Rhamnus saxatilis Jacq.

Felsen-Kreuzdorn

Art ISFS: 343700 Checklist: 1038210 Rhamnaceae Rhamnus Rhamnus saxatilis Jacq.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 30-100 cm hoher, meist bogig aufsteigender Strauch mit +/- gegenständigen, meist in einen Dorn auslaufenden Zweigen. Blätter gegenständig, lanzettlich, fein gezähnt, jederseits mit 2-4 nach vorn gebogenen Seitennerven, 1-3 cm lang. Blüten und Früchte wie bei Rh. cathartica .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Hänge, Föhren- und Eichenwälder, auf Kalk / kollin-montan / TI (Sottoceneri), GR (Rheintal), SH, ZH (Rafzerfeld), AG

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südosteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 152-34 + 4.n.2n=24

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zunehmende Beschattung von Felsen, lichten Wäldern, Säumen von Magerwiesen in trockenwarmen Lagen infolge Aufgabe der früheren extensiven Nutzung (Beweidung, Brennholz etc.) Kleine isolierte Vorkommen, Rückgang der Vorkommen und der Individuenzahl Lebensraumverlust, Meliorierung

Ökologie

Lebensform Nanophanerophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

6.4.2 - Subkontinentaler kalkreicher Föhrenwald (Erico-Pinion sylvestris)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Rhamnus saxatilis Jacq.

Volksname Deutscher Name: Felsen-Kreuzdorn Nom français: Nerprun des rochers Nome italiano: Ranno spinello

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Rhamnus saxatilis Jacq.Checklist 2017343700
=Rhamnus saxatilis Jacq.Flora Helvetica 20011340
=Rhamnus saxatilis Jacq.Flora Helvetica 2012507
=Rhamnus saxatilis Jacq.Flora Helvetica 2018507
=Rhamnus saxatilis Jacq.Index synonymique 1996343700
=Rhamnus saxatilis Jacq.Landolt 19771997
=Rhamnus saxatilis Jacq.Landolt 19911634
=Rhamnus saxatilis Jacq.SISF/ISFS 2343700
=Rhamnus saxatilis Jacq.Welten & Sutter 19821008

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
SHVollständig geschützt(06.03.1979)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zunehmende Beschattung von Felsen, lichten Wäldern, Säumen von Magerwiesen in trockenwarmen Lagen infolge Aufgabe der früheren extensiven Nutzung (Beweidung, Brennholz etc.) Auflichtung der Standorte, mit Vorkommen der Art Regelmässiger Biomassenentzug Kleine isolierte Vorkommen, Rückgang der Vorkommen und der Individuenzahl Regelmässige Kontrolle der Bestände, Aufsuchen der ehemals bekannten Standorte (Mission Entdecken) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material, Erhaltungskultur und Wiederansiedlung an potentiellen Fundstellen und im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, Verstärkung bestehender Populationen Lebensraumverlust, Meliorierung Schutz der Hecken und Trockenwiesen und -weiden im Gebiet mit Vorkommen Bewirtschafter auf die Art sensiblisieren Ex situ Material Close