Alisma lanceolatum With.

Lanzettblättriger Froschlöffel

Art ISFS: 21800 Checklist: 1002500 Alismataceae Alisma Alisma lanceolatum With.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie A. plantago-aquatica, aber Blätter immer lanzettlich, in den Stiel verschmälert, am Grund nicht abgerundet oder herzförmig, etwas blaugrün, innere Perigonblätter meist mit deutlicher Spitze (bei A. plantago-aquatica rundlich, meist mit gezähntem Rand).

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Auf schlammigem Grund an Ufern, in Gräben und Sümpfen / kollin-montan / M, J, vereinzelt A

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5w + 43+443.g.2n=26,28,34,36

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Melioration, Austrocknung, Entwässerung, Überbauung Isolierte, oft kleinflächige Populationen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensive Beweidung) Mangel an Störstellen und Pionierflächen

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.2 - Flussufer- und Landröhricht ( Phalaridion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Füberschwemmt, bzw. unter Wasser; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Alisma lanceolatum With.

Volksname Deutscher Name: Lanzettblättriger Froschlöffel Nom français: Flûteau lancéolé Nome italiano: Mestolaccia lanceolata

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Alisma lanceolatum With.Checklist 201721800
=Alisma lanceolatum With.Flora Helvetica 20012378
=Alisma lanceolatum With.Flora Helvetica 20122370
=Alisma lanceolatum With.Flora Helvetica 20182370
=Alisma lanceolatum With.Index synonymique 199621800
=Alisma lanceolatum With.Landolt 1977151
=Alisma lanceolatum With.Landolt 1991142
=Alisma lanceolatum With.SISF/ISFS 221800
=Alisma lanceolatum With.Welten & Sutter 19822021

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)D

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
OWVollständig geschützt(01.04.2013)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Melioration, Austrocknung, Entwässerung, Überbauung Auf bekannte Fundstellen unbedingt Rücksicht nehmen Isolierte, oft kleinflächige Populationen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Falls Ansiedlungen vorgenommen werden, diese nur mit Material bekannter, einheimischer oder grenznaher Herkunft (je nach Region) zulassen Keine ex-Situ Vermehrung von Vorkommen mit unklarer Herkunft (z.B. einige Kiesgruben) Ungeeignete Landwirtschaft (zu intensive Beweidung) Alle 2-3 Jahre kleinflächig auszäunen Erst nach Absamen beweiden Mangel an Störstellen und Pionierflächen Neuschaffung von Störstellen und Pionierflächen in Feuchtgebieten und an Ufern Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close