Oligota pseudoparva WILLIAMS 1972

(Abb. 223 232, Verbreitung Karte 6)

Oligota pseudoparva WILLIAMS, 1972: 38-39 .

Untersuchtes Material: Polen: Krakau (1♂), 10.XII.1906 (2♂♂, 3♀♀), 29.VIII.1907 (1♂), leg. Natterer (NHMBA, SMNS) ; Schweden: Lund, X.1959, inford m. nötter, leg. Sandström, 1♂, 3♀♀ (MZLU) ; Schweiz: Bern: Biel, 20.VIII.1921, leg. Mathey, 2♂♂, 1♀♀, 5 Ex. (NHMBE) .

Bemerkungen: Oligota pseudoparva WILLIAMS wurde mit Nüssen aus Brasilien nach Liverpool importiert und von WILLIAMS (1972) als neu erkannt. In Sammlungsmaterial aus Polen, Schweden und der Schweiz fanden sich weitere Exemplare der Art, die alle als O. parva determiniert waren.

Beschreibung: Hellbraune, 1,10mm (0,98-1,33; n=11), 0,37mm (0,33-0,38) breite Art (Habitus Abb. 223) mit dunklem Hinterleib; Fühler und Beine hellbraun, Fühler (Abb. 224) mit deutlich abgesetzter dreigliedriger Keule, Halsschild etwas weniger stark gewölbt und breiter als bei O. parva; Flügeldecken ziemlich rau gekörnt punktiert; Halsschild und Kopf leicht glänzend, glatt.

♂: Aedeagus (Abb. 226, 227); rechte Paramere (Abb. 228); Tergit VIII (Abb. 229); Sternit VIII (Abb. 230).

♀: Spermathek (Abb 225); Tergit VIII (Abb. 231); Sternit VIII (Abb. 232).

Variabilität: Oligota pseudoparva WILLIAMS ist eine in den Proportionen von Halsschild und Flügeldecken und in der Grösse ziemlich variable Art.

Ökologie: Aus Europa sind bisher nur synanthrope Nachweise bekannt, die meisten Funde stehen in Zusammenhang mit importieren Nüssen.

Verbreitung: Die ursprüngliche Herkunft von Oligota pseudoparva ist mit grosser Wahrscheinlichkeit Brasilien. Im Freiland wurde sie bisher nicht nachgewiesen, eine Einbürgerung ist ziemlich unwahrscheinlich.