Oligota chrysopyga KRAATZ, 1859

(Abb. 63 71, Verbreitung Karte 3)

Oligota chrysopyga KRAATZ, 1859: 45 .

Oligota (Subgenus Holobus) chrysopyga KRAATZ, 1859: BERNHAUER & SCHEERPELTZ 1926: 512; WILLIAMS 1973b: 223; WILLIAMS 1974: 164-165.

Oligota chrysopyga KRAATZ, 1859: WILLIAMS 1979: 179, 183.

Lectotypus - Ceylon / Syntypus / chrysopyga / 186 / coll. DEI, Eberswalde / Oligota chrysopyga, Kraatz / Holobus, chrysopyga, (Kr.) / Lectotypus Oligota chrysopyga Kraatz 1859 , designiert A. Kapp 2008.

Paralectotypus - Ceylon /Syntypus/chrysopyga/coll. Kraatz / coll. DEI, Eberswalde / Paralectotypus Oligota chrysopyga Kraatz 1859 , designiert A. Kapp 2008 .

Untersuchtes Material: Schweiz: Bern: Biel, 20.VIII.1921, leg. Mathey, 1♂, 2♀♀, 5 Ex. (NHMBE) ; Spanien: Kanarische Inseln: Teneriffa: Puerto de la Cruz, 23.I.1972, leg. Palm, 6 Ex. (ZMLU); La Palma [ Rest unleserlich], 23.IV.1972, leg. Palm, 19 Ex. (ZMLU) ; Antillen: St. Thomas Inseln, leg. Eggers, 2♂♂, 2♀♀ (NHMW) .

Bemerkungen: In der Sammlung Kraatz (DEI) fanden sich zwei als ̎ Syntypen ̎ bezettelte Exemplare. Da Kraatz in der Originalbeschreibung die Anzahl der ihm vorgelegenen Exemplare nicht angibt, werden die beiden Syntypen als Lectotypen designiert.

Beschreibung: Sehr breite Art, im Habitus (Abb. 63) den Arten der Gattung Holobus ähnlich, nach den Mundteilen aber eindeutig Oligota zuzuordnen; 1,15 mm (0,85-1,30, n=6) lang, 0,49 mm (0,45-0,53) breit, Kopf und Halschild sehr fein punktiert und glänzend, Flügeldecken schwach gekörnt skulpturiert, hell bis dunkelbraun, Kopf und Hinterleibtergite etwas dunkler, Tergite VI ̅ VIII gelblich, Fühler (Abb. 64) mit deutlich abgesetzter dreigliedriger Keule.

♂: Aedeagus (Abb. 65, 66) von einfacher Bauart, Sklerit im Internalsack lang lanzettförmig, an der Basis ringförmig gedreht. Tergit VIII (Abb. 68): Hinterrand gerade, ohne Haarborsten; Sternit VIII (Abb. 69): Hinterrand leicht gebogen vorgezogen, dicht mit dünnen Borsten besetzt.

♀: Tergit VIII (Abb. 70): Hinterrand in der Mitte vorgezogen, unbeborstet; Sternit VIII (Abb. 71): einfach bogig gerundet, am Hinterrand mit dichten kurzen, schwachen Borsten.

Variabilität: Gering.

Ökologie: Oligota chrysopyga wurde mehrfach mit tropischen Nüssen nach Mitteleuropa importiert; auf den Kanaren kommt die Art im Freiland in verrottenden Heuhaufen vor (WILLIAMS 1979).

Verbreitung: Kanarische Inseln, Ceylon, Afrika, Westindische Inseln, Seychellen, Samoa und West-Kaledonien, Phillipinen, eingeführt nach Grossbritannien und Frankreich (WILLIAMS 1979). Importierte Exemplare sind auch aus der Schweiz bekannt.