Stenaesthetus carinipennis sp.n. (Abb. 3, 5, 6, 8)

Ty p u s m a te r i a l: Holotypus (♂) und 1 ♂- Paratypus: BRASILIEN: Bahia: Una, Riserva biologica, 15°11’46’’S, 39°3’34’’W, atlantic forest 80 m, F95330 W4, 31.I.1995, D. Agosti. Paratypen: 2 ♀♀: Bahia: Urucuca, Cerro Grande, 14°25’17’’S, 39°3’43’’W, primary atlantic forest 120 m, F95314 W2, 28.I.1995, D. Agosti; 2 ♀♀: Bahia: Ilheus, Mata da Esperanca, 14°27’2’’S, 39°3’45’’W, atlantic forest 50 m, F95320 W3, 9.I.1995, D. Agosti.- HT und PTT im AMNH, 2 PTT in cP .

Beschreibung: apter, dunkel-kastanienbraun, schwach schimmernd, Kopf und Pronotum fast unpunktiert, Elytren grob und dicht schuppenähnlich skulptiert, Abdomen dicht und fein körnig skulptiert; Beborstung kurz, anliegend. Fühler und Kiefertaster gelb. An den Beinen die Schenkel braun, Schienen und Tarsen rötlichgelb.

Länge: 1,8 - 2,0 mm (Vorderkörperlänge: 0,9 mm).

PM des HT: HW: 47; DE: 39; LE: 11; TL: 4; PW: 49; PL: 46; EW: 48; EL: 36; SL: 24.

Mä n n c h e n: Vordersternite einfach. 7. Sternit mit flachem Mitteleindruck, dessen Seiten spitz über den Hinterrand vorspringen, dazwischen schmal ausgerandet. 8. Sternit (Abb. 5). 9. Sternitapikal zugespitzt. 10. Tergitschmal abgerundet. SpP (Abb. 6). Aedoeagus (Abb. 3), Parameren mit auffälliger Beborstung.

We i b c h e n: 8. Sternit zum schmal abgerundeten Hinterrand dreieckig verschmälert. Valvifer apikal spitz. 10. Tergitschmal abgerundet. Spermatheka (Abb. 8).

Kopf etwa so breit wie Pronotum und Elytren, Augen mässig gross, Stirn sehr eng, tief genetzt, die hinteren Seiten mit einer mässig groben, nur angedeuteten, oberflächlichen Punktierung. Pronotum länger als breit, in der Vorderhälfte am breitesten, die Seiten hier sehr flach konvex, in der Hinterhälfte stark, aber wenig konkav eingezogen; die Oberseite zeigt mehrere unterschiedlich lange Längsfurchen/-eindrücke: nahe dem Seitenrand eine sich etwa bis zur Längsmitte des Pronotums erstreckende längsovale Furche, daneben (nach innen) eine sich von hinten bis zum Vorderrand erstreckende Furche und auf der Scheibe, jederseits der Mittellinie, je eine bis zur Längsmitte nach vorn sich erstreckende Furche; die Furchen (ausser der am Seitenrand) münden an ihren hinteren Ende in je ein ziemlich grosses Grübchen, zu dem noch ein Längsgrübchen direkt in der Mitte hinzu kommt; das ganze Pronotum ist eng genetzt, die Netzung ist aber nicht ganz so eng wie auf der Stirn; in die Netzung sind „erloschene Punkte“ eingestreut. Elytren trapezoid, viel kürzer als breit, seitlich sich mit einer über die gesamte Länge erstreckenden schmalen Kante; die Skulptur besteht aus eng stehenden, groben, schuppenähnlichen Eindrücken (keine echten Punkte!), die jeweils vorn kantig abgegrenzt sind, hinten flach, ohne Abgrenzung, auslaufen sowie eine feine Mikroskulptur aufweisen.

Di f f e r e n t i a l d i a g n o s e: Diese neue Art gehört in die Gruppe des Stenaesthetus mrazi RAMBOUSEK (OROUSSET 1990: 19), in der sie sich von allen Arten durch ihre seitlich gekielten Elytren und ihre Sexualcharaktere unterscheidet. Vom äusserlich sehr ähnlichen St. carinulipennis sp.n. trennt man sie wie bei jenem angegeben (s. u.).

Et y m o l o g i e: Wegen ihrer gekielten Elytren nenne ich diese Art „ carinipennis “ (Lat. = mit gekielten Elytren).