Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) Walters

Kleines Bach-Quellkraut

Unterart ISFS: 264300 Checklist: 1029540 Montiaceae Montia Montia fontana L. Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) Walters

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel nur 2-8 cm, aufsteigend, etwas starr. Blätter gelbgrün, nicht über 1 cm lang. Reife Samen matt, Durchmesser 1-1,3 mm, ganze Oberfläche mit rundlichen Höckern (starke Lupe!).

Standort und Verbreitung in der Schweiz kollin / Früher BA, AG, BE, TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Westeuropäisch-mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 23-44 + 2.k-t.2n=20

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Populationen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Auffüllung) Herbizide Verlust des Lebensraums (Nanocyperion)

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.5.1 - Einjährige Schlammflur (Zwergbinsenflur) (Nanocyperion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) Walters

Volksname Deutscher Name: Kleines Bach-Quellkraut Nom français: Petite montie

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersChecklist 2017264300
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersFlora Helvetica 2001284
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersFlora Helvetica 20121139
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersFlora Helvetica 20181139
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersIndex synonymique 1996264300
=Montia fontana subsp. chondrosperma (Fenzl) WaltersSISF/ISFS 2264300

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B1ab(iii); D

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B1ab(iii); D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Populationen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Auffüllung) Keine Drainage von noch bestehenden wechselnassen Mulden Füllen von temporären Teichen verbieten Herbizide Verzicht oder Regulierung von Herbiziden Verlust des Lebensraums (Nanocyperion) Renaturierung durch Abhumisierung und Schaffung wechselnasser Pionierfluren Im Bereich von neuen Lebensräumen bisherige Drainage verschliessen Regelmäßige Pflege der Teichränder zur Schaffung offener Flächen Flutmulden anlegen im ehemaligen Verbreitungsgebiet