Paeonia officinalis L.

Pfingstrose

Art ISFS: 290000 Checklist: 1032330 Paeoniaceae Paeonia Paeonia officinalis L. Enthaelt: Paeonia officinalis L. subsp. officinalis

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 60-100 cm hoch, unverzweigt. Blätter sehr gross, doppelt 3 zählig, Teilblätter breit-lanzettlich, z.T. tief gespalten, ganzrandig, oberseits dunkel-, unterseits hellgrün . Kelchblätter 5, ungleich, grün bis rot. Kronblätter 5-10, rot, oval, 4-8 cm lang. Staubblätter zahlreich, am Grund in einen Nektarring verwachsen. Fruchtknoten 2-3. Frucht bis 5 cm lang, weissfilzig behaart, mehrsamig.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Kalkreiche Berghänge, Trockenwiesen, lichter Wald / kollin-subalpin / Südliches TI (Generoso)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 243-332.g.2n=20

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe der traditionellen Mähnutzung, Vergandung) Verbuschung, Beschattung, Konkurrenz ( Molinia arundinacea und Brachypodium pinnatum) Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit, v.a. Gipfelbereich Monte Generoso, Wendeplatz für schwere Fahrzeuge (Forstwirtschaft), Holzlager) Sammeln Wenige, isolierte Populationen Anpflanzung, Waldverdichtung Rückgang der extensiven Nutzung in lichten Wäldern

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

6.3.5 - Hopfenbuchenwald (Orno-Ostryon)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tmontan ( Wälder mit Buche, Weisstanne, in den Zentralalpen mit Waldföhre)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Paeonia officinalis L.

Volksname Deutscher Name: Pfingstrose Nom français: Pivoine officinale Nome italiano: Peonia selvatica

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Paeonia officinalis L.Checklist 2017290000
=Paeonia officinalis L.Flora Helvetica 2001489
=Paeonia officinalis L.Flora Helvetica 2012246
=Paeonia officinalis L.Flora Helvetica 2018246
=Paeonia officinalis L.Index synonymique 1996290000
=Paeonia officinalis L.Landolt 19771097
=Paeonia officinalis L.Landolt 1991949
=Paeonia officinalis L.SISF/ISFS 2290000
=Paeonia officinalis L.Welten & Sutter 1982435

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii); D2
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
ZGVollständig geschützt(01.10.2013)
SchweizVollständig geschützt
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Bewirtschaftung (Aufgabe der traditionellen Mähnutzung, Vergandung) Pflegekonzept erstellen Trockenwiesen möglichst weiterhin traditionell nutzen Bewirtschaftungsbeiträge ausrichten Bei Nutzungsaufgabe die wichtigsten Bereiche durch den Naturschutz pflegen, weitere Teile kontrolliert extensiv beweiden Verbuschung, Beschattung, Konkurrenz ( Molinia arundinacea und Brachypodium pinnatum) Entbuschen und an einigen Fundstellen auslichten Mähgut wegnehmen Vegetation nicht abbrennen Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit, v.a. Gipfelbereich Monte Generoso, Wendeplatz für schwere Fahrzeuge (Forstwirtschaft), Holzlager) Allfällige Bau- und Unterhaltsarbeiten rücksichtsvoll durchführen und durch Biologen begleiten Art priorisieren Schließung des motorisierten Zugangs zu den Gleisen Angemessene waldbauliche Bewirtschaftung: Pflege von Rändern, Lichtungen oder offenem Wald, Auswahl und Anlage von Holzabfuhrwegen Sammeln Pflanzenschutzgebiet auf den ganzen Perimeter der Vorkommen ausdehnen Wenige, isolierte Populationen Alle Fundorte schützen (z.B. Pflanzenreservat) Regelmässige Bestandeskontrollen Dauerflächen einrichten Populationsbiologische Untersuchung initiieren Erfolgskontrolle der Massnahmen gewährleisten Anpflanzung, Waldverdichtung Verdichtung von Wäldern in der Nähe von Vorkommen vermeiden Rückgang der extensiven Nutzung in lichten Wäldern Wiedereinführung der extensiven Nutzung in lichten Wäldern ( frühere Brennholznutzung, Niederwaldnutzung etc.) Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz