentalitätszahl K | -- | ||
Abhängigkeit vom Wasser
| Flüsse | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Ruhiges Wasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
| Grundwasser | 0 - unbedeutend, keine Bindung. |
Nomenklatur
Gültiger Name (Checklist 2017): Montia fontana L. subsp. fontana
Volksname Deutscher Name: Gewöhnliches Bach-Quellkraut Nom français: Montie des sources
Nome italiano: --
Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken
| Relation | Nom | Referenzwerke | No |
|---|---|---|---|
| = | Montia fontana L. subsp. fontana | Checklist 2017 | 264099 |
| = | Montia fontana L. subsp. fontana | Flora Helvetica 2018 | 1137 |
| < | Montia fontana subsp. variabilis Walters | SISF/ISFS 2 | 264500 |
| < | Montia fontana L. s.str. | SISF/ISFS 2 | 264100 |
= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)
Kommentare aus der Checklist 2017 Neues Konzept: Die Unterart ist gegenüber SISF-2 weiter gefasst und enthält neu auch Montia fontana subsp. variabilis Walters. Wegfall des Ausdrucks s.str.: Alle "im engeren Sinn" (sensu stricto, s.str.) gefassten Arten werden neu in Unterarten mit gleichlautendem Unterart-Epithet gefasst (autonyme Unterart). Checklist
Status Indigenat: Indigen
Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein
Status Rote Liste national 2016
Status IUCN: Verletzlich
Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B1ab(iii); B2ab(iii); C2a(i)
Status Rote Liste regional 2019
| Biogeografische Regionen | Status | Kriterien IUCN |
|---|---|---|
| Jura (JU) | -- | |
| Mittelland (MP) | regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct) | |
| Alpennordflanke (NA) | regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct) | |
| Alpensüdflanke (SA) | verletzlich (Vulnerable) | B2ab(iii); C2a |
| Östliche Zentralalpen (EA) | verletzlich (Vulnerable) | B2ab(iii); C2a |
| Westliche Zentralalpen (WA) | verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct) |
Status nationale Priorität /Verantwortung
| Nationale Priorität | 4 - Mässige nationale Priorität |
| Massnahmenbedarf | 2 - Klarer Massnahmebedarf |
| Internationale Verantwortung | 1 - Gering |
| Überwachung Bestände | 2 - Überwachung ist nötig |
Schutzstatus
| Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz |
Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung) Verbot der Entwässerung und Quellwasserentnahme Eutrophierung Einsatz von Gülle oder anderen Düngemitteln vermeiden Schaffung von Pufferzonen um bekannte Vorkommen