Holobus analis (WOLLASTON, 1854) nov.comb.

(Abb. 360 371, Verbreitung Karte 14)

Somatium anale WOLLASTON, 1854: 564.

Somatium anale WOLLASTON, 1854: WOLLASTON 1857: 184.

Oligota analis (WOLLASTON, 1854): WILLIAMS 1975: 20 f.; SMETANA 2004: 454; SCHÜLKE & SMETANA 2015: 658.

Untersuchtes Material: Portugal: Madeira: Ribeiro Bonito, Lorbeerwald, leg. Franz, 1♀ (NHMW); Ribeiro, Frio, 10.-15.V.1977, leg. Palm, 1♂, 3♀♀ (ZMLU) ; Queimadas, Weg nach Caldeirâo Verde, Oberhalb zweitem Levada-Tunnel, 18.I.2001, Gesiebe Laurus, Erica und Moos, 4 Ex (cSchü) ; Encumeach, 27.I.1978, leg. Palm, 3♂♂, 1♀ (ZMLU) ; Terr [?a] Luce, 10.II.1966, leg. Palm, 1♂, 1♀ (ZMLU) .

Bemerkungen: Holobus analis ist nach äusseren morphologischen Merkmalen einfach als eine Art der Gattung Holobus SOLIER zu erkennen; sie wurde von WOLLASTON (1854) in der von ihm für diese Art errichteten Gattung Somatium beschrieben; WILLIAMS (1975) überführte sie in die Gattung Oligota MANNERHEIM; nach der derzeit gültigen Definition gehört sie in die Gattung Holobus: die Art besitzt eine ungeteilte Ligula (Abb. 355), hat ungezähnte Mandibeln, ein tief eingebuchtetes Labrum (Abb. 359) und die Epipleuren des Pronotums sind von der Seite nicht sichtbar; die Meldung von SAALAS (1917) für Holobus apicatus (ERICHSON) von Madeira dürfte sich auf diese Art beziehen; von Holobus apicatus ist sie neben weiteren Merkmalen durch die Grösse und breite Gestalt zu unterscheiden; die Spermathek besitzt einen für die Gattung eigentümlich segmentierten Ductus (Abb. 360).

Beschreibung: Ziemlich grosse, 1,58mm (1,54-1,63, n=15) lange und mit 0,55 mm sehr breite (0,52-0,56) dunkelbraune Art (Habitus Abb. 353); Mundteile, Fühler und letzte beiden Hinterleibsegmente gelblich; Fühler (Abb. 354) mit undeutlich abgesetzter 4-5gliedriger Endkeule;

♂: Aedeagus (Abb. 356, 357); rechte Paramere (Abb. 358); Tergit VIII (Abb. 361); Sternit VIII (Abb. 362).

♀: Spermathek (Abb. 360); Tergit VIII (Abb. 363); Sternit VIII (Abb. 364).

Variabilität: Gering, nur in der Grösse ziemlich variabel.

Ökologie: Holobus analis wurde in Seehöhen um 1000 m in verrottendem Laub, an Pilzen, sowie auf der Rinde abgestorbender Bäume gesammelt (WILLIAMS 1975). Von Schülke wurde sie in Laubgesieben von Laurus, Erica und in Moos nachgewiesen.

Verbreitung: EndemischeArt von Madeira.