Stenus minmontium nov.sp. (Abb. 19, 37, 53, 70, 87, 98, 114, 133)
M a t e r i a l u n t e r s u c h t: Holotypus (♂): CHINA: N Sichuan, Minshan Mts, Baima pass, 3000m, 5.-20.VII.2005: in coll. Schülke ( Berlin).
B e s c h r e i b u n g: Apter, schwach glänzend mit Messinganflug, schwarz mit leichtem Braunstich. Vorderkörper grob bis sehr grob (Kopf: Abb. 19), am Pronotum und auf den Elytren auch kurz-rugos punktiert/skulptiert; Abdomen vorn grob und dicht, hinten wenig fein und mässig dicht punktiert; Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. Kiefertaster, Fühler und Beine gelblich bis hellbraun. Clypeus schwarz, Oberlippe braun, heller gesäumt, mässig dicht beborstet. Abdomen mit deutlichen Paratergiten, 4. Tarsenglied gelappt.
Länge: 3,3-3,9mm (Vorderkörperlänge: 1,9mm).
PM des HT: HW: 35; DE: 20,5; PW: 30; PL: 30; EW: 37; EL: 32; SL: 24.
Männchen: Mittelschienen mit deutlichem Apikaldorn, Hinterschienen mit deutlichem Präapikaldorn. Metasternum flach eingedrückt, grob und mässig dicht auf flach genetztem Grund punktiert und beborstet (Abb. 70). Vordersternite einfach, 7. Sternit mit breitem Eindruck in der hinteren Mitte, darin fein und dicht punktiert und beborstet, Hinterrand breit ausgerandet. 9. Sternit apikolateral spitz (Abb. 114). 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 133), Apikalpartie des Medianlobus spitzwinklig in eine leicht abgesetzte, häutige Spitze verengt, ventral mit einigen kurzen Sinnesborsten; im Innern werden eine dünne, schwach sklerotisierte Ausstülpspange sowie ein kurzer, sackförmiger Innensack deutlich; Parameren viel länger als der Medianlobus, apikal stark löffelförmig erweitert, mit etwa 38 Borsten.
Weibchen: Unbekannt.
Prinzipiell wie S. brevidens nov.sp., aber grösser, die Eindrücke am Pronotum tiefer, die grobe Punktierung hier manchmal kurz zusammenfliessend (Abb. 37), Elytren noch gröber punktiert, die Punkte manchmal schräg/kurz zusammenfliessend (Abb. 53), am Abdomen die Paratergite in der Sagittalen liegend, diejenigen des 4. Tergits so breit wie die Hinterschienen an ihrer Basis, grob und dicht, einreihig punktiert, die Punktierung der Tergite vorn grob, weniger dicht als bei S. brevidens (Abb. 98, vgl. Abb. 96), am 7. Tergit ebenfalls gut so grob wie der basale Querschnitt des 3. Fühlerliedes, die Punktzwischenräume grösser als bei S. brevidens, aber nicht grösser als die Punkte (Abb. 87). Das Abdomen ist sehr flach genetzt, der Vorderkörper netzungsfrei.
Differenzialdiagnose: Stenus brevidens nov.sp. unterscheidet sich von den übrigen Arten seiner Gruppe wie in der Bestimmungstabelle angegeben.
E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf ihren Fundort.