Reseda luteola L.

Färber-Reseda

Art ISFS: 343000 Checklist: 1038120 Resedaceae Reseda Reseda luteola L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Stängel 50-150 cm hoch, steif aufrecht, verzweigt, kahl. Blätter ungeteilt, lineal-lanzettlich, mit verschmälertem Grund sitzend, die unteren wellig. Blüten 4 zählig, in sehr langen, schlanken Trauben, auf ca. 1 mm langen Stielen. Kronblätter blassgelb, das oberste 3,5- 5 mm lang, mit 4-5 Zipfeln, die seitlichen 3zipfelig. Frucht aufrecht, 3-4 mm lang und mindestens ebenso dick.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Wegränder, Bahnareale, Kiesgruben, Weinberge / kollin(-montan) / J, M, seltener A

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 244-454.k.2n=24,26,28

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Verlust des Lebensraums ( günstige ruderale Umgebungen) Kleine, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

7.1.5 - Trockenwarme Ruderalflur (Onopordion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tsehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Reseda luteola L.

Volksname Deutscher Name: Färber-Reseda, Färber-Wau Nom français: Reseda des teinturiers Nome italiano: Reseda biondella

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Reseda luteola L.Checklist 2017343000
=Reseda luteola L.Flora Helvetica 2001776
=Reseda luteola L.Flora Helvetica 20121014
=Reseda luteola L.Flora Helvetica 20181014
=Reseda luteola L.Index synonymique 1996343000
=Reseda luteola L.Landolt 19771440
=Reseda luteola L.Landolt 19911216
=Reseda luteola L.SISF/ISFS 2343000
=Reseda luteola L.Welten & Sutter 1982603

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)A2c
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)A2c
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)A2c

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Achtung: Art kommt in Saatmischungen vor, Herkunft oft unbekannt Falls Ansiedlungen vorgenommen werden, diese nur mit Material bekannter, einheimischer oder grenznaher Herkunft (je nach Region) zulassen Verlust des Lebensraums ( günstige ruderale Umgebungen) Schutz der Fundstellen (Mikro-reservate) Erhaltung der größten bekannten Vorkommen Verwalter informieren und sensibilisieren Gegebenenfalls NHG Verträge abschließen Kleine, isolierte Vorkommen Saatgutbank einrichten Bestehende Populationen mit Setzlingen verstärken Ex situ Material Close